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Das Leben der Nonnen

5. April um 10:54

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

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5. April um 19:28

Es gibt kein Problem. Wir wollen nur drueber reden. 

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5. April um 21:11
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

Ich denke die ganze Zeit, dass das irgendwie der falsche Ansatz ist, sich diesem Thema zu nähern! Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Überzeugung, das Richtige zu tun. Keine berufene Nonne wird das Gefühl haben, sie verzichte auf wichtige Dinge, wenn sie in ein Kloster eintritt und ihr Leben Gott widmet. Nonne sein ist kein Job, sondern Berufung aus allertiefster Überzeugung. 

Zum Verzicht: ich verstehe jeden Menschen, der es unnötig findet, sich zu kasteien und auf Dinge zu verzichten, die das Leben vereinfachen/verschönern/genussvoll machen. Diesen Menschen wird es auch nichts geben, zB die Fastenzeit mitzumachen. Ich verzichte manchmal ganz gern, auch außerhalb „vorgeschriebener“ Zeiten, finde es aber viel viel wichtiger, unnötigen Ballast zu verlieren im Sinne von Menschen und Gefühlen, die mich belasten. 

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8. April um 19:15

Könnte man dazu bitte einen eigenen Thread eröffnen, wenn da zum millionsten mal Diskussionsbedarf besteht? 

Hier gehts nicht um Muslime, Islam und Kopftücher. 

Ich wollte ein bisschen über den Lebensstil der Nonnen quatschen. Manches davon deckt sich mit anderen Religionen, klar, dass da auch was anderes zur Diskussion kommt, aber ihr weicht jetzt echt ab vom Thema. 

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5. April um 12:37
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

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Hallo Sakina. Die Nonnen leben in einer Gemeinschaft. Sie leben wie in einer großen Familie. Je nachdem was sie arbeiten haben sie auch viel Kontakt zu Menschen. Einsam sind die bestimmt nicht.
Es hat auch nicht jeder das Bedürfnis zu heiraten und einen Kinderwunsch scheinen auch immer weniger Menschen zu haben. Kann man also nicht so generell behaupten dass jedem diese Veranlagung innewohnt.

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5. April um 15:21
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

Verzicht kann es in vielen Bereichen geben. Nicht nur wenn es darum geht zu heiraten oder eine Familie zu gründen. Verzicht beginnt für mich persönlich mit Achtsamkeit, mir selbst gegenüber und der Umwelt. Aus Achtsamkeit entwickelt sich Dankbarbeit. Kaum jemand kann die Empfindungen beschreiben, die beim Essen eines Apfels entstehen. Es ist Normalität geworden, wir tun dies unbewusst. Man kann diese verlorengegangenen Empfindungen aber wieder neu erlernen. Die Einfachheit ist etwas Wunderbares, was zu entdecken sich lohnt. Durch Achtsamkeit entsteht Liebe, zuerst einem selbst gegenüber, dann seinen Mitmenschen und allen Dingen. Dadurch entsteht auch das Annehmen, wie etwas ist, ohne verändern zu wollen. Letztlich entsteht Demut, einfach nur zu sein. 

​Der Weg dorthin ist nicht immer einfach, weil der Mensch von Bedürfnissen und Wünschen geprägt ist. Wer sich allerdings mit diesem Thema länger beschäftigt erkennt den Grund hinter Wünschen und Bedürfnissen. So ist es leichter zu verzichten. Mein "Wunsch" wäre es in einem Schweigekloster "auf Zeit" einen Aufenthalt zu verbringen. Nichts lässt mich klarer denken wie Ruhe und Zurückgezogenheit. 

​Ob und inwieweit Menschen verzichten, oder welche Motivation dahintersteckt sollte individuell bleiben, weil jeder für sich entscheiden muss, was ihm oder ihr gut tut. 

 

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5. April um 18:28
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

Sehr gutes Thema. 

Ich habe ja schon mit vielen Nonnen zusammengearbeitet. Ich fand es immer sehr gut...auch mich dem Tagesablauf dieser Frauen anzupassen. Es ist trotz der Arbeit die sie hatten ein kontemplatives Leben. Es gibt im Tagesablauf Zeiten um ruhig zu werden, zu sich zu kommen, auch zu Gott zu kommen. 

Frueher wurden viele Frauen ins Kloster geschickt die das nicht wollten. Das war natuerlich falsch. Das Kloster war aber fuer andere Frauen die einzige Flucht, wenn sie nicht heiraten, Kinder bekommen usw. wollten.

Auch wenn Frauen frueher sich mehr bilden wollten war das Kloster der Weg das zu machen. 

Ich hatte eine Grosstante die im Kloster war. Ich habe sie immer als eine sehr glaeubige, in sich ruhende Frau wahrgenommen. Sie war in einem kontemplativen Orden.

Ich glaube auch, dass es sehr gut tut aus dem staendigen Konsum mal wenigstens teilweise auszusteigen. Ich versuche das in der Fastenzeit umzusetzen. Mir tut das gut. Es ist nicht nur ein koerperlicher Verzicht auf etwas. Es ist eine Zeit in sich zu gehen, sich inneren und spirituellen Dingen zuzuwenden.
 

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5. April um 19:24

Es ist ja auch so, dass sie nicht sofort eintreten. Sie haben so eine Art Probezeit um zu prüfen, ob es für sie der richtige Weg ist. Ich weiß nicht genau, wie man das nennt - Noviziat ?

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5. April um 19:28

Es gibt kein Problem. Wir wollen nur drueber reden. 

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5. April um 20:02
In Antwort auf shaun666

Verzicht kann es in vielen Bereichen geben. Nicht nur wenn es darum geht zu heiraten oder eine Familie zu gründen. Verzicht beginnt für mich persönlich mit Achtsamkeit, mir selbst gegenüber und der Umwelt. Aus Achtsamkeit entwickelt sich Dankbarbeit. Kaum jemand kann die Empfindungen beschreiben, die beim Essen eines Apfels entstehen. Es ist Normalität geworden, wir tun dies unbewusst. Man kann diese verlorengegangenen Empfindungen aber wieder neu erlernen. Die Einfachheit ist etwas Wunderbares, was zu entdecken sich lohnt. Durch Achtsamkeit entsteht Liebe, zuerst einem selbst gegenüber, dann seinen Mitmenschen und allen Dingen. Dadurch entsteht auch das Annehmen, wie etwas ist, ohne verändern zu wollen. Letztlich entsteht Demut, einfach nur zu sein. 

​Der Weg dorthin ist nicht immer einfach, weil der Mensch von Bedürfnissen und Wünschen geprägt ist. Wer sich allerdings mit diesem Thema länger beschäftigt erkennt den Grund hinter Wünschen und Bedürfnissen. So ist es leichter zu verzichten. Mein "Wunsch" wäre es in einem Schweigekloster "auf Zeit" einen Aufenthalt zu verbringen. Nichts lässt mich klarer denken wie Ruhe und Zurückgezogenheit. 

​Ob und inwieweit Menschen verzichten, oder welche Motivation dahintersteckt sollte individuell bleiben, weil jeder für sich entscheiden muss, was ihm oder ihr gut tut. 

 

Das hast du schön beschrieben. 

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5. April um 20:07

Meinungen sind auf jeden Fall erlaubt. 

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5. April um 20:15
In Antwort auf evaeden

Sehr gutes Thema. 

Ich habe ja schon mit vielen Nonnen zusammengearbeitet. Ich fand es immer sehr gut...auch mich dem Tagesablauf dieser Frauen anzupassen. Es ist trotz der Arbeit die sie hatten ein kontemplatives Leben. Es gibt im Tagesablauf Zeiten um ruhig zu werden, zu sich zu kommen, auch zu Gott zu kommen. 

Frueher wurden viele Frauen ins Kloster geschickt die das nicht wollten. Das war natuerlich falsch. Das Kloster war aber fuer andere Frauen die einzige Flucht, wenn sie nicht heiraten, Kinder bekommen usw. wollten.

Auch wenn Frauen frueher sich mehr bilden wollten war das Kloster der Weg das zu machen. 

Ich hatte eine Grosstante die im Kloster war. Ich habe sie immer als eine sehr glaeubige, in sich ruhende Frau wahrgenommen. Sie war in einem kontemplativen Orden.

Ich glaube auch, dass es sehr gut tut aus dem staendigen Konsum mal wenigstens teilweise auszusteigen. Ich versuche das in der Fastenzeit umzusetzen. Mir tut das gut. Es ist nicht nur ein koerperlicher Verzicht auf etwas. Es ist eine Zeit in sich zu gehen, sich inneren und spirituellen Dingen zuzuwenden.
 

Ich würde mich ja gerne mal mit einer Nonne unterhalten, kam bisher aber noch nicht dazu. 

Ich glaube bis in den 70ern, oder waren es sogar 90er? wurden in Irland z.B noch Frauen aus unterschiedlichen Gründen gezwungen ins Kloster zu gehen, wo sie dann aber nur bestraft wurden?! Es gibt ja auch einen Film darüber, grausam. 

Ich denke auch das so ein Lebensstil ziemlich viel innere Ruhe mit sich bringt, wenn man freiwillig und aus Überzeugung bei der Sache ist. 

In der muslimischen Fastenzeit merke ich auch wie gut Verzicht tut. 

Außerhalb der Fastenzeit verzichte ich aber auch auf so manches, wo ich denke braucht man nicht unbedingt, tut nicht gut. Wenn ich so zurück blicke, hab ich da schon einiges hinter mir gelassen. Verzicht hat auf jeden Fall eine sehr positive Seite. 

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5. April um 20:18
In Antwort auf daphne0105

Es ist ja auch so, dass sie nicht sofort eintreten. Sie haben so eine Art Probezeit um zu prüfen, ob es für sie der richtige Weg ist. Ich weiß nicht genau, wie man das nennt - Noviziat ?

Ja genau... 3 Jahre sind das glaube ich. Davor gibt es noch eine andere Phase, die ein halbes Jahr, bis zu einem Jahr andauern kann, je nach Orden. 
 

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5. April um 20:49

Heute Mittag habe ich ein Plakat gesehen, da ging es um die Gewinnung von Priestern, die aber kein Studium haben müssen, sondern die aus ganz normalen Berufen kommen können. Das nannte sich "Aus dem Beruf in die Berufung" oder so ähnlich.
Nicht uninteressant.

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5. April um 21:11
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

Ich denke die ganze Zeit, dass das irgendwie der falsche Ansatz ist, sich diesem Thema zu nähern! Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Überzeugung, das Richtige zu tun. Keine berufene Nonne wird das Gefühl haben, sie verzichte auf wichtige Dinge, wenn sie in ein Kloster eintritt und ihr Leben Gott widmet. Nonne sein ist kein Job, sondern Berufung aus allertiefster Überzeugung. 

Zum Verzicht: ich verstehe jeden Menschen, der es unnötig findet, sich zu kasteien und auf Dinge zu verzichten, die das Leben vereinfachen/verschönern/genussvoll machen. Diesen Menschen wird es auch nichts geben, zB die Fastenzeit mitzumachen. Ich verzichte manchmal ganz gern, auch außerhalb „vorgeschriebener“ Zeiten, finde es aber viel viel wichtiger, unnötigen Ballast zu verlieren im Sinne von Menschen und Gefühlen, die mich belasten. 

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5. April um 21:25
In Antwort auf sakina

Ich weiß gar nicht genau wie ich diesen Thread starten soll, vielleicht wird es etwas durcheinander, aber eventuell entwickelt sich ja trotzdem eine interessante Diskussion... 

Nonnen leben ja bekanntlich einen sehr starken Verzicht aus Überzeugung zu ihrem Glauben aus. Wie steht ihr denn zu dieser Form des Verzichts? Lebt ihr vielleicht sogar selbst eine bestimmte Form des Verzichts aus? 

Wir leben heute in einer totalen Konsumgesellschaft. Wir konsumieren und konsumieren. Ist da überhaupt noch jemand bereit Verzicht zu üben? Sei es aus religiösen oder aus anderen Gründen? Wissen wir überhaupt noch was genießen bedeutet und wie sich Dankbarkeit anfühlt, für die Dinge, die wir in Massen besitzen? 

Ich denke, dass Verzicht auf vieles unnötige was uns heute in Massen umgibt, sehr gesund sein kann. Ob der Lebensstil der Nonnen schon zu viel des guten ist? Das weiß ich nicht, aber inspirierend ist es schon. 

Mir stellt sich da nur die Frage, ob es wirklich gesund ist, wenn nicht geheiratet werden darf und keine Familie gegründet werden darf. Schließlich sehnt sich der Mensch nach Liebe zu einem Partner. Das ist unsere ganz natürliche Veranlagung. Sollte dies wirklich vollkommen unterdrückt werden? 

Lasst uns einfach unsere Gedanken austauschen.  
 

Wir hatten eine Nonne in der Familie, die Schwester meines Opas. Eine sehr nette alte Frau, die immer in schweren Momenten da war. Man hat ihr aber auch angemerkt, dass sie abgesichert war. Glaube auch das ist ein Grund für diese innere Ruhe die viele der Nonnen haben. Die "Irischen Probleme", wie für die Miete aufkommen fehlen. Besagte Nonne hat in ihrer, ich nenn es mal freien Zeit, übrigends im Kinderheim geholfen und ging 2 mal in der Woche zur Reitstunde in den örtlichen Reitverein. Also ganz Weltfremd sind sie nicht. Ob sie wirklich ein Verzicht leben wage ich auch zu bezweifeln. Zumindest wirkte es bei ihr nie so.

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5. April um 21:29
In Antwort auf thilda1978

Ich denke die ganze Zeit, dass das irgendwie der falsche Ansatz ist, sich diesem Thema zu nähern! Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Überzeugung, das Richtige zu tun. Keine berufene Nonne wird das Gefühl haben, sie verzichte auf wichtige Dinge, wenn sie in ein Kloster eintritt und ihr Leben Gott widmet. Nonne sein ist kein Job, sondern Berufung aus allertiefster Überzeugung. 

Zum Verzicht: ich verstehe jeden Menschen, der es unnötig findet, sich zu kasteien und auf Dinge zu verzichten, die das Leben vereinfachen/verschönern/genussvoll machen. Diesen Menschen wird es auch nichts geben, zB die Fastenzeit mitzumachen. Ich verzichte manchmal ganz gern, auch außerhalb „vorgeschriebener“ Zeiten, finde es aber viel viel wichtiger, unnötigen Ballast zu verlieren im Sinne von Menschen und Gefühlen, die mich belasten. 

Da hast du Recht. Ich hab gar keinen genauen Plan gehabt wie ich dieses Thema genau anfangen soll, von welchem Punkt aus ich überhaupt anfangen soll. Der Verzicht kam mir als erstes in den Sinn. 

Hab schon eeeewig keinen Thread mehr erstellt. Bin aus der Übung 

Eigentlich ist es ja zu aller erst die Liebe zu Gott, die eine Nonne dazu verleitet sich überhaupt auf diesen Weg zu begeben. Diese Liebe genügt ihnen und erfüllt sie. Ich denke, das ist der eigentlich wichtigste Punkt, worauf der ganze Lebensstil dann aufbaut, danach kommt erst der Verzicht und alles andere. 

Deinem letzten Satz kann ich mal sowas von zustimmen. Die falschen Menschen im Umfeld können der größte Ballast überhaupt sein, die negativen Gefühle kommen dann automatisch hinzu. 
 

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5. April um 21:33
In Antwort auf ray.

Wir hatten eine Nonne in der Familie, die Schwester meines Opas. Eine sehr nette alte Frau, die immer in schweren Momenten da war. Man hat ihr aber auch angemerkt, dass sie abgesichert war. Glaube auch das ist ein Grund für diese innere Ruhe die viele der Nonnen haben. Die "Irischen Probleme", wie für die Miete aufkommen fehlen. Besagte Nonne hat in ihrer, ich nenn es mal freien Zeit, übrigends im Kinderheim geholfen und ging 2 mal in der Woche zur Reitstunde in den örtlichen Reitverein. Also ganz Weltfremd sind sie nicht. Ob sie wirklich ein Verzicht leben wage ich auch zu bezweifeln. Zumindest wirkte es bei ihr nie so.

Das habe ich ja auch schon mal geschrieben. Sie müssen sich über sehr viele Sachen einfach keinen Kopf machen, die viele andere belasten: Wohnung finden und einrichten, was soll man anziehen, wie soll man sich die Frisur stylen, werde ich meinen Job behalten, wie lerne ich einen Partner kennen, ich werde nicht schwanger, wird meine Rente im Alter ausreichen usw.

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5. April um 21:35
In Antwort auf sakina

Da hast du Recht. Ich hab gar keinen genauen Plan gehabt wie ich dieses Thema genau anfangen soll, von welchem Punkt aus ich überhaupt anfangen soll. Der Verzicht kam mir als erstes in den Sinn. 

Hab schon eeeewig keinen Thread mehr erstellt. Bin aus der Übung 

Eigentlich ist es ja zu aller erst die Liebe zu Gott, die eine Nonne dazu verleitet sich überhaupt auf diesen Weg zu begeben. Diese Liebe genügt ihnen und erfüllt sie. Ich denke, das ist der eigentlich wichtigste Punkt, worauf der ganze Lebensstil dann aufbaut, danach kommt erst der Verzicht und alles andere. 

Deinem letzten Satz kann ich mal sowas von zustimmen. Die falschen Menschen im Umfeld können der größte Ballast überhaupt sein, die negativen Gefühle kommen dann automatisch hinzu. 
 

Ja, genau! Für dich, für mich, für wahrscheinlich die meisten Menschen hier wäre ein Leben als Nonne ein Verzicht. Nicht nur wegen des zölibatären Lebensstils, sondern wegen so vieler Kleinigkeiten, die wir als selbstverständlich betrachten, einer Nonne aber eben nicht zur Verfügung stehen. Die Nonne sieht das vermutlich ganz anders! 😁

Je älter ich werde, desto rigoroser werde ich in meinen Entscheidungen, was und wer mir gut tut. War ein langer Weg... 

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5. April um 21:35
In Antwort auf ray.

Wir hatten eine Nonne in der Familie, die Schwester meines Opas. Eine sehr nette alte Frau, die immer in schweren Momenten da war. Man hat ihr aber auch angemerkt, dass sie abgesichert war. Glaube auch das ist ein Grund für diese innere Ruhe die viele der Nonnen haben. Die "Irischen Probleme", wie für die Miete aufkommen fehlen. Besagte Nonne hat in ihrer, ich nenn es mal freien Zeit, übrigends im Kinderheim geholfen und ging 2 mal in der Woche zur Reitstunde in den örtlichen Reitverein. Also ganz Weltfremd sind sie nicht. Ob sie wirklich ein Verzicht leben wage ich auch zu bezweifeln. Zumindest wirkte es bei ihr nie so.

Da ist was dran...

Vermutlich empfinden viele ihren Verzicht auf etwas gar nicht mehr als Verzicht, wenn die richtige Motivation und Überzeugung dahinter steckt. Es ist dann einfach nur ein Teil eines individuellen Lebensstils. 

Ich würde bei einigen Dingen jetzt eigentlich auch nicht mehr sagen, dass ich darauf verzichte... Manches braucht man einfach nicht und diese Einsicht wird dann zur Normalität. 

Der Lebensstil einer Nonne ist ja eine Nummer größer. Wo ich einen riesen Verzicht sehe, sehen diese Frauen wahrscheinlich keinen Verzicht.

Als weltfremd würde ich das ganze auch nie betrachten. 

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5. April um 21:37
In Antwort auf daphne0105

Heute Mittag habe ich ein Plakat gesehen, da ging es um die Gewinnung von Priestern, die aber kein Studium haben müssen, sondern die aus ganz normalen Berufen kommen können. Das nannte sich "Aus dem Beruf in die Berufung" oder so ähnlich.
Nicht uninteressant.

Also ich finds gut...

aber geschult werden sie dann ja wahrscheinlich trotzdem mal ordentlich in diesem Bereich, oder?

Da hängt ja schon irgendwo auch eine Menge Wissen mit zusammen.
 

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5. April um 21:40
In Antwort auf sakina

Da ist was dran...

Vermutlich empfinden viele ihren Verzicht auf etwas gar nicht mehr als Verzicht, wenn die richtige Motivation und Überzeugung dahinter steckt. Es ist dann einfach nur ein Teil eines individuellen Lebensstils. 

Ich würde bei einigen Dingen jetzt eigentlich auch nicht mehr sagen, dass ich darauf verzichte... Manches braucht man einfach nicht und diese Einsicht wird dann zur Normalität. 

Der Lebensstil einer Nonne ist ja eine Nummer größer. Wo ich einen riesen Verzicht sehe, sehen diese Frauen wahrscheinlich keinen Verzicht.

Als weltfremd würde ich das ganze auch nie betrachten. 

Das ist grob gesagt das selbe, wenn du denkst ein Vegetarier empfindet seinen Verzicht auf Fleisch als etwas hartes. Ich mag Fleisch, könnte mir nie Vorstellen darauf zu verzichten aber ist es deswegen auch für die Vegetarier schlimm? Ich denke nicht.  

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5. April um 21:42
In Antwort auf sakina

Also ich finds gut...

aber geschult werden sie dann ja wahrscheinlich trotzdem mal ordentlich in diesem Bereich, oder?

Da hängt ja schon irgendwo auch eine Menge Wissen mit zusammen.
 

Das müssen sie natürlich ! Ich denke aber eigentlich nicht, dass man Hebräisch und Greichisch und Latein können muss, um ein guter Seelsorger zu sein. Im Theologiestudium ist das Pflicht.

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