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Darf die Miete die Hälfte meines Nettoeinkommens betragen?

8. August 2017 um 21:34

Hallo, eigentlich darf die Miete nicht dermaßen hoch sein, aber hier in  Großstadtnähe ist das nicht anders machbar. Was meint ihr? 

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9. August 2017 um 8:36

Ich hab jahrelang in Wohnungen gewohnt, die mehr als die Hälfte meines Einkommens ausgemacht haben. Solange man sonst bescheiden lebt, ist das doch kein Problem. Da muss man einfach Prioritäten setzen.

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9. August 2017 um 11:05

Dass musst du bzw. jeder für sich selbst entscheiden.
Ist ja auch vom eigenen Budget und den Ansprüchen an die Wohnsituation abhängig.

Ich hätte für Mieten keine Lust, die Hälfte meines Nettos rauszuhauen. Da würd ich eher versuchen, einen Kompromiss zu finden, vllt paar Ansprüche runterdrehen, o.ä.
Eigentum wär ne andere Sache.

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9. August 2017 um 14:13
In Antwort auf flammenwerfer20

Hallo, eigentlich darf die Miete nicht dermaßen hoch sein, aber hier in  Großstadtnähe ist das nicht anders machbar. Was meint ihr? 

ist in vielen Großstädten so, dass man in der Stadt und unmittelbar am Stadtrand nicht mehr wohnen kann, wenn man nicht super verdient.

Was heißt da "darf"? Da wurde schon mit paar Gesetzen versucht, daran herumzubasteln, einige Städte haben versucht, das zu ändern (von Berlin kenne ich da einige Versuche) - alles samt gescheitert und ich sehe nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.

Also geht es wohl noch längere Zeit vielen wie mir: 1.5h Arbeitsweg je Richtung - und da bin ich hier in München mit "nur" 75km Arbeitsweg noch lange, lange nicht am oberen Ende der Skala. Aber das ist meine Entscheidung, ich könnte auch einen geringer bezahlten Job in der Nähe meiner Wohnung suchen oder eine sehr viel kleinere und sehr viel schlechtere Wohnung, die näher an meinem Arbeitsort ist.

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9. August 2017 um 15:31

nicht nur die Mietpreisbremse, aber die auch. Da fallen mir spontan Stichworte wie  das Thema "Betongold" Dank Null-Zins-Politik ein, fehlender Sozialwohnungsbau, die ganze Nummer mit der Energiewende, die erst einmal vor allem verdammt hohe Kosten verursacht hat - das sind schon einmal große politische Themen, die nur bedingt in der Hand von Vermietern und Mietern liegen. Mit den Gesetzen sollte das theoretisch abgefangen werden, nur das hat irgendwie nicht so prima geklappt ... ^^

Und ja, dass es Gründe hat, dass diese Instrumente versagen, genau wie auch städtische Initiativen (wie in Berlin beispielsweise die Auseinandersetzung mit den Ferienwohnungsanbietern und diverse Initiativen zur schnelleren Genehmigung beim Bau neuer Wohnungen) ins Leere laufen, sehe ich durchaus - und genau deswegen erwarte ich in absehbarer Zeit keine Verbesserung der Lage.

Von "nur die Vermieter schuld" bin ich keine Sekunde ausgegangen, sorry, wenn das so 'rüber kam.

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9. August 2017 um 16:11

Die Auseinandersetzung zu den Ferienwohnungen habe ich schon nachvollziehen können, da geht realer Wohnraum verloren und nicht wenig - und Wohnqualität auch.

Inverstieren - ja da tut Berlin beispielsweise einiges. Die bemühen sich beispielsweise (und nein, nicht erfolglos!) die Anträge für Neubauten sehr zu beschleunigen. Nur dass dann da dennoch nicht gebaut wird. Denn sobald der Investor den ganzen Papierkrieg durch hat, ist das Grundstück dank vorliegender Baugenehmigung und verstrichener Zeit (und der allgemeinen Preisentwicklung, die nun einmal nicht abwärts geht) so viel mehr wert, dass der auf einmal unmoralische Angebote für den Verkauf des Grundstückes bekommt... Und so gibt es an allen Ecken und Enden in Berlin Grundstücke, wo es seit Jahren Baugenehmigungen für gibt - und dennoch keine Wohnungen hin kommen. Was das für die Mieten bedeutet, WENN dann mal genaut wird, ist wohl auch klar.

Dann gibt es natürlich auch überall noch die Fälle, wo sich die Anwohner in der Nachbarschaft mit Zähnen und Klauen gegen einen neuen Block mit Wohnungen wehren (und das dürfte auch und vor allem auf sozialen Wohnungsbau zutreffen).

Dann haben finanziell klamme Städte natürlich in den letzten Jahren viele städtische Grundstücke versilbert - alte Kasernengelände beispielsweise, wo jetzt und heute keiner mehr Sozialwohnungen drauf bauen kann. Auch nicht nur die Schuld der Politiker, weniger Steuern und nicht so klamme Kassen und Geld, was man wo anders hin stecken kann, bringt nun einmal mehr Kreuzchen auf den Stimmzetteln als sozialer Wohnungsbau.

Ja, das Thema ist beliebig komplex. Da gibt es keinen klaren Schuldigen und schon gar keine einfache Lösung.

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9. August 2017 um 16:40

dass es in München genauso brennt weiß ich, da arbeite ich und da fahre ich seit 8 Jahren jeden Arbeitstag 1.5h je Richtung hin, weil Wohnung hier - nicht bezahlbar für mich. Also zumindest keine, in der ich auch wohnen möchte.
Dass es in zig anderen Städten nicht anders ist, weiß ich auch.

Berlin war und ist aber die "Stadt meines Herzens" weswegen ich das da aktiver verfolge und es mich auch mehr betrifft und interessiert als in München.

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9. August 2017 um 17:42
In Antwort auf flammenwerfer20

Hallo, eigentlich darf die Miete nicht dermaßen hoch sein, aber hier in  Großstadtnähe ist das nicht anders machbar. Was meint ihr? 

Soviel ich weiss nicht. Die goldene Regel lautet: max 1/3 Deines Arbeitseinkommens soll die Miete betragen (inkls. NK) Ansonsten musst Du wahrschienlich auf vieles verzichten.
 

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9. August 2017 um 17:43
In Antwort auf sechsundachtzig

Dass musst du bzw. jeder für sich selbst entscheiden.
Ist ja auch vom eigenen Budget und den Ansprüchen an die Wohnsituation abhängig.

Ich hätte für Mieten keine Lust, die Hälfte meines Nettos rauszuhauen. Da würd ich eher versuchen, einen Kompromiss zu finden, vllt paar Ansprüche runterdrehen, o.ä.
Eigentum wär ne andere Sache.

Der gleichen Meinung bin ich auch. Nur für die Miete zu arbeiten macht kein Spaß.

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10. August 2017 um 7:51
In Antwort auf mrcool11

Soviel ich weiss nicht. Die goldene Regel lautet: max 1/3 Deines Arbeitseinkommens soll die Miete betragen (inkls. NK) Ansonsten musst Du wahrschienlich auf vieles verzichten.
 

ansonsten wird vielleicht auch der Vermieter nein sagen, die wollen ja nicht umsonst die Lohnzettel meistens sehen - und der Vermieter macht sich dann auch so seine Gedanken darum, ob der Mieter in Spe die Miete auch auf Dauer zahlen kann.

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10. August 2017 um 8:00

10-20km außerhalb der Stadt sind die Mieten gesunken? Na nicht in München.
Such mal spaßeshalber im Umkreis von München ^^
Für 3-4 Zimmer und um die 100 m^2 bist Du da mit 800-1000 kalt dabei. Selbst da, wo Du erst einmal 10-20km zum nächsten Bahnhof fahren musst, von wo aus Dich dann ein Zug bis München bringen könnte, sind es 700 aufwärts - und das ist in den letzten 5 Jahren gestiegen, weil immer mehr ins Umland ziehen (müssen).

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14. August 2017 um 7:57

ich hatte das eigentlich so in Erinnerung, dass bei den Ösis die Mieten deutlich niedriger sind als bei uns (dafür u.a. Lebensmittel teuerer) - hat sich das geändert oder liege ich einfach nur falsch?

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14. August 2017 um 11:44
In Antwort auf flammenwerfer20

Hallo, eigentlich darf die Miete nicht dermaßen hoch sein, aber hier in  Großstadtnähe ist das nicht anders machbar. Was meint ihr? 

Ja wie du schon sagst ist die Hälfte deines Nettoeinkommens für die Miete eigentlich zu hoch. Normalerweise sagt man, dass die Miete nicht viel mehr als 1/3 übersteigen sollte.
Aber ja in vielen Metropolen ist das kaum mehr machbar bei einem "normalen" Verdienst - wenn man nicht gerade irgendeine Bruchbude haben will.

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14. August 2017 um 15:56

wohl kaum ein Zufall, Du bist doch Karin, oder?
Hast Du Dir doch hart erarbeitet, dieses Privileg.
Hast ja mehr als ein Jahr eifrig und engagiert gearbeitet, bis Du es Dir endlich verdient hattest. - und arbeitest weitere 2? 3? Jahre später immer noch daran... Fleiss lohnt wohl doch.

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18. August 2017 um 20:27
In Antwort auf avarrassterne1

ich hatte das eigentlich so in Erinnerung, dass bei den Ösis die Mieten deutlich niedriger sind als bei uns (dafür u.a. Lebensmittel teuerer) - hat sich das geändert oder liege ich einfach nur falsch?

Ich glaube du hast dich einfach mit der oben genannten Miete ziemlich vertan. 800 kalt für 4 Zimmer 10-20 km außerhalb - bist du sicher? Ich kann das irgendwie nicht ganz glauben.

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19. August 2017 um 7:03
In Antwort auf soncherie

Ich glaube du hast dich einfach mit der oben genannten Miete ziemlich vertan. 800 kalt für 4 Zimmer 10-20 km außerhalb - bist du sicher? Ich kann das irgendwie nicht ganz glauben.

Ich find das eigentlich noch untertrieben. Wir wohnen am Stadtrand einer Kleinstadt und wir zahlen 700 kalt für zweieinhalb Zimmer.

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19. August 2017 um 8:16
In Antwort auf soncherie

Ich glaube du hast dich einfach mit der oben genannten Miete ziemlich vertan. 800 kalt für 4 Zimmer 10-20 km außerhalb - bist du sicher? Ich kann das irgendwie nicht ganz glauben.

schau halt selbst ^^
3min bei irgend einem der Wohnungssuche - Portale, gib mal München und 30km Umkreis ein...

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19. August 2017 um 11:11
In Antwort auf avarrassterne1

schau halt selbst ^^
3min bei irgend einem der Wohnungssuche - Portale, gib mal München und 30km Umkreis ein...

Ich wohne in München, viele Freunde im Umland, ich kriege das Drama permanent live mit. Die meisten Wohnungen schaffen es gar nicht bis in die Anzeigen und der genannte Preis kommt mir arg günstig vor.

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24. August 2017 um 21:01
In Antwort auf flammenwerfer20

Hallo, eigentlich darf die Miete nicht dermaßen hoch sein, aber hier in  Großstadtnähe ist das nicht anders machbar. Was meint ihr? 

Manchmal ist das eben so, sollte aber nicht sein. Bei meinem Mann und mir war das für viele Jahre nicht anders (ein Gehalt gerechnet).

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25. August 2017 um 8:45
In Antwort auf soncherie

Ich wohne in München, viele Freunde im Umland, ich kriege das Drama permanent live mit. Die meisten Wohnungen schaffen es gar nicht bis in die Anzeigen und der genannte Preis kommt mir arg günstig vor.

ja, ich hatte Dich so verstanden, dass Dir das zu teuer vorkommt... mea culpa.
Stimmt, es ist sehr günstig und die Regel sicher nicht. Und das ist dann auch nix mit "SBahn / Regionalzug gleich in der Nähe und Einkaufsmgl. ums Eck etc. " ... Eher wie bei uns: noch nicht mal einen Bäcker im Ort, gutes Stück zum Zug, ...
Wenn man dann aber das durchschnittliche Netto-Einkommen heranzieht, wird es mit der 1/3 Regel selbst im Umland schnell knapp, von MUC - Stadt nicht zu reden. Die meisten wohnen sehr, sehr viel weiter draußen als 30km...

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