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Ehevertrag, nur nachteile für mich?

2. Mai 2005 um 7:40

Brauche euren Rat, kenne mich nämlich zu 0% mit Eheverträgen aus...

Mein Freund und ich möchten im Juli heiraten, zum einen weil wir ein kleinen Jungen erwarten und zum anderen weil wir uns natürlich lieben und auch diesen schritt wagen möchten.

Letztes Jahr bin ich zu meinem Freund gezogen, der ein schönes Haus hat, was soweit auch schon abbezahlt ist.

Das heißt, ich habe alles aufgegeben, Wohnung, möbel usw. es gehört also alles meinem Freund.

Jetzt hat er angesprochen, dass er ein ehevertrag möchte.

Heißt das für mich, dass ich bei einer evtl. Scheidung ( was ich auf gar keinen Fall hoffen möchte) mit nichts auf der Straße stehe?

Ich möchte doch irgendwo auch abgesichert sein nicht immer mit der angst leben, wenn mein Freund sich von mir trennt, habe ich nichts mehr, ausser unseren Sohn...

Gibt es in solch einem Ehevertrag auch Vorteile für mich?


LG Dunja


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2. Mai 2005 um 8:10

Vertragsfreiheit
Hallo,

generell gilt die Vetragsfreiheit, man kann also Verträge aufsetzen wie man möchte also hast Du die Möglichkeit dort festzuhalten was Du gerne hättest.
Ich denke mal, Dein Freund möchte sich absichern denn im Falle einer Scheidung, gehen die Männer oftmals leer aus, vor allem wenn Kinder da sind.

Überleg Dir, was Du möchtest, es gibt ja auch die Möglichkeit nur materielle Dinge, wie Haus, Auto ect. vertraglich fest zu legen.
Unterhalt nach Trennung kann ja in der geestzlichen Form unangetastet bleiben.

Ich würde es auch über den Anwalt laufen lassen (die rationale Entscheidung ist ja bei Euch schon getroffen, so einen Vertrag zu machen )Such Dir einen Anwalt, laß Dich beraten, sage was Du Dir wünschst und setze dann die Punkte fest, die dort rein sollen.


Gruß

equinox68

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2. Mai 2005 um 8:16
In Antwort auf equinox68

Vertragsfreiheit
Hallo,

generell gilt die Vetragsfreiheit, man kann also Verträge aufsetzen wie man möchte also hast Du die Möglichkeit dort festzuhalten was Du gerne hättest.
Ich denke mal, Dein Freund möchte sich absichern denn im Falle einer Scheidung, gehen die Männer oftmals leer aus, vor allem wenn Kinder da sind.

Überleg Dir, was Du möchtest, es gibt ja auch die Möglichkeit nur materielle Dinge, wie Haus, Auto ect. vertraglich fest zu legen.
Unterhalt nach Trennung kann ja in der geestzlichen Form unangetastet bleiben.

Ich würde es auch über den Anwalt laufen lassen (die rationale Entscheidung ist ja bei Euch schon getroffen, so einen Vertrag zu machen )Such Dir einen Anwalt, laß Dich beraten, sage was Du Dir wünschst und setze dann die Punkte fest, die dort rein sollen.


Gruß

equinox68

Dankeschön,
also heißt das, dasses die möglichkeit besteht, mich bei einem fall der Trennung doch abzusichern?

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2. Mai 2005 um 8:43

Danke Ute,
ich werde wohl mit ihm darüber sprechen, aber ich will nicht, dass er denkt, dass ich es auf sein Haus abgesehen habe oder so.aber eigentlich müsste er ich langsam mal kennen. Nur irgenwo möchte ich schon abgesichert sein...

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2. Mai 2005 um 9:05

..
das muntert mich schon ein wenig auf, und ich glaub so ein wenig angst hast du mir auch genmmen Ich werde mich heute mal mit ihm zusammen setzen und gründlich darüber reden. ich glaub das ist erstmal das beste, nur es hatte mich halt gestern als er mir das mit dem ehevertarg gesagt hatte so ein wenig geschockt...

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2. Mai 2005 um 9:43

Das Leben zeigt aber
"-dass ich in der Lage wäre einen geliebten Menschen nach Jahren mit nix einfach auf die Straße zu setzen ...-"

Man weiß aber nie, was passiert und oftmal ist es im Falle einer Trennung so, daß es mit Fairness nicht mehr viel zu tun hat.

Ich gebe Dir Recht, sprechen müßen die Beiden auf jeden Fall.

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2. Mai 2005 um 9:47
In Antwort auf dunjabenny

Dankeschön,
also heißt das, dasses die möglichkeit besteht, mich bei einem fall der Trennung doch abzusichern?

Ja, diese Möglichkeit besteht
es kommt halt darauf an, worauf Dein Freund sich einläßt.
Was ist denn der Hintergrund für diesen Wunsch Deines Freundes?
Ein Gespräch ist hier gut.
Sprecht darüber, hör Dir an was er möchte, sag was Du willst und dann kann man darüber reden und gegebenenfalls auch Kompromisse schließen.

Gruß

Anna

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2. Mai 2005 um 9:57
In Antwort auf equinox68

Ja, diese Möglichkeit besteht
es kommt halt darauf an, worauf Dein Freund sich einläßt.
Was ist denn der Hintergrund für diesen Wunsch Deines Freundes?
Ein Gespräch ist hier gut.
Sprecht darüber, hör Dir an was er möchte, sag was Du willst und dann kann man darüber reden und gegebenenfalls auch Kompromisse schließen.

Gruß

Anna

Meinem
freund geht es denk ich mal nur darum,dass er im falle einer scheidung, dass haus nicht verliert, oder es mir dann ausbezahlen muss. irgendwo verständlich, aber ich hab ja nie eine chance mir selber etwas eigenes aufzubauen, und ich möchte mich auf keinen fall so abhängig von meinem freund machen...

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2. Mai 2005 um 13:06

Wenn es
Deinem Freund nur um das Haus geht, braucht Ihr eigentlich keinen Ehevertrag!

Es ist sein Haus, auf seinen Namen eingetragen, vor Eheschließung erworben.
Und was vor Eheschließung erworben wurde, fällt nicht unter den Zugewinn, sondern gehört auf immer demjenigen.
Du wirst niemals Anspruch auf das Haus haben - Du hast es ja auch nicht bezahlt.

Ein Ehevertrag könnte daher gerade für Dich sinnvoll sein (eher, als für ihn), weil darin eine Art Kündigungsfrist für den Fall einer Trennung festgehalten werden könnte, so daß Du Zeit hättest, Dir in Ruhe eine neue Unterkunft zu suchen.

Sehr viel anderes wird er im Ehevertrag nicht ausschließen können. Was weit von den gesetzlichen Bestimmungen abweicht, gilt als sittenwidrig und ist somit anfechtbar.

Gruß, harter Kern

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2. Mai 2005 um 13:24

Hier ist
die ungleiche Verteilung ja schon durch die Situation vorgegeben, daher habe ich den Absatz angefügt.

Sie ist schwanger, wird also auf absehbare Zeit nicht allein für sich und ihren Sohn aufkommen können.
Daher ja auch ihre Sorge, sie könne in ein paar Jahren vor dem Nichts stehen.

Daß sie ohne Bleibe dasteht, ist klar, aber der Rest ist doch so reglementiert, daß ihr Freund nach Eheschließung für sie und das Kind in gewissem Rahmen finanziell verantwortlich ist - egal was im Vertrag steht.

Eheverträge machen in erster Linie Sinn, wenn eine Firma/Selbständigkeit im Hintergrund steht.
Da kann der eine dafür sorgen, daß sie ihm nicht genommen werden kann und der andere dafür, daß er nicht finanziell mit haften muß.

Alles andere muß nicht zwingend über einen Vertrag geregelt werden, aber es spricht natürlich auch nichts dagegen.

Gruß, harter Kern

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2. Mai 2005 um 14:31
In Antwort auf harterkern

Wenn es
Deinem Freund nur um das Haus geht, braucht Ihr eigentlich keinen Ehevertrag!

Es ist sein Haus, auf seinen Namen eingetragen, vor Eheschließung erworben.
Und was vor Eheschließung erworben wurde, fällt nicht unter den Zugewinn, sondern gehört auf immer demjenigen.
Du wirst niemals Anspruch auf das Haus haben - Du hast es ja auch nicht bezahlt.

Ein Ehevertrag könnte daher gerade für Dich sinnvoll sein (eher, als für ihn), weil darin eine Art Kündigungsfrist für den Fall einer Trennung festgehalten werden könnte, so daß Du Zeit hättest, Dir in Ruhe eine neue Unterkunft zu suchen.

Sehr viel anderes wird er im Ehevertrag nicht ausschließen können. Was weit von den gesetzlichen Bestimmungen abweicht, gilt als sittenwidrig und ist somit anfechtbar.

Gruß, harter Kern

Anspruch im Haus zu wohnen
"-Es ist sein Haus, auf seinen Namen eingetragen, vor Eheschließung erworben.
Und was vor Eheschließung erworben wurde, fällt nicht unter den Zugewinn, sondern gehört auf immer demjenigen.
Du wirst niemals Anspruch auf das Haus haben - Du hast es ja auch nicht bezahlt.-"

Handelt es sich um ein Eigenheim, das nur dem Mann oder der Frau gehört, kan das Gericht dem anderen , also dem das Haus nicht gehört,ein befristetes Wohnrecht einräumen aber der Eigentümer ist erst mal raus.

Gruß

equinox68

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2. Mai 2005 um 15:01

War bei einem Bekannten so
die Frau durfte wegen der Kinder wohnen bleiben, weil Schule in der Nähe, gewohnte Umgebung, Freunde ect. und er mußte raus, wohnt jetzt in einer kleinen Wohnung.
Sie zahlt Miete dafür bzw. wird alles irgendwie verrechtnet mit dem Unterhalt und so.
Das Haus gehört nach wie vor ihm aber was nütz das, wenn er nicht dort wohnen kann .

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