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Debatte: Lehrerklamotten - davon gehört?

25. Juni 2003 um 22:58

hey leutz!

es gab ja vor einiger zeit schonmal eine debatte in den medien über die kleidung von schülern. diese "bauchfrei-debatte" meine ich.

un jetzt hab ich in der zeitung gelesen, dass jetzt die gegenseite anfängt zu meckern. jetzt beschwert sich die schulbehörde und einige eltern, dass die lehrer zu schlecht gekleidet sind. die einzigen, die sich nicht beschweren, sind die schüler. aber das zählt ja nicht...

jetzt sollen die regeln verschärft werden und einige verlangen sogar, dass die lehrer jetzt mit anzug und krawatte zur schule kommen sollen. das find ich so derbst übertrieben!

ich meine, manchmal sind die lehrer, die "korrakt" gekleidet sind, schlimmer angezogen als die, die sich leger kleiden. zum beispiel: meine englischlehrerin verbringt bestimmt jeden morgen stunden (na ja das ist vielleicht übertrieben ) damit, sich anzuziehen und sieht in der schule trotzdem... na ja, sagen wir, "geschmacksverirrt" aus... weil sie sich nicht besonders figur-vorteilhaft anzieht und dann manchmal auch noch ziemlich komische klamotten zusammen.
auf der anderen seite mein philosophielehrer, der kommt, wenns warm ist, auch schonmal in schorts, t-shirt und sandalen zur schule, hat dazu noch nen lockenschopf und meistens nen pferdeschwanz und in der schule läuft er meistens noch mit ner kaffeetasse in der hand rum.
beide machen guten unterricht und vor beiden haben wir (einigermaßen ) respekt...

also, ich denke nicht, dass guter unterricht etwas mit der kleidung der lehrer zu tun hat, sondern mehr mit deren einstellung und verhalten. ok, wenn sich jetzt eine lehrerin total aufreizend anziehen würde, fänd ich das auch übertrieben, aber so lange es im rahmen bleibt?!

was will ich jetzt damit sagen?! eigentlich will ich nur eure meinung hören und mal wissen, warum sich alle über solche kleinigkeiten so aufregen... ich meine, solange schüler und lehrer damit leben können, ist doch alles ok, oder nicht?

liebe grüße, gedankenkaefer
...die es viel schlimmer findet, dass ihre mathelehrerin noch nichts von deo gehört hat und ihre pädalehrerin immer nur von ihrem sohn erzählt... da fällt mir ein, ich hab morgen ne klausur... uuuuups *g*

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26. Juni 2003 um 10:39

Hast du neulich Polylux gesehen?
Da wurde das Thema so richtig schön auf die Schippe genommen

Ich verstehe das Argument gar nicht, ich meine, WO ist das Argument? Ist es so gemeint, dass die "aufreizenden" Mädels bessere Noten bekommen, weil die männliche Lehrerschaft ihren Reizen (und den eigenen Trieben *g*) unterliegt??

Oder weil sich die pubertären Jungs nicht mehr auf Vokabeln konzentrieren können?

Das ist LEBEN, das lässt sich doch nicht aus Schulen ausgrenzen.

Hm, auf der anderen Seite sehe ich dieses "bauchfrei-Diktat", das sich die Mädels selbst auferlegen, als kritisch an, weil es so sehr auf Äußerlichkeiten beruht, auf Schönheit/Schlankheit und perfekt sein ...
allerdings lässt sich das garantiert nicht durch Verbote mindern.
Lieber offene Gespräche zum Thema "Individuum und Gesellschaft"

LG von pädagogikpeas


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26. Juni 2003 um 10:40
In Antwort auf winnie_12164884

Hast du neulich Polylux gesehen?
Da wurde das Thema so richtig schön auf die Schippe genommen

Ich verstehe das Argument gar nicht, ich meine, WO ist das Argument? Ist es so gemeint, dass die "aufreizenden" Mädels bessere Noten bekommen, weil die männliche Lehrerschaft ihren Reizen (und den eigenen Trieben *g*) unterliegt??

Oder weil sich die pubertären Jungs nicht mehr auf Vokabeln konzentrieren können?

Das ist LEBEN, das lässt sich doch nicht aus Schulen ausgrenzen.

Hm, auf der anderen Seite sehe ich dieses "bauchfrei-Diktat", das sich die Mädels selbst auferlegen, als kritisch an, weil es so sehr auf Äußerlichkeiten beruht, auf Schönheit/Schlankheit und perfekt sein ...
allerdings lässt sich das garantiert nicht durch Verbote mindern.
Lieber offene Gespräche zum Thema "Individuum und Gesellschaft"

LG von pädagogikpeas


Noch was
Wie wäre es mit AGs zum Thema, damit die >Betroffenen< das Thema selbst aufarbeiten können?

LG von peas

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27. Juni 2003 um 11:32

Der Ernst des Lebens?
Hallo Kleine Ente,

Schule soll auf den "Ernstfall" vorbereiten ... aber hat Leistungsbereitschaft nicht auch viel mit (freien) Entfaltungsmöglichkeiten zu tun?
Für mich war die Schule an sich, der Lern- und Leistungsdruck schon ernst genug, das hätte ich mit "angemessener Kleidung" nicht toppen können.
Schule ist - wie Arbeit - doch nicht nur ein Ort, wo man etwas "leisten" muss. Es ist genauso ein kommunikatives Stelldichein ... wo man auch etwas über und "für das Leben" lernt.
Wenn nicht im Unterricht selbst, dann doch in den Pausen ... ganz ernst.

Ich glaube vielmehr, dass Mode/Äußeres eine viel zu ernste Disziplin geworden ist, gerade in der jüngeren Generation, die sich u.a. darüber sehr stark definiert und ausdrückt.

Es stimmt schon, dass EINIGE Jugendliche Probleme in der Berufs- und Arbeitswelt haben. Aber Disziplin als Wundermittel? Da bin ich skeptisch. Wie wäre es mit mehr Halt und Orientierungsmöglichkeiten? Oder ist das schon wieder ein Definitionsproblem *g* ?

Liebe Grüße von peas



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