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Die Beleidigung unseres Propheten und die Bestrafung der Täter

16. Oktober 2012 um 23:22

Asalamu alaikum liebe Geschwister und liebe Nichtmuslime,

unser Prophet ist in den vergangenen Wochen oftmals auf das abscheulichste beleidigt worden. Warum, wer tut soetwas?
Muss im einem Rechtsstaat soetwas nicht verhindert werden?

Muslime auf der ganzen Welt sind empört, manche haben Selbstjustiz verübt und leider Unschuldige getroffen.
Warum ist das passiert? Haben sich die Muslime vielleicht verraten vom Rechtstaat gefühlt, weil er nichts gegen die Täter unternimmt.

Es müssen also Gesetzte her damit Täter, die unseren Propheten beleidigen oder Hasskampagnenen und Hetzparolen gegen den Islam veröffentlichen direkt vom Staat bestraft werden. Das ist die Aufgabe eines Rechtstaates, sodass auch die Bedürfnisse der Muslime beachtet werden und sie nicht weiterhin das Gefühl haben im Stich gelassen zu werden. Das Vertrauen der muslime in den Rechtstaat muss wieder hergestellt werden.

Was meint Ihr?
Wie sollten die Täter bestraft werden und inwiefern kann der staat da eingreifen?

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17. Oktober 2012 um 0:10

Ist doch schon alles geregelt...
...in der Bundesrepublik Deutschland ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen dann nach 166 StGB (dem Gotteslästerungsparagraphen) strafbar, wenn sie geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Es gab bei uns auch Zeiten, da konnte man durchaus wegen Blasphemie auf dem Scheiterhaufen landen - doch dann kam die Aufklärung und es fand eine Neuorientierung im Denken statt.

Das Ergebnis dieser Entwicklung finde ich ganz ordentlich, ich bevorzuge es, in einer Gesellschaftsform zu leben, in der religiöse Belange deutlich vom Staatswesen getrennt sind.

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17. Oktober 2012 um 2:17

...das schlimme ist ja

dass menschen nicht wissen was sie sich selbst antun...

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17. Oktober 2012 um 4:41
In Antwort auf keane_12252951

...das schlimme ist ja

dass menschen nicht wissen was sie sich selbst antun...




http://www.youtube.com/watch?v=G-jDxJbOTEk

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17. Oktober 2012 um 12:42

Irdische Gerichte!
Allah ist mächtig, Allah ist groß!

Wieso meinst Du, hat Allah irdische Gerichte nötig?
Meinst Du nicht, es reicht, denjenigen, die den Propheten beleidigen, darauf hinzuweisen, dass sie nach ihrem Tod genug von Allah gestraft werden?
Ich mein, ist doch so, oder?!

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19. Oktober 2012 um 14:03

Nein
Der Staat muss da nicht eingreifen, denn wir haben hier einen Säkularstaat.

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19. Oktober 2012 um 17:17

Seit wann haben religiöse Fanatiker einen Sinn für
Rechtsstaat und Freiiheitsrechte?
Schau mal in die genfer konventionen oder die itnernationalen Menschrenrechten die auch deutshcland unterschrieben hat.

da und auch in der deutschen verfassugn ist das Recht auf Meinungsfreiheit unantstbar. Wenn dir das nicht gefällt ,geh in ein islam land wo koranrecht nur gilt. KEINER HINDERT DICH DARAN; KEINER!!!!!

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20. Oktober 2012 um 9:13

Schändung des Heiligtums in Mekka
Im Heiligtum in Mekka, welches zur Anbetung von 365 Göttern und Göttinnen errichtet wurde, kam es zur einer furchtbaren Beleidigung der religiösen Gefühle der Gläubigen und zu brutalen Fällen von Götterlästerung.
Die Rädelsführer waren ein Ali und ein Mohammed, der behauptet der Prophet eines Gottes zu sein, der im Heiligtum in Mekka nicht angebet wird.
Seit dieser Zeit haben die Anhänger von Ali und Mohammed diese Götterlästerung nie bereut. Schlimmer noch: bis zum heutigen Tag besetzen sie das Heiligtum und verbieten die Anbetung der Gottheiten, zu deren Ehren fromme Menschen diesen Tempel erbauten!

Mal in Ernst: eine Religionsgemeinschaft die ihren Ursprung in der Götterlästerung hat, sollte hübsch brav die Schnauze halten wenn deren eigener Kamelhirtenprophet der verdienten Lächerlichkeit preisgegeben wird!!!

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20. Oktober 2012 um 9:36
In Antwort auf anwar_12689757

Schändung des Heiligtums in Mekka
Im Heiligtum in Mekka, welches zur Anbetung von 365 Göttern und Göttinnen errichtet wurde, kam es zur einer furchtbaren Beleidigung der religiösen Gefühle der Gläubigen und zu brutalen Fällen von Götterlästerung.
Die Rädelsführer waren ein Ali und ein Mohammed, der behauptet der Prophet eines Gottes zu sein, der im Heiligtum in Mekka nicht angebet wird.
Seit dieser Zeit haben die Anhänger von Ali und Mohammed diese Götterlästerung nie bereut. Schlimmer noch: bis zum heutigen Tag besetzen sie das Heiligtum und verbieten die Anbetung der Gottheiten, zu deren Ehren fromme Menschen diesen Tempel erbauten!

Mal in Ernst: eine Religionsgemeinschaft die ihren Ursprung in der Götterlästerung hat, sollte hübsch brav die Schnauze halten wenn deren eigener Kamelhirtenprophet der verdienten Lächerlichkeit preisgegeben wird!!!

Beweisbild:
http://www.smb.museum/religionen/islam/lex_image.php?lang=de&reihe=1&lexikon_id=71&lexikon_aktion=

Vorsicht! Verlinkte Seite enthält eine ca. 500 Jahre alte bildliche Darstellung Mohammeds!
Nicht für Angehörige von Sekten geeignet, deren Mitgleider keine Bilder anschauen oder machen dürfen!

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20. Oktober 2012 um 21:54

Liebe Aminah,
es wäre sehr freundlich von Dir, wenn Du nicht sagst "unser" Prophet, sondern der "muslimische" Prophet.

Denn es gibt hier neben den Muslimen auch noch ein paar Christen - auch wenn es inzwischen nur noch eine marginal kleine Anzahl ist.

Vielen Dank

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20. Oktober 2012 um 22:37

@ rasender ami
lass mich doch in Schalom mit deinen Götzenlästereien! In Stücke hacken sollte man die, die keine Respekt vor Götzen haben!!

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20. Oktober 2012 um 23:10

Fragen...
stimmt... niemanden sollte man in stücke hacken..
hat sich leider nicht herumgesprochen zur majorität der götzenlästerndernden monotheisten im morgenlande..

P.S.: es ist nicht die Frage ob es einen oder mehrere oder keinen Gott oder Götter oder Götzen gibt. Die Frage ist, ob es den Menschen gibt.

Vor dieser Frage erblassen alle anderen zu aberwitziger Makulatur. Und so behandele ich diese Fragen auch.

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20. Oktober 2012 um 23:29

...
"Was meint Ihr?
Wie sollten die Täter bestraft werden und inwiefern kann der staat da eingreifen?"

zu erstens: nichts ist so heiß, wies gegessen wird. ein bißchen ruhe auf seiten der muslime wäre durchaus angebracht.

zu 2 a: gar nicht, da nichts passiert ist.

zu 2 b: gar nicht sollte der staat da eingreifen, weil staat und religion getrennt sind. und das ist auch richtig so.

solltest du etwas anderes bevorzugen, gibt es genügend länder deiner wahl, die dich zu gern aufnehmen würden.

thalia

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21. Oktober 2012 um 9:10

Unterdrückung und Krieg
Das stimmt rassami,

leider sind gerade undere monotheistischen Religionen mit der Neigung zur Unterdrückung ausgestattet.
Während der christlichen Missionierung im heutigen Deutschland wurden viele Stämme vor die Wahl gestellt, Christen zu werden, oder z.B. am Ufer der Weser abgeschlachtet zu werden.
Das Wasser der Weser war zeitweise rot von Menschenblut gefärbt, vom Blut derer, die nicht Christen werden wollten.
Alte Heiligtümer wurden zerstört, z.B. heilige Bäume gefällt etc.
Die christlichen Kirchen haben diese im "Namen" der Religion begangenen Verbrechen bisher weder bereut noch sind sie von der Verherrlichung dieser Taten je abgerückt.

Auch anderswo dient Religion der Unterdrückung, z.B. das Kastensystem des Hinduismus in Indien.

Wer seinen persönlichen Halt in einer Religion findet, wird auch respektieren wenn jemand anderes anderen Halt findet, und es tolerieren, wenn jemand anderes oder nichts "glaubt".

Aber sobald sich aus Religion eine Hierarchie unter Menschen bildet bei der es um lukrative und prestigeträchige Posten geht, wird die Sehnsucht der Menschen nach Halt dazu missbraucht, daß einige wenige sich auf Kosten der anderen bereichern und diese für den eigenen Vorteil gegen andere hetzen.

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29. Dezember 2016 um 14:09
In Antwort auf haze_12823855

Liebe Aminah,
es wäre sehr freundlich von Dir, wenn Du nicht sagst "unser" Prophet, sondern der "muslimische" Prophet.

Denn es gibt hier neben den Muslimen auch noch ein paar Christen - auch wenn es inzwischen nur noch eine marginal kleine Anzahl ist.

Vielen Dank

Hallo da gebe ich dir 100 % recht, ich war auch ein Ungläubiger Moslem aber mich hat Jesus Christus bekehrte mich von meinem Moslem sein.

Brüder und Schwestern der ISLAM ist eine Lüge

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30. Dezember 2016 um 21:27

Hm, nicht deutlich genug, hab noch Fragen.
Das klingt sehr nach Unterdrückung. So ähnlich wie in Saudi-Arabien, nur dass eben noch eine Religion mehr betroffen ist.

Keine Kirchen usw..
Was wäre, wenn Gläubige sich privat versammeln würden? Um gemeinsam zu beten? In einem privaten Gebäude? Würde das als Kirche zählen?

Duerften Gläubige über ihren Glauben reden, oder müssten sie ihn verheimlichen?

Keine Veschleierung..was bedeutet das? Kein Niqab, kein Kopftuch, oder auch keine langen Röcke?
Jeder muss sich körperbetont kleiden?

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30. Dezember 2016 um 22:10

Aber was heißt denn öffentlich in Erscheinung treten nun genau?
Angenommen eine Gruppe Gläubiger kauft oder mietet ein Haus, das für Vesammlungen und Gebete genutzt wird. Hat Vereinsmitglieder usw.
Gilt das dann als Kirche? Würdest du das verbieten wollen?

Warum sollte es einem Gläubigen denn unangenehm sein, religiöse Zeichen zu tragen?
Das ist in den meisten Fällen keine Provokation.

Und viele "verklemmte Gläubige" meiden das Baden nicht, weil sie sich schämen, sondern weil sie glauben, dass es nicht gottgefaellig ist, sich im Bikini zu zeigen.
Bist du dafür, dass sie zum Ausziehen gezwungen werden?


Befreiende Anordnung. Aha. Befreiend für wen eigentlich?

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30. Dezember 2016 um 22:24

Ich empfinde es eigentlich nur rücksichtsvoll von einer Seite....dem Gläubigen...inwiefern ist denn in deinem Modell der Atheist rücksichtsvoll? In dem er dem Gläubigen gestattet zu glauben?

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30. Dezember 2016 um 22:31

Ich empfinde es eigentlich so wie es jetzt ist als gut. Jeder kann hier rum laufen wie er möchte...der Hipster mit Vollbart und Jutebeutel...die Ladys in Mini und Megaausschnitt...der Ökofritze in bunten bio Leinen...die Muslimin mit Kopftuch...der Jude mit Kippa...die Nonne im Gewand...der Freak mit Strohhut....wen interessiert es denn, wie ich auf der Strasse rumlaufe und weshalb ich so rumlaufe...ist mir echt ein Rätsel weshalb man sich an der Kleidung anderer aufhängt. In der "Öko-Hippi-Szene" sind bei Frauen zum Teil auch Kopftücher zum Turban gewickelt trendy...und nun? Sie darf das tragen weil ihre Motivation keine religiöse ist? 

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30. Dezember 2016 um 23:02

"Anhand deiner Fragen wird deutlich, dass es dir gar nicht darum geht, den Glauben still und unauffällig auszuüben, sondern es geht um eine provokante Extrovertiertheit. "

Hm, im richtigen Einschätzen von Usern bist du anscheinend nicht besonders gut

Ich persönlich lebe meinen Glauben sehr still und unauffällig. Man merkt mir meine Religion nicht an, und in Moscheen gehe ich auch nicht.
Dass ich nicht baden gehe, stört auch keinen.
Bei mir persönlich würde sich durch eine Umsetzung deiner Vorstellungen gar nichts ändern.
Außer vielleicht emotional. 

Aber ich weiß eben, dass es vielen anderen da anders geht. Viele Gläubige brauchen ihre Versammlungen und ihr gemeinschaftliches Gebet. Sie lieben das und warum sollten sie darauf verzichten?
Warum sollten sie auch nach außen ihren Glauben verheimlichen?

Beantwortet hast du meine Fragen immer noch nicht.

Befreiend für Gläubige? 
Das ist ein Scherz, wa? Du befreist sie indem du sie unterdrücken willst? 

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30. Dezember 2016 um 23:09

Dann sollte doch aber das Ziel nicht sein den Spiess umzudrehen, sondern das man einfach jedem gegenüber tolerant ist und jeder leben kann, wie er das möchte...im privaten und öffentlichen Raum.

Die Gesellschaften sind nun mal religiös geprägt...das ist die Geschichte.
Heute wird doch keiner mehr schief angeguckt nur weil er nicht getauft ist...oder?

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30. Dezember 2016 um 23:12

Ja kannst du ja auch sagen...wieso auch nicht.
Aber wieso fühlt sich der freie Geist von einem religiösen Symbol provoziert? 
 

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30. Dezember 2016 um 23:16

Also bitte, es gab und gibt auch Staaten, Diktaturen, in denen Gläubige unterdrückt wurden/werden. Das weißt du auch genau.

Sicher wurden Atheisten in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart teilweise, sehr von Religiösen drangsaliert.

Aber ist es denn besser, dasselbe dann den Religiösen anzutun?
Ist es nicht erstrebenswerter eine Welt zu schaffen, in der alle gemeinsam leben können und sich gegenseitig tolerieren und akzeptieren?

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30. Dezember 2016 um 23:38

"Und die eigentlich Unterdrückten sind wir Atheisten; wie viel Toleranz wird uns abgefordert, allein schon durch das Wissen um Religionen, denn diese stellen allesamt eine permanente Beleidigung unserer geistigen Möglichkeiten dar!"

Sorry, das ist lächerlich.

"Achte auf die Feinheiten: Einen wie auch immer gearteten, transzendenten Glauben zu haben ist durchaus etwas Anerkennenswertes; aber eine dogmatische Religion für gottgewollt zu halten ist aus unserer Sicht eindeutig "Geisteslästerung"..."

Gut, eine Religion ist für dich Geisteslaesteung. Einige deiner Lebenseinstellungen sind für einige Religiöse Gotteslästerung.

Muss man sich deshalb nun bekämpfen? Sich gegenseitig die jeweilige Lebensweise verbieten?
 

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30. Dezember 2016 um 23:44

Ok...alles klar.

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30. Dezember 2016 um 23:46

Du, dann musst du an dir selbst mal arbeiten, wenn du dich da so bedroht fühlst.

Und lernen zu erkennen, wo eine wirkliche Bedrohung existiert (Extremisten) und wo du absolut nichts befürchten musst.

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30. Dezember 2016 um 23:49

Hä?

Also sozusagen Frieden, weil dann alle gleich sind, irgendwann, nämlich Atheisten?

So wie muslimische Extremisten bspw. Frieden anstreben indem sie die ganze Welt zu ihresgleichen machen wollen?

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30. Dezember 2016 um 23:54

Woher weißt du denn, dass das Religiöse waren?
Zumindest bei allen Muslimen hier warst du immer sehr geschätzt. Wir standen stets hinter dir, wenn du Mal wieder gemutet wurdest.

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31. Dezember 2016 um 0:05

Aber sicher. Ich achte ständig auf die religiösen und atheistischen Gefühle anderer.
Aus diesem Grund lasse ich mir meine eigene Religion oft nicht mal anmerken, sage bspw. gar nicht (bei Kollegen oder weniger guten Bekannten), was der Hauptgrund ist, warum ich keinen Alkohol trinke, oder die Haribos nicht essen möchte.
Ich bete nie vor anderen, es sei denn, sie sind Muslime.
Aber ich mache das alles freiwillig, nicht weil es mir verboten wird.
Das ist ein großer Unterschied.

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6. Januar 2017 um 21:11
In Antwort auf davida_11872842

Asalamu alaikum liebe Geschwister und liebe Nichtmuslime,

unser Prophet ist in den vergangenen Wochen oftmals auf das abscheulichste beleidigt worden. Warum, wer tut soetwas?
Muss im einem Rechtsstaat soetwas nicht verhindert werden?

Muslime auf der ganzen Welt sind empört, manche haben Selbstjustiz verübt und leider Unschuldige getroffen.
Warum ist das passiert? Haben sich die Muslime vielleicht verraten vom Rechtstaat gefühlt, weil er nichts gegen die Täter unternimmt.

Es müssen also Gesetzte her damit Täter, die unseren Propheten beleidigen oder Hasskampagnenen und Hetzparolen gegen den Islam veröffentlichen direkt vom Staat bestraft werden. Das ist die Aufgabe eines Rechtstaates, sodass auch die Bedürfnisse der Muslime beachtet werden und sie nicht weiterhin das Gefühl haben im Stich gelassen zu werden. Das Vertrauen der muslime in den Rechtstaat muss wieder hergestellt werden.

Was meint Ihr?
Wie sollten die Täter bestraft werden und inwiefern kann der staat da eingreifen?

unser Prophet ist in den vergangenen Wochen oftmals auf das abscheulichste beleidigt worden. Warum, wer tut soetwas?

Warum? Es soll Menschen geben, denen der Prophet vollkommen egal ist.

Wer tut sowas? Menschen, die kritisch denken können und nicht stur irgendwelche rückständigen Glaubenssätze auswendig lernen.

Muss im einem Rechtsstaat soetwas nicht verhindert werden? Nein, denn in einem Rechtsstaat ist das Recht das Maß der Dinge, nicht der Prophet.

Muslime auf der ganzen Welt sind empört, manche haben Selbstjustiz verübt und leider Unschuldige getroffen. Warum ist das passiert? Weil diese Muslime ziemlich intolerant sind. Das ist das Ergebnis von äußerst geringer Bildung.

Es müssen also Gesetzte her damit Täter, die unseren Propheten beleidigen oder Hasskampagnenen und Hetzparolen gegen den Islam veröffentlichen direkt vom Staat bestraft werden.
Es ist tatsächlich zu befürchten, dass politische Forderungen dieser Art in Deutschland künftig lauter werden. Wirklich ernst zu nehmen sind sie aufgrund mangelnder Bildung der Fordernden allerdings nicht wirklich.

Das ist die Aufgabe eines Rechtstaates, sodass auch die Bedürfnisse der Muslime beachtet werden und sie nicht weiterhin das Gefühl haben im Stich gelassen zu werden. Das Vertrauen der muslime in den Rechtstaat muss wieder hergestellt werden.
Wenn Du Dich hier in Deutschland angesichts massiver Sozialleistungen, die ein Großteil der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland in Anspruch nimmt, im Stich gelassen fühlst, geh doch einfach in ein Land Deiner Wahl, in dem Du Dich nicht im Stich gelassen fühlst! Saudi-Arabien beispielsweise.
 

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9. Januar 2017 um 17:34

Als Agnostiker kann ich konstatieren:
Sowohl die fanatischen Theisten als auch die fanatischen Atheisten haben gewaltig einen an der Waffel, da nehmen sich diese Religionen alle nix.
Warum da nun einer Religion (egal ob theistische oder atheistische) der Vorzug gegeben werden sollte, dafür gibt es absolut keinen Grund. Wenn die Kassiererin an der Tankstelle ein Kreuz an der Halskette und die Lehrerin in der Schule einen Schleier trägt, dann juckt mich das genau gar nicht. Warum auch? So lange sie mich auch das tragen lassen, was ich tragen will, warum nicht?
Und wenn jemand im Rahmen der sicherheitsrelevanten Bauvorschriften eine Moschee oder eine Kirche oder einen Tempel oder whatever bauen mag, ja warum denn bitte nicht? Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum ich denen das verbieten sollte.

Persönlich mag ich vieles davon ja lächerlich finden. Aber Agnostiker kann ich genau so lächerlich finden. Also warum verbieten, dass sich jemand auf Grund eines Gottes,ob er ihr nun zustimmend oder ablehnend gegenüber steht, lächerlich aufführt und gottfreie Lächerlichkeit erlauben? Das macht keinen Sinn.

Darüber hinaus sehe ich viele religiöse Regeln als zu ihrer Zeit sinnvolle Verhaltensvorschriften. Da geht es um Hygiene, um Schutz vor Angreifern, um sorgsamen Umgang mit Resourcen und so weiter und so fort. Vieles davon ist inzwischen hoffnungslos veraltet, ja, aber zu ihrer Zeit waren die Regeln doch überwiegend gute Fortschritte.
Dabei allerdings muss man beachten, dass "gut" reine Definitionssache ist. Ist "gutes" Leben wünschenswert? Wer weiß, das kann man so oder so beantworten. Vor allem aber mangelt es an einer allgemeingültigen Definition von "gut".

Völlig unbedeutend für all diese Überlegungen ist aber, ob man zu den Fragen und/oder Antworten durch einen Gott kommt, die derer Ablehnung oder völlig unabhängig davon. Und sollten sich mir etwaige Götter dereinst vorstellen, dann müssten sie es sich schon erstmal verdienen, wenn sie angebetet werden wollen.
 

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11. Januar 2017 um 17:39

Dass jemand ohne Vorkenntnisse zum Spiel den Film Assassin's Creed mag, finde ich erstaunlich. Ich bin normal ein großer Fan von Spieleverfilmungen, selbst wenn sie förmlich zerrissen werden, aber AC hätte ich nur wirklich begeisterten Fans empfohlen, nachdem ich ihn gesehen habe.
Die Action ist solide, graphisch ist er schön gemacht und auch die geänderte Version des Animus macht was her. Aber storymäßig... viel zu flach, viel zu viele Logiklöcher und viel zu wenige Infos über die Vorfahren.
Allerdings die Einschätzung Christen vs. Muslime bzw. dass die Templer/Assassinen jeweils in deren Dienst stehen, könnte falscher nicht sein. Das hat so absolut gar nichts mit dem Gedanken hinter dem Franchise zu tun. Ich weiß nicht, ob einem das passiert, wenn man die Spiele und die ganzen Hintergründe überhaupt nicht kennt, und dann diese Einschätzung quasi automatisch kommt.
Tatsächlich geht es um zwo völlig unabhängig von Religion einander widerstrebende Gruppen, die sich in einem ewigen Kampf um die Menschheit befinden, wobei die einen das menschliche Wesen als schädlich einschätzen und die anderen genau das als das höchste zu verteidigende Gut.

@ herrentag2
Hast du keine eigene Vorstellung davon, was ein Fanatiker ist? Wenn man andere Glaubensrichtungen als die eigene, sei sie nun theistisch oder atheistisch, nicht tolerieren kann, sondern unterdrücken, wegsperren und deren Anhänger zur Verheimlichung zwingen will, dann ist das schon ziemlich deutlich fanatisch.
Wie der Fanatiker sich nun nennt, ob "Bright" oder "Atheist" oder whatever, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die einen "wissen", dass es Gott gibt, die anderen "wissen", dass es ihn nicht gibt. Dass jemand, dessen Weltbild sich darauf begründet, "gegen Gottesglauben" zu sein, sich gern umbenennen möchte, wenn seine Ursprüngliche Selbstbezeichnung negativ konnotiert wird, ist nur verständlich. Erweitere das halt auf alles "Übernatürliche", es ändert sich nichts daran, dass es ein reiner Dagegen-Glauben ist.

Man muss allerdings dazu sagen, dass während wir hier im Osten im Vergleich recht losgelöst von Religion sind, in Westdeutschland und in den USA die Menschen noch sehr stark religiös sind. Da kann so eine "Bright-Bewegung" als atheistischer Gegenpol durchaus sinnvoll sein. Man muss nur den richtigen Moment erwischen, aus so einem Übergangssystem wieder auszusteigen, statt von der Unterdrückung der einen zu der Unterdrückung der anderen Menschen überzugehen.

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11. Januar 2017 um 17:39

Dass jemand ohne Vorkenntnisse zum Spiel den Film Assassin's Creed mag, finde ich erstaunlich. Ich bin normal ein großer Fan von Spieleverfilmungen, selbst wenn sie förmlich zerrissen werden, aber AC hätte ich nur wirklich begeisterten Fans empfohlen, nachdem ich ihn gesehen habe.
Die Action ist solide, graphisch ist er schön gemacht und auch die geänderte Version des Animus macht was her. Aber storymäßig... viel zu flach, viel zu viele Logiklöcher und viel zu wenige Infos über die Vorfahren.
Allerdings die Einschätzung Christen vs. Muslime bzw. dass die Templer/Assassinen jeweils in deren Dienst stehen, könnte falscher nicht sein. Das hat so absolut gar nichts mit dem Gedanken hinter dem Franchise zu tun. Ich weiß nicht, ob einem das passiert, wenn man die Spiele und die ganzen Hintergründe überhaupt nicht kennt, und dann diese Einschätzung quasi automatisch kommt.
Tatsächlich geht es um zwo völlig unabhängig von Religion einander widerstrebende Gruppen, die sich in einem ewigen Kampf um die Menschheit befinden, wobei die einen das menschliche Wesen als schädlich einschätzen und die anderen genau das als das höchste zu verteidigende Gut.

@ herrentag2
Hast du keine eigene Vorstellung davon, was ein Fanatiker ist? Wenn man andere Glaubensrichtungen als die eigene, sei sie nun theistisch oder atheistisch, nicht tolerieren kann, sondern unterdrücken, wegsperren und deren Anhänger zur Verheimlichung zwingen will, dann ist das schon ziemlich deutlich fanatisch.
Wie der Fanatiker sich nun nennt, ob "Bright" oder "Atheist" oder whatever, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die einen "wissen", dass es Gott gibt, die anderen "wissen", dass es ihn nicht gibt. Dass jemand, dessen Weltbild sich darauf begründet, "gegen Gottesglauben" zu sein, sich gern umbenennen möchte, wenn seine Ursprüngliche Selbstbezeichnung negativ konnotiert wird, ist nur verständlich. Erweitere das halt auf alles "Übernatürliche", es ändert sich nichts daran, dass es ein reiner Dagegen-Glauben ist.

Man muss allerdings dazu sagen, dass während wir hier im Osten im Vergleich recht losgelöst von Religion sind, in Westdeutschland und in den USA die Menschen noch sehr stark religiös sind. Da kann so eine "Bright-Bewegung" als atheistischer Gegenpol durchaus sinnvoll sein. Man muss nur den richtigen Moment erwischen, aus so einem Übergangssystem wieder auszusteigen, statt von der Unterdrückung der einen zu der Unterdrückung der anderen Menschen überzugehen.

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11. Januar 2017 um 17:40

Sorry für den Doppelpost, daran wie das Forum reagiert muss man sich erst gewöhnen.

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11. Januar 2017 um 18:07

Wie bereits gesagt ist Fanatismus unabhängig davon, welchem Glauben man anhängt. Es gibt immer sowohl fanatische als auch nicht fanatische Vertreter von was auch immer.

Der Theismus hat sich ganz sicher nicht aus dem Atheismus entwickelt. Und doch, Atheismus ist dem Sinn nach der Dagegen-Glaube, das sagt schon das Wort, gegen Gott/Götter. Darum unterscheidet man ja Atheisten und Agnostiker.

Eine Wahrscheinlichkeit mit der es einen oder mehrere Götter gibt oder nicht gibt, lässt sich überhaupt nicht bestimmen. Daher kann auch nicht einer der Glauben mehr oder weniger "existenzberechtigt" sein. Schon da zeigt sich, dass der Atheismus eben nicht tolerant ist, sondern auch nur ein Glaube. Da muss man gar nicht zum Fanatismus übergehen, der nur den Atheismus öffentlich toleriert und alle anderen Glaubensrichtungen unterdrückt und ins Geheime verbannt sehen will.

Du hast das Unterdrückungsszenario das den theistischen Glauben substituieren soll weiter oben im Thread beschrieben. Stichwort alle anderen Religionen als den Atheismus ins Verborgene zu zwingen, keine Versammlungshäuser errichten zu dürfen, nicht öffentlich zeigen zu dürfen, dass man an etwas anderes als den Atheismus glaubt.
Wie gesagt, sowas kann dazu dienen, die Dominanz eines anderen Glaubens zu brechen, darf aber nicht das Endziel sein.

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11. Januar 2017 um 18:56

Du stellst also die These auf, zuerst war da gottlos zu sein und dann war da, an etwas göttliches zu Glauben. Wie gedenkst du, diese These zu bestätigen oder zu widerlegen?

Mit Russell's Teekanne belegst du lediglich, dass es unserem Weltverständnis entspricht, dass eine ganz bestimmte, bewusst absurd klingende Gegebenheit, nicht gibt. Über die Wahrscheinlichkeit der Existenz einer göttlichen Instanz sagt das nichts. Sogar Russell selbst sagte, dass es keinen Beleg für oder gegen die Existenz seiner Teekanne geben kann. Genau das ist sein Punkt, weswegen Theismus oder Atheismus nicht "siegen" kann. Was er anprangert ist allerdings der Fanatismus, mit dem eine Seite behauptet, absolut im Recht zu sein.

Wenn deiner Meinung nach eine der beiden Glaubensarten Theismus und Atheismus nicht unterdrückt werden muss, warum schlägst du es dann vor? Du unterscheidest dich damit nicht von den theistischen Fanatikern, die verlangen im Sinne des Friedens den Atheismus zu unterdrücken, so dass er nur im Geheimen ausgeübt werden kann.
 

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12. Januar 2017 um 1:45

Ich habe noch von keinem Theisten die Aussage gehoert, dass der Glaube von Anfang an da war. Wo ist dir das vorgekommen?

Der Fund zum Beispiel eines Faustkeils sagt nichts darueber aus, ob dieser fuer alltaegliche Arbeiten, zum Bereiten ritueller Opfergaben an eine Gottheit oder fuer beides benutzt wurde.

Von Wahrscheinlichkeit ist bei Russell nicht die Rede, sondern von Indoktrinierung. Ob der theistische oder atheistische Glaube indoktriniert wird, ist dabei unerheblich.

Wo du als Atheist propagierst, dass Theisten ihren Glauben verstecken muessen sollen, ist das natuerlich ein Absolutheitsanspruch. Damit, sich eine nicht belegbare Wahrscheinlichkeit fuer eine Gottesexistenz auszudenken und ab 51% zu erklaeren, es duerfe sich nur zum Atheismus offentlich bekannt werden, wird die Natur der Doktrin nicht relativ.
 

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12. Januar 2017 um 18:36

@8mevlana
Warum sollte einem das Profilbild Angst machen?
Macht einem das hier denn auch Angst?
https://cdn.instructables.com/FFV/Y7ZI/FGUEUPUO/FFVY7ZIFGUEUPUO.MEDIUM.jpg
Da erkennt man auch nix vom Gesicht oder den Augen. Einige würden mich vielleicht für bescheuert erklären, wenn ich mit sowas rum laufe, aber gespenstisch?
Das ist doch nur, was man selbst hinein interpretiert. Ich wurde auch schon an der Tankstelle blöd angemacht, weil ich den Motorradhelm nicht abgesetzt habe, an anderer Tankstelle, die wirklich häufig überfallen wurde, sind die Leute vernünftiger und es ist ihnen egal.

@ herrentag2
Klar, um glauben zu können braucht man ein Bewusstsein. Wenn jetzt dein Standpunkt ist, dass Tiere ja auch nicht glauben und deswegen das Nicht-Glauben beim Menschen älter ist als das Glauben, statt dass es sich wie es naheliegt einfach parallel entwickelt hat, dann wird sich deine Ansicht des Atheismus als Ursprung allen Glaubens wirklich nicht widerlegen lassen.

Dass du mir nicht glaubst, dass ich bin was ich bin, ist natürlich bedauerlich. Zum einen weil es eine neutrale Unterhaltung erschwert, zum anderen weil es die Frage eröffnet, ob du einfach schlecht darin bist Menschen einzuschätzen, ob du mich gern in einer bestimmten Weise sehen willst um dein Weltbild zu stützen, oder ob du vorschnell urteilst, ohne dir groß Gedanken über das gemacht zu haben, worüber du urteilst. In jedem Fall schmälert es deine Glaubwürdigkeit.

Ob oder ob nicht das Beispiel Faustkeil spirituell genutzt wurde, konnte mir bisher noch niemand beweisen. Wird auch nicht geschehen, wie auch. Es liegt auch weder in deiner Pflicht, deinen Glauben zu beweisen, noch in der Pflicht, der Theisten, ihren Glauben zu beweisen. Einzig ihr beide die ihr euch so ähnlich seid, solltet aufhören so zu tun, als wärt ihr eindeutig im Recht und der andere in der Gegenbeweispflicht.

In dem Zusammenhang möchte ich dich auch bitten, Russell's Teekanne und meine Aussagen dazu nicht wie im vorigen Post geschehen um 180° zu verdrehen um mich zu diskreditieren.


In einem Punkt hast du allerdings recht:
Ja, ich bestehe aus ideologischen Gründen auf der Durchsetzung der Freiheit des Individuums. Das ist das höchste Gut, das es zu verteidigen gilt.
Konfliktvermeidung um jeden noch so hohen Preis, ist menschenunwürdig.

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13. Januar 2017 um 14:44

@ 8mevlana
Klar darfst du Angst haben und dich gruseln, schließlich ist Angst etwas irrationales, das man nicht mal eben so aus schalten kann. Aber eben das ist doch die Problematik, Angst ist irrational und schlägt all zu leicht in Hass um. Darum mein Ansatz zu sagen: Hey, da ist ein anderes Beispiel kompletter Verhüllung, wovor man sich nicht gruselt. Es liegt also nicht an der Verhüllung, die ja auch nicht unnormal oder sonstwie abartig oder provokant ist, die Angst ist nur antrainiert und damit auch wieder abtrainierbar.
Halte ich für ein gutes Ziel.

@ herrentag2
Natürlich ist auch Selbstverstümmelung jeder Person eigene Sache. Welchen Grund könnte ich haben, jemandem der unter siner körperlichen Gestalt leidet, deren Änderung zu verwehren? Natürlich werde ich bei irreversiblen Änderungen meine Bedenken äußern und dazu aufrufen, sich die Konsequenzen genau zu überlegen, aber letzten Endes muss ich diese Wahl akzeptieren.
Dazu kommt noch, dass das effekthaschende Beispiel des amputierten Beines, was ja eine tatsächliche Einschränkung mit sich bringt, in überhaupt keinem Verhältnis zu Verschleierung oder Tättowierungen steht, die keine Nachteile mit sich bringen, außer eben der schlechteren Behandlung durch intolerante Menschen, wo lieber diese Menschen zum Psychiater sollten.


@ Ex-Machina und Chappie
Hab ich hier beide auf BluRay. Ex-Machina hat mich nicht so vom Hocker gehauen. Da fehlte mir etwas der Twist in der Story. Chappie hingegen finde ich toll.


@ "Wen betet ein Android an?"
Wen oder was immer er will oder nicht will. Der Android mit einer echten KI unterscheidet sich da grundsätzlich nicht vom Menschen.
So wie nicht ein Glaube besser oder schlechter als ein anderer ist, ist auch nicht ein Lebewesen durch die Materialien aus denen es besteht besser oder schlechter.

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13. Januar 2017 um 16:01

Ich denke, uns allen war klar, dass der Androide Körper im Zusammenhang hier auch die KI beinhaltet, es also nicht rein um Programmierung geht.

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13. Januar 2017 um 16:56

"Her" sagt mir auch nix.

@ herrentag2
Der Arzt darf nicht, richtig, das ist eine gesellschaftliche Festlegung. Moralisch richtig wäre es, wenn der Arzt selbst entscheiden dürfte, ob er in diesem Fall hilft.

Nicht alle Menschen, die eine Gefahr für sich selbst darstellen, kommen in die Geschlossene. Zum Glück. Ich fahre Motorrad. Nicht weil ich mir nicht ein billigeres Auto leisten könnte, sondern aus reinem Spaß. Die Todesrate auf dem Motorrad ist je nach Quelle 14 bis 20 mal so hoch wie im Auto. Bei dem Schneematsch jetzt fahre ich zwar lieber Quad, aber auch da wurde ich die Woche an der Tankstelle gefragt, ob ich damit zur Arbeit fahre und ob das denn legal sei. ZUM GLÜCK wird man nicht weggesperrt, nur weil man eine Gefahr für sich selbst ist.
Folgerichtig stellt sich mir die Frage: Wie könnte ich mir das Recht heraus nehmen, anderen ähnlich selbstzerstörerisches Verhalten zu verbieten, ihnen meine Vorstellung von Spießbürgertum aufzuzwingen? Geschweige denn wie könnte ich gegen so etwas harmloses wie Verhüllung sein? Wie würde ich mich fühlen, wenn mir das in Zukunft jemand "zu meinem eigenen Wohl" verbieten wöllte? Wie würde ich mich fühlen, wenn ich das nur noch im Geheimen tun dürfte, mich nicht öffentlich als Biker outen dürfte, weil das doch gefälligst privat viel besser aufgehoben sei?
Ich weiß nicht, ob mir das Recht auf Selbstbestimmung aus Empathie oder aus Furcht so wichtig ist.

Das SM-Pärchen SOLLTE dürfen. Wieder ist es eine gesellschaftliche Regelung, dass sie nicht dürfen. Für die aufgeklärte westliche Welt ist das eine Schande.

@ pipapuzze
Dafür bedarf es doch quasi keiner Phantasie.
Wenn es nicht-biologische Lebensformen sind, gibt es doch gar keinen Grund, sie nicht auf die gleiche Stufe wie Menschen zu stellen. Wer der Erbauer ist, spielt doch gar keine Rolle. Es wäre denkbar, dass sie gar keinen Gott haben oder dass sie auch bloß von einem Gott erschaffen sind, so wie Theisten das von den biologischen Kindern der Menschen annehmen. Es macht aber überhaupt keinen Unterschied.

Ich hoffe, dass ich es noch erlebe.

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13. Januar 2017 um 18:19

Die Rethorik war unbewusst. Aber ja, genau das ist die "Frage", nur dass es für mich eben keine Frage ist. Dort wo es "nur" um die Person selbst geht, hat - in einer perfekten Welt - der Staat nicht befehlend eingreifen zu dürfen. Eben weil dieses "Freiheiten aufgeben" der Gesellschaft so immanent ist, ist es so unglaublich wichtig, der Tendenz Andere "zu ihrem eigenen Wohl" zu maßregeln entgegen zu wirken, am besten sie abzuschaffen. Nichts und niemand kann ein solches Recht verleihen.

Du musstest dich als Fallschirmspringer versichern? In wie fern dieses? Gibt es eine Pflichtversicherung für Fallschirmspringer? Kann ich mir nicht vorstellen. Wie hoch ist das tatsächliche Risiko beim Fallschirmspringen? Ist es wirklich höher als bei anderen sportlichen Aktivitäten? Glaube ich erst mal nicht. Warum sollte es gut sein, dass das Solidaritätsprinzip bei Zucker, Fett, Alkohol, Tabak, Motorrädern, Squash und so weiter und so fort greift, aber ausgerechnet nicht bei Fallschirmspringern?

Selbstredend dürfte eine KI den Menschen im Allgemeinen oder auch einen speziellen Menschen als Schöpfer anbeten. Genau wie ein Mensch das auch dürfte. Warum auch nicht? Es gibt nichts, was dagegen spräche. Ob ich das sinnvoll fände, wäre eine andere Frage, aber die Freiheit es zu tun, ist das höchste Gut. Und wir teilen es.

Eindeutigkeit der Schöfpung ist für Anbetung völlig irrelevant.
 

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13. Januar 2017 um 19:05
In Antwort auf davida_11872842

Asalamu alaikum liebe Geschwister und liebe Nichtmuslime,

unser Prophet ist in den vergangenen Wochen oftmals auf das abscheulichste beleidigt worden. Warum, wer tut soetwas?
Muss im einem Rechtsstaat soetwas nicht verhindert werden?

Muslime auf der ganzen Welt sind empört, manche haben Selbstjustiz verübt und leider Unschuldige getroffen.
Warum ist das passiert? Haben sich die Muslime vielleicht verraten vom Rechtstaat gefühlt, weil er nichts gegen die Täter unternimmt.

Es müssen also Gesetzte her damit Täter, die unseren Propheten beleidigen oder Hasskampagnenen und Hetzparolen gegen den Islam veröffentlichen direkt vom Staat bestraft werden. Das ist die Aufgabe eines Rechtstaates, sodass auch die Bedürfnisse der Muslime beachtet werden und sie nicht weiterhin das Gefühl haben im Stich gelassen zu werden. Das Vertrauen der muslime in den Rechtstaat muss wieder hergestellt werden.

Was meint Ihr?
Wie sollten die Täter bestraft werden und inwiefern kann der staat da eingreifen?

Du lebst in Deutschland. Was erwartest du? Mit dem Islam werden die allerwenigsten Freunde dafür sorgen Hetzmedien etc. genug. Die Regierung möchte doch gar nicht, das die Menschen über den wahren Islam aufgeklärt werden. Es passt wenn man ein falsches Bild präsentiert. Man will so wenig wie Islam wie möglich. 
Was glaubst du eigentlich ??

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14. Januar 2017 um 0:14

die altpartein vielleicht. Aber die heutige Regierung sicher nicht. Wenn es die Regierung auch nicht ausdrücklich sagen würde so ist das dennoch der Fall. sie wird sagen wir tun dies wir tun das für unsere Muslimischen Mitbüger, aber sie hetzen zB in Medien gegen sie.. es läuft ganz unscheinbar. Es reicht schon, wenn Sie die Menschen nicht genug aufklären oder schweigen. Man sieht ja die Islamfeindlichkeit und die ganzen Vorurteile. Beste Arbeit!

Es spielt sich ein krankes Spiel ab.

Der Islam ist letztendlich nur ein Vorwand, der Hass gilt nicht dem Islam sondern gegenüber allem, was ihre Interessen nicht erfüllt. Man kann religionen und verschiedene Ethnien sehr gut dafür nutzen um Zwietracht zu stiften und Staaten in Bürgerkriege zu versetzen. Das ist die derzeitige deutsche Politik! 

Ich erwähne noch, ich bin nur gegen die Richtung der aktuellen Politik und nicht gegen das Volk mit dem ich tagtäglich in Frieden zusammen lebe und sehr gerne habe.

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14. Januar 2017 um 7:46

@ herrentag2
Dass solche perversen Gesetze, die uns in goldene Käfige sperren, existieren, macht sie ja aber nicht gut.

Du hättest zum Fallschirmspringen auch einfach kurz auf die Halterhaftpflicht für Lizenzspringer hinweisen können, statt pampig zu sagen "frag doch selber nach". Da geht es ja nicht um den Selbstschutz, sondern um Fremdschutz, genau wie es auch bei der KFZ-Haftpflicht der Fall ist. Ob das nun explizit beim Fallschirmspringen in einer sinnvollen Relation steht, ist eine andere Sache...

Für den Gläubigen muss nichts eindeutig sein. Das ist es ja eben, er GLAUBT einfach daran und gut.

@ pipapuzze
Sexspiel hin oder her, es ist für den Außenstehenden erstmal keine sexuelle Handlung. Wäre es ein tatsächlicher Hund, würde ja auch keiner davon ausgehen, dass sich der Halter daran erregt und später daheim dann... Die Zuschauer machen erst eine Sache draus.
Die ganze Sache mit Sex in der Öffentlichkeit ist ohnehin eine Streitfrage. Warum wird das als was schlimmes angesehen? Wenn ein Kind fragt, dann ist es ja platt formuliert nicht schwer zu sagen "die haben sich ganz dolle lieb und so zeigen sie es einander".
Ein kurzweiliger Artikel zum Thema Scham:
http://www.geo.de/magazine/geo-kompakt/6156-rtkl-liebe-und-sex-die-erfindung-der-scham
Ob es stimmt, wer weiß, aber evolutionshistorisch klingt es schlüssig und ist gleichzeitig ein gutes Beispiel, dass eine selbst "natürliche" Regel in der modernen Zeit überflüssig geworden ist.

Warum sollen "künstliche" Gefühle gruselig sein? Warum brauchst du da überhaupt mehr Phantasie als für "natürliche" Gefühle? Weißt du denn, wie diese entstehen? Das ist doch für die meisten Menschen genau so ein Buch mit sieben Siegeln - also welche Rolle spielt der Entstehungsmechanismus?
Bei Biologischen sind Erfahrungen und daraus resultierende Verhaltensmuster im Gehirn gespeichert und werden kombiniert mit einem Hormon-Verhältnis, das die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Reaktion oder Empfindung in die eine oder andere Richtung verschiebt. Dieses Hormon-Verhältnis kann durch Medikamente beeinflusst und somit Gefühle künstlich erzeugt werden, ganz biologisch.
Ich bin zwar jemand, der ungern glauben will, dass er unprogrammierbar ist, aber nüchtern widerlegen kann ich es nicht.
Bei einer nichtbiologischen Intelligenz sind die Mechanismen die gleichen, nur die Bauteile sind andere, da du und ich und die meisten anderen Menschen die biologischen Bauteile aber ohnehin nicht verstehen, spielt es auch keine Rolle, ob wir die nicht-biologischen Bauteile mit der gleichen Funktion verstehen.

Da fällt mir ein sehr guter weiterer Filmtipp ein: Der 200 Jahre Mann
 

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14. Januar 2017 um 15:03

@ pipapuzze
Du musst dir das wie im Film Chappie ja gar nicht selbst vorstellen, sondern es wird dir vom Film gezeigt. :-P
Es wäre ja nur in so fern programmiert, dass die KI einprogrammiert bekommt, eigenständig zu lernen und entscheiden zu können. Das gleiche glaubt ja der Christ über den Menschen, dass der von seinem Gott einprogrammiert bekommen hat, frei entscheiden zu können. Ich weiß nicht, in wie fern das tatsächlich Religion oder Fantasy ist, aber in einem Film wurde mal gemeint, dass das der Vorzug ist, den der christliche Gott dem Menschen vor den Engeln gegeben hat.
Abgesehen davon hat ja der Mensch noch etliche andere Codestücke einprogrammiert bekommen. Laut obigem Artikel wohlmöglich sogar die Scham, welche somit nur künstlich voreingestellt und nicht individuell erlernbar wäre, aber auch so profane Sachen wie Saugreflex, Greifreflex, Angst, Müdigkeit etc. etc.
Die Seele ist ja, wenn man an sie glaubt, lediglich an die Komplexität des Geistes gebunden (Haben Tiere eine Seele?) oder von einem etwaigen Göttlichen verliehen (Warum sollte ein Gotteswesen nicht einfach auch einem Roboter eine Seele geben (können)?)

Klar ist es nur ein "sich lieb haben" Ding. Was soll es denn sonst sein? Es wird im konkreten Fall halt anders gezeigt als wie es der Norm entsprechen würde, das ist alles.
Die Cut Outs denkst du dir ja auch bloß hinzu. (Wie gesagt, rein neutral betrachtet, müsste erstmal ein Grund gefunden werden, was an den Cut Outs schlimm wäre.) Wenn du nicht schon dieses Klischee-Bild im Kopf hättest, wüsstest du ja gar nicht, warum du daran was finden sölltest. Es ist ja nicht so, als wären gängige Kleider mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel, generell bauchfreie Shirts, Hotpants etc. was in der freien westlichen Welt normal ist all zu... züchtig und realistisch betrachtet weniger anzüglich als ein Latex-Suit.

@ krysam
Leid tut mir eine Frau nur dann, wenn sie zu etwas gezwungen wird. Wenn sie sich aus freien Stücken unbehelligt verschleiern darf, dann freut mich das für sie - genau wie es mich für das Dom-Sub-Pärchen freut, wenn sie sich natürlich in der Öffentlichkeit geben dürfen. Sie tun ja niemandem was.

Die Abartigkeit mancher Menschen. Ja, ich möchte mit der Abartigkeit mancher Menschen, die da ist, anderen verbieten zu wollen, sich öffentlich in ihrer natürlichen Form zu zeigen, auch nicht konfrontiert werden. Aber ich habe da keine Wahl.
Wenn ich jemanden liebe, dann halte ich natürlich in der Öffentlichkeit mit ihr Händchen und küsse sie und nehme sie in den Arm. Das ist körperlich sogar noch intimer als das Sub-Dom-Pärchen. Und ich weiß um die Abartigkeit mancher Menschen, das verbieten zu wollen.

An meinem Anstand gegenüber Frauen ändert es gar nichts, wenn Sexualität in der Öffentlichkeit etwas normales ist.

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14. Januar 2017 um 16:46
In Antwort auf davida_11872842

Asalamu alaikum liebe Geschwister und liebe Nichtmuslime,

unser Prophet ist in den vergangenen Wochen oftmals auf das abscheulichste beleidigt worden. Warum, wer tut soetwas?
Muss im einem Rechtsstaat soetwas nicht verhindert werden?

Muslime auf der ganzen Welt sind empört, manche haben Selbstjustiz verübt und leider Unschuldige getroffen.
Warum ist das passiert? Haben sich die Muslime vielleicht verraten vom Rechtstaat gefühlt, weil er nichts gegen die Täter unternimmt.

Es müssen also Gesetzte her damit Täter, die unseren Propheten beleidigen oder Hasskampagnenen und Hetzparolen gegen den Islam veröffentlichen direkt vom Staat bestraft werden. Das ist die Aufgabe eines Rechtstaates, sodass auch die Bedürfnisse der Muslime beachtet werden und sie nicht weiterhin das Gefühl haben im Stich gelassen zu werden. Das Vertrauen der muslime in den Rechtstaat muss wieder hergestellt werden.

Was meint Ihr?
Wie sollten die Täter bestraft werden und inwiefern kann der staat da eingreifen?

In Deutschland gilt das Recht der Meinungsfreiheit in der jeder seine Sicht der Dinge äußeren darf wie man es für richtig hält. Leider gibt es Menschen die scheinbar nicht allzu weit voraus denken oder bewusst solche Äußerungen anwenden.

Hass erzeugt nur weiteren Hass. Hast du versucht dich in die jenigen hinein zu versetzen die solche Beleidigungen anwenden?!
Meistens sind es Menschen die nicht verstehen oder sich leicht von anderen Gruppierungen verunsichern lassen.
Darüber hinaus... als Gläubiger solltest du die Bestrafung derer die keinen Respekt haben Gott (da ich kein Gläubiger bin, werde ich aus Respekt dir gegenüber nicht den Namen von Gott sagen bzw. Schreiben) überlassen?!
Aufklärung ist die einzige Möglichkeit um Toleranz gegenüber anderen zu ermöglichen.

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14. Januar 2017 um 19:51

@ pipapuzze
OK, aber Gott hätte doch prinzipiell auch die Möglichkeit gehabt, den Engeln einen freien Willen zu geben? Wenn er gewollt hätte? Also kann doch auch Gott entscheiden, den künstlichen Intelligenzen einen freien Willen zu geben wie uns, oder nicht, wie den Engeln? Das muss man dann ja nicht verstehen. Wir wissen auch noch nicht, was Gottes Wille für die KIs sein wird, weil wir sie noch nicht erschaffen haben. Ob er sie beseelt obliegt ihm, aber wie auch immer es passiert, wir müssen es halt hinnehmen, wie er entscheidet. Die Seele der KI ist dann genau so wenig menschgemacht wie die des Menschen und damit ist es meiner Meinung nach eigentlich nicht schwer, sich das vorzustellen.
(An alle Nicht-Gläubigen: Diese Beseelung durch Gott entspricht nicht meiner Meinung, aber ich versuche, auf die Denkweise die einen Gott beinhaltet einzugehen, denn Wissenschaft und Gott schließen sich nicht aus.)

Du sagst, du findest, Sex gehört einfach nicht in die Öffentlichkeit und es muss nicht unbedingt sein. Klar, es muss nicht unbedingt sein, aber muss es unbedingt nicht sein? Gott sieht ja ohnehin alles, vor Gott gibt es keine Geheimnisse, also wird es wohl kaum für ihn sein, dies oder jenes nicht öffentlich zu machen.
Andere Menschen könnten sich dran stören, ok, das ist m. E. eine soziale Sache. Die Frage ist: War das früher wichtig? Sind wir heute darüber hinaus, dass das immer noch wichtig ist? Hat vielleicht Gott uns früher gesagt, dass wir bestimmte Dinge nicht (öffentlich) tun sollten, weil der Mensch in seiner Entwicklung noch nicht so weit ist? Sind wir heute weiter? Brauchen wir einen neuen Propheten um die Regeln zu überarbeiten? Oder können wir das - immer noch gottgefällig - selbst?
(Wieder: Ich selbst bin nicht bestrebt, gottgefällig zu sein, ob sie nun existiert oder nicht, aber ich kann trotzdem versuchen, mich in die Logik hinein zu denken.)

@ herrentag2
Ja, ich gehe sehr weit. Das hat einen einfachen Grund:
Ich denke darüber nach, was für Gründe und Rechtfertigungen es für das gibt, was ich propagiere. Wenn ich diese Gedanken konsequent weiter führe, dann HABE ICH KEINE WAHL, ich KANN NICHT ANDERS als bis zum Ende und sehr weit zu gehen. Das was daraus folgt ist schlicht und ergreifend der logische Schluss. Würde ich nicht so weit gehen, dann müsste ich mir eingestehen, dass ich nicht diesen Idealen zu folgen versuche, sondern doch nur das propagiere, was mir genehm ist.

Mein Weg endet allerdings bei Leibe nicht im "Recht des Stärkeren", ganz einfach darum, weil mein Weg zur höchsten Prämisse die Freiheit erhebt. Egal wie stark jemand ist, er dürfte seine Macht nicht nutzen um einen Schwächeren zu unterjochen. Natürlich kann man das nicht als Selbstverständlichkeit ansehen, sondern es bräuchte eine Instanz, die auf diese Werte eingeschworen ist und sie - Notfalls mit Gewalt - verteidigt. Auch diese Instanz könnte wieder irre gehen oder bestochen werden. Und letztlich wüsste ich nicht, ob es der richtige Weg ist, die Freiheit an oberste Stelle zu stellen. Vielleicht wäre die Menschheit ja nach dem Prinzip Ameisenstaat mit blindem Gehorsam und den Besseren an der Spitze besser bedient. Aber das bin ich nicht bereit zu glauben.

Gemeinschaft heißt allerdings ausdrücklich nicht, dass ich auf Freiheiten verzichte und somit mein Leben schlechter mache, damit ein anderer behaupten kann, mein Leben sei besser. Gemeinschaft heißt, dass man natürlich auf persönliche Freiheiten verzichten muss um die Freiheiten anderer nicht einzuschränken bzw. muss die Einschränkung auf beiden Seiten sich die Waage halten.
Damit führt mein Weg automatisch zu Gerechtigkeit. Ob das bei deinem Weg, die Gerechtigkeit direkt anzusteuern, ohne die Freiheit zu beachten, ebenfalls funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Der Grund dafür ist, dass du schon voraussetzt, dass jemand anderes besser als ich selbst weiß, was gut für mich ist. Das KANN doch gar nicht gerecht sein.

@ krysam
Ja, ich lebe in einem Haus. Das ist meine freie Entscheidung. Es gefällt mir besser als ein Leben in einer Wohnung. Auch im Studium habe ich eine Wohnung einer WG vorgezogen. Meine Schwester hingegen wollte und will noch sehr gern in einer WG wohnen, während ihrer Ausbildung. Ich bin froh, dass beide Wege toleriert werden. Ich bin froh, dass es mir selbst überlassen ist, wo ich mich abgrenze und wo nicht. Diese Möglichkeit sollen auch die anderen Menschen bekommen, die nicht mit meiner Denkweise konform gehen.
 

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15. Januar 2017 um 6:41

Hör mir auf mit "zwischen den Zeilen". Das ist eine Ausrede, die ständig von Leuten genutzt wird, um in die Worte anderer Dinge hinein zu deuten, wie sie ihnen gefallen und ins eigene Weltbild passen, ohne Rücksicht darauf, was der Verfasser ursprünglich vermitteln wollte.

"Erkenntnis" beanspruchen sie auch immer alle für sich. Erkenntnis, dass es Gott A gibt oder Gott B oder Götterkanon C, oder nichts davon. Erkenntnis, dass für alle die Gesellschaftsform des Kommunismus "am besten" wäre. Erkenntnis, dass der Hochadel durch Naturrecht aus die Führung über die Geringeren haben sollte. Erkenntnis, dass der Mensch nie eine Maschine mit eigenem Bewusstsein schaffen wird. Erkenntnis Erkenntnis Erkenntnis... Alles nichts wert. Ich bin wenigstens so ehrlich zu sagen, dass mein Ideal, Freiheit als wichtigstes Gut über alles zu stellen, frei gewählt ist, statt zu versuchen es als "Erkenntnis" zu verhökern.

Damit ein anderer besser weiß als ich selbst, was für mich besser ist, müsste er zunächst:
- Psychologie studieren
- sich all seiner Vorurteile entledigen
- sich allem entledigen, was die Gesellschaft ihm eingeimpft hat
- seinen Geist völlig frei machen um empathisch aufzunehmen, was für den anderen wichtig ist
Der Buddhismus scheint mir hier eine gute Übergangsreligion zu sein, von allem was ich davon gehört habe. Natürlich müsste die Person über die wir sprechen nach dem Erhalter derer "Erleuchtung" sich wieder frei von diesen Lehren machen.
- dann müsste er sich mit meinen Lebensumständen vertraut machen
- meiner Vergangenheit
- wie ich lebe und wie ich leben könnte
- Er müsste mein Vertrauen gewinnen und mit mir reden. Darüber welche Erfahrungen für mich wichtig waren.
- was mich antreibt, warum ich so handle wie ich es tue, was mir wichtig ist
Dann wäre er auf einem Stand mit meiner Person, mit etwas Glück auf einem Stand mit meinen Empfindungen, könnte sich in mich hinein denken, eine Vorstellung davon entwickeln, was für mich besser ist, statt was für ihn besser ist oder was er denkt was besser wäre.
- Er müsste altruistisch genug sein, das zu akzeptieren und mir Ratschläge zu geben, wie sie für mich am besten wären, auch gegen seine eigenen Überzeugungen, wenn nötig.

Und das ganze gute 80 Millionen mal allein für Deutschland.
 

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20. Januar 2017 um 15:15

@ herrentag2
Von einer kompromissbereiten Gemeinschaft habe ich bei dir aber noch nix gelesen, genau wie ich von meiner soziophoben Ader hier nix hab raus hängen lassen.
Dabei sei mal dahingestellt, ob es kompromissbereiter ist, zum Gemeinwohl Verbote zu erlassen, oder soziophober, alle so weit sie niemandem was tun machen zu lassen was sie wollen.

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