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Darf man unschuldige Menschen opfern, um andere zu retten?

18. Oktober 2016 um 8:35

In dem gestrigen ARD-Film "Terror - Ihr Urteil" hatte ein Kampfpilot ein Passagierflugzeug abgeschossen, um einen Terroranschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern und stand deshalb vor Gericht. Anklage: Mehrfacher Mord.
Die zentrale Frage dieses fiktiven Films war: Darf man unschuldige Menschen opfern, um andere zu retten? Es ging um 164 Passagiere eines Flugzeugs, das ein Terrorist auf zehntausende Menschen in einem Stadion stürzen lassen wollte. Der Kampfpilot wog ab: 164 Menschenleben gegen 70000 Menschen und entschloss sich schweren Herzens zum Abschuss...
Nach dem Film durften die Zuschauer selbst über Recht und Unrecht entscheiden. Wie hättet ihr euch entschieden?

 

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18. Oktober 2016 um 9:09

Ich selbst hätte mich wie knapp 87 % der Zuschauer, die via Telefon oder Online darüber mitentscheiden konnten, für den Abschuss entschieden...

Der Ex-Innenminister Gerhard Baum mimte in der nachfolgeden Diskussion bei "Hart aber fair" den "Moralapostel" und meinte, man könne - und dürfe! - nicht Menschenleben gegeneinander aufwiegen...

Was das Abwägen in solchen Extremsituationen betrifft, so bin ich der Meinung: Man kann, darf... und tut es schon seit Menschengedenken, da es sich um eine völlig natürliche und menschliche Handlungsweise handelt. Der Mensch wägt Menschleben ab! 

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18. Oktober 2016 um 9:18

Für mich, wie für die meisten Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz war der Fall glasklar. Eine sicherlich sehr schwere aber absolut richtige Entscheidung. Die 164 Menschen wären so oder so wenige Minuten später gestorben. Die Möglichkeit in 13 Minuten 70.000 Menschen zu evakuieren, sehe ich nicht. Außerdem hätte alles andere Schwäche gezeigt. Für die Terroristen ein Freifahrtschein mehr unschuldige Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. 

Der Film war im Vorfeld sehr umstritten. Man will vermutlich ein Gesetz ändern in Vorbereitung auf bevorstehenden Terror und hat sich auf diese unverfängliche Art, die Meinung der Bevölkerung dazu eingeholt.
 

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18. Oktober 2016 um 9:32

Todesstrafe??? Ich verstehe den Zusammenhang nicht. 

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18. Oktober 2016 um 9:51

Halte ich für Unsinn.

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18. Oktober 2016 um 9:57
In Antwort auf amal798

Für mich, wie für die meisten Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz war der Fall glasklar. Eine sicherlich sehr schwere aber absolut richtige Entscheidung. Die 164 Menschen wären so oder so wenige Minuten später gestorben. Die Möglichkeit in 13 Minuten 70.000 Menschen zu evakuieren, sehe ich nicht. Außerdem hätte alles andere Schwäche gezeigt. Für die Terroristen ein Freifahrtschein mehr unschuldige Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. 

Der Film war im Vorfeld sehr umstritten. Man will vermutlich ein Gesetz ändern in Vorbereitung auf bevorstehenden Terror und hat sich auf diese unverfängliche Art, die Meinung der Bevölkerung dazu eingeholt.
 

Wie du meinem Statement entnehmen kannst, ist für mich die Entscheidung des Kampfpiloten zum Abschuss die einzig richtige!

Aber, was ich mich frage: Wie hätte er - wie sollte er! - handeln, wenn sich in dem Flugzeug seine eigene Familie, Frau und Kinder, befunden hätte...?

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18. Oktober 2016 um 10:05

Dein Kollege will wahrscheinlich auf das biblische "Du sollst nicht töten" raus...

Konfrontiere ihn mal mit der Situation, dass er nur seine Familie retten könne, wenn er dafür Menschen töten müsste...

Ich wäre mal auf seine Antwort gespannt...

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18. Oktober 2016 um 10:20
In Antwort auf herrentag

Wie du meinem Statement entnehmen kannst, ist für mich die Entscheidung des Kampfpiloten zum Abschuss die einzig richtige!

Aber, was ich mich frage: Wie hätte er - wie sollte er! - handeln, wenn sich in dem Flugzeug seine eigene Familie, Frau und Kinder, befunden hätte...?

Diese Frage haben mein Mann und ich gestern noch lange diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Mann/Soldat dieses Formats nach einem kurzem Zögern genau dieselbe Entscheidung getroffen hätte. Vielleicht ist es Wunschdenken, aber wird ein Soldat nicht genau dazu ausgebildet? Er muss in der Lage sein, Persönliches auszublenden und rationale Entscheidungungen zu treffen. Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht so aus, aber ich vermute, dass nur sehr starke Persönlichkeiteiten die Chance bekommen einen Kampfjet (heißen die so?) zu fliegen. Das kam auch im Film zur Sprache. Und während der Verhandlung hat er logischerweise diese Frage nicht beantworten können. Seine Frau saß da und schaute ihn mit großen Augen an. 

Naja, ich denke man kann auf diese Frage nicht pauschal antworten. 

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18. Oktober 2016 um 10:26
In Antwort auf herrentag

Wie du meinem Statement entnehmen kannst, ist für mich die Entscheidung des Kampfpiloten zum Abschuss die einzig richtige!

Aber, was ich mich frage: Wie hätte er - wie sollte er! - handeln, wenn sich in dem Flugzeug seine eigene Familie, Frau und Kinder, befunden hätte...?

na wie hätte er entscheiden sollen, wenn sich seine eigene Familie im Flugzeug befindet?
Auch wenn die zu diesem Zeitpunkt noch in der Luft sind, sie sind schon tot.
Die Insassen im Flugzeug kann man in dieser Situation nicht mehr retten, von daher ist für mich das Argument "Leben gegeneinander aufwiegen" auch schon erledigt. Man wiegt nichts gegeneinander auf, da man sich ja nicht zwischen "im Flugzeug" und "in der Stadt" entscheidet. Man entscheidet "nur" "im Flugzeug und in der Stadt" oder "nur im Flugzeug".

In diesem Falle finde ich das also nicht grenzwertig.

Das geht sicherlich auf einem wesentlich schmaleren Grat, wenn man tatsächlich "entweder oder" entscheiden müsste - und das ist dann wohl keine Frage, die man in der Theorie und allgemein beantworten kann.

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18. Oktober 2016 um 10:38

Du hast Recht; in diesem Fall wäre diese Variante tatsächlich hypothetisch, da die Insassen in der Maschine allesamt ja "todgeweiht" sind.

Dennoch würde es ihm mit Sicherheit schwerer fallen, den Abzug zu drücken....

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18. Oktober 2016 um 13:36

das wäre aber das gegenteilige Ergebnis vom Film?

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18. Oktober 2016 um 13:52

Das ist nicht richtig. Nach den Theatervorstellungen haben "nur" 60% für nicht schuldig gestimmt. 

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18. Oktober 2016 um 14:20

ja, wundert mich weniger - andere Gruppenstruktur der "Schöffen".
Die Antwort auf eine Frage hängt doch immer sehr davon ab, wen man fragt
Sieht man noch deutlicher im internationalen Vergleich => http://terror.theater/

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18. Oktober 2016 um 20:17

Das ist ein Dilemma, was gerade hier in Deutschland quasi "hausgemacht ist. US-Piloten wüssten, dass sie uneingeschränkte "Rückendeckung" durch ihr Land haben. Solch einen Patriotismus hätte ich mir mal hier in Deutschkand gewünscht...

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18. Oktober 2016 um 21:54

Aber durch den abschuss wären sie nicht gestorben, im Endeffekt gehts ja darum ob man dazu bereit wäre solch eine Entscheidung zu treffen, wenn eure Kinder in diesem Stadion gewesen wären was dann? Riskieren das die Terroristen den Schwanz noch einziehen? Beten? Das moralische Dilemma ist ja das worum es geht. Aber wenn dieser Pilot verurteilt wird muß jeder Soldat der in einem Kampfeinsatz ein Menschenleben nimmt egal welcher Nation verurteilt werden. Terror findet im Kopf statt.

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18. Oktober 2016 um 22:28
In Antwort auf herrentag

In dem gestrigen ARD-Film "Terror - Ihr Urteil" hatte ein Kampfpilot ein Passagierflugzeug abgeschossen, um einen Terroranschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern und stand deshalb vor Gericht. Anklage: Mehrfacher Mord.
Die zentrale Frage dieses fiktiven Films war: Darf man unschuldige Menschen opfern, um andere zu retten? Es ging um 164 Passagiere eines Flugzeugs, das ein Terrorist auf zehntausende Menschen in einem Stadion stürzen lassen wollte. Der Kampfpilot wog ab: 164 Menschenleben gegen 70000 Menschen und entschloss sich schweren Herzens zum Abschuss...
Nach dem Film durften die Zuschauer selbst über Recht und Unrecht entscheiden. Wie hättet ihr euch entschieden?

 

Reinste Spekulation.
Ich guck mir diese Laber-Sendungen schon ewig nicht mehr an.
Was wäre wenn, ja Europäische Terroristen  werden wohl kaum mehr in der Lage sein   in Stadien bei  der nächsten Fussball-WM in Katar Kamikaze-Flüge zu veranstalten.

 

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18. Oktober 2016 um 22:29
In Antwort auf herrentag

In dem gestrigen ARD-Film "Terror - Ihr Urteil" hatte ein Kampfpilot ein Passagierflugzeug abgeschossen, um einen Terroranschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern und stand deshalb vor Gericht. Anklage: Mehrfacher Mord.
Die zentrale Frage dieses fiktiven Films war: Darf man unschuldige Menschen opfern, um andere zu retten? Es ging um 164 Passagiere eines Flugzeugs, das ein Terrorist auf zehntausende Menschen in einem Stadion stürzen lassen wollte. Der Kampfpilot wog ab: 164 Menschenleben gegen 70000 Menschen und entschloss sich schweren Herzens zum Abschuss...
Nach dem Film durften die Zuschauer selbst über Recht und Unrecht entscheiden. Wie hättet ihr euch entschieden?

 

Ja, ich hätte auch so entschieden wie die Mehrheit! 
In einer solchen Situation gibt es nicht wirklich eine richtige Entscheidung!
Natürlich sind die Konsequenzen des Abschusses des Fliegers katastrophal, aber hätte er nicht so gehandelt,  wären mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit noch weit mehr Menschen ums Leben gekommen. Denn die Theorie der Anklage, dass die Menschen in dem Flieger noch auf irgend eine Weise hätten gerettet werden können, fande ich (leider) extrem unwahrscheinlich.

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18. Oktober 2016 um 22:59

Kennst du den Unterschied zwischen Mord und einer Tötung?

Lass uns mal darüber philosophieren bzw. auch gerne moralischen...

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18. Oktober 2016 um 23:03

Wie ich bemerke, hast du nicht die geringste Ahnung bezüglich einer solchen Thematik. Jeder Soldat entscheidet UND führt Befehle aus...

Nur ein Moralapostel folgt blind seinem befehlenden Gewissen.....

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18. Oktober 2016 um 23:08
In Antwort auf herrentag

In dem gestrigen ARD-Film "Terror - Ihr Urteil" hatte ein Kampfpilot ein Passagierflugzeug abgeschossen, um einen Terroranschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern und stand deshalb vor Gericht. Anklage: Mehrfacher Mord.
Die zentrale Frage dieses fiktiven Films war: Darf man unschuldige Menschen opfern, um andere zu retten? Es ging um 164 Passagiere eines Flugzeugs, das ein Terrorist auf zehntausende Menschen in einem Stadion stürzen lassen wollte. Der Kampfpilot wog ab: 164 Menschenleben gegen 70000 Menschen und entschloss sich schweren Herzens zum Abschuss...
Nach dem Film durften die Zuschauer selbst über Recht und Unrecht entscheiden. Wie hättet ihr euch entschieden?

 

Kann das wirklich sein, das Kampfjets soooo schnell an diesem Ort sein können .. Also irgendwie informiert wurden.... aber es keine Zeit gibt, die Menschen im Stadium so schnell wie es geht zu evakuieren. 
Nein, im Ernst bei welchem Anschlag bis heute waren so schnell Kampfjets zu Gegend? 

Darüber zu entscheiden, ob diese Menschen tatsächlich in wenigen Minuten gestorben wären, kann trotzdem nicht zu 100% angekommen werden.

Ich sage nein, das Kampfjet sollte keine unschuldigen Menschen auf dem Gewissen haben.

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