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Corona und die Fleischfabriken

24. Juni um 23:09 Letzte Antwort: 30. Juni um 19:29

Eigentlich war es längst überfällig, vor etlichen Wochen, am Anfang der Pandemie war es in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Niedersachsen zu einer hohnen Infektionskette unter den Arbeitern gekommen. Die Politik und die Behörden haben scheinbar nichts daraus gelernt, sonst hätten sie gewarnt sein müssen und sämtliche Schlachthöfe und ähnliche Betriebe genauestens auf Einhaltung der Vorschriften zu Corona überprüfen müssen. Das ist wohl so nicht geschehen, deshalb ist ein vergleichbares Szenario in dem Tönnies- Betrieb ausgebrochen. Aber wie es in der Realität so oft ist, muss sich eine Situation häufig erst krisenhaft zuspitzen, bis von Seiten der Behörden und der Politik reagiert wird.
So geschehen jetzt bei dem Thema Billigfleisch und Massentierhaltung. Denn nur aus diesem Grunde sind die Versäumnisse zu beklagen, dass Billiglöhner als Fremdarbeiter so ausgenutzt werden, dass sie sich nicht ausreichennd vor Ansteckung schützen können und so das Corona- Geschehen wieder stark aufleben lassen.
Die Corona- Krise wirft ein Schlaglicht auf Zustände in der fleischverabeitenden Industrie , die uns allen längst bewusst sein muss, aber durch Bequemlichkeit und den Kauf von billiger Massenware verdrängt wurde. 
Ich freue mich über weitere Meinungen zu diesem Thema !      

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Beste hilfreiche Antwort

26. Juni um 10:42
Beste Antwort

Zur Information: Vor dem Branchengespräch zur Nutztierhaltung und der Lage in der Fleischindustrie, vor allem auch unter dem Hintergrund, der erneuten starken Ausbrüche der Corona -Infektionen dort, hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner ( CDU ) ein Preisaufschlag von 40 Cent pro KG Fleisch angeregt.
Das ist meiner Meinung nach, viel zu wenig, um die Misstände in der Fleischindustrie und die Situation bei der Nutztierhaltung zu verbessern.
Ich bin für einen preislichen Aufschlag, den der Verbraucher richtig zu spüren bekommt, damit mal der übermäßige Fleischkonsum etwas eingedämmt wird.
Bei schönen Wetter, wie wir es in den letzten Jahren oft haben, wird viel zu viel und zu oft gegrillt und damit der Massentierhaltung durch billiges Fleisch, Vorschub geleistet.
Davon müssen wir wegkommen. Und das geht nur mit erhöhten Verbraucherpreisen.
Was Julia Klöckner fordert, ist viel zu wenig.
Die Massentierhaltung bei Rind, Schwein und Geflügel ist ein schreckliche Sünde, den Tieren gegenüber und muss abgeschafft werden. 
Ich bin schon etwas älter, wir haben früher auch nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch bekommen, sondern nur an Sonn- und Feiertagen . Und wir sind auch nicht deswegen gestorben.            
Im übrigen gehöre ich nicht zu den Vegetariern und auch nicht zu den Veganern.
Ich esse, zwar sehr selten, auch gerne mal ein Stück Fleisch. Aber dann wird darauf geachtet, wo das Fleisch herkommt und die Quallität und nicht der Preis.
Und dann nur Fleisch vom Bio- Metzger! Nicht vom Discounter aus der Massentierhaltung!   

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25. Juni um 13:40

na ja, für uns ist es nicht gefährlich, da das fleisch ja gekocht wird. Durch die kühl feuchten Bedigungen verbreitet sich das Virus aber natürlich schnell. Und die Mitarbeiter werden total schlecht untergebracht. Es wundert mich echt nicht...

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25. Juni um 23:14
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In Antwort auf seoultownroad

na ja, für uns ist es nicht gefährlich, da das fleisch ja gekocht wird. Durch die kühl feuchten Bedigungen verbreitet sich das Virus aber natürlich schnell. Und die Mitarbeiter werden total schlecht untergebracht. Es wundert mich echt nicht...

Da hast Du Recht, diese Mitarbeiter sind oft aus Osteuropa, werden hier ganz schön ausgenutzt und müssen sich dann noch mit 8 bis 10 Mann ein Zimmer teilen. 
Und die Entlohnung ist karg bemessen, aber für diese Menschen bedeutet es :
In ihrer Heimat können sie davon ganz gut leben und ihre Familien damit versorgen. 
Trotzdem ist dieses System nicht in Ordnung und gehört zum ausufernden Kapitalismus. 
Der Virus hat so auch ein leichtes Spiel, sich wieder auszudehnen und das nur, weil manche Unternehmer den Hals nicht voll bekommen.
So auch dieser Fleischfabrikant aus dem westfälischen Warendorf.

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26. Juni um 10:42
Beste Antwort

Zur Information: Vor dem Branchengespräch zur Nutztierhaltung und der Lage in der Fleischindustrie, vor allem auch unter dem Hintergrund, der erneuten starken Ausbrüche der Corona -Infektionen dort, hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner ( CDU ) ein Preisaufschlag von 40 Cent pro KG Fleisch angeregt.
Das ist meiner Meinung nach, viel zu wenig, um die Misstände in der Fleischindustrie und die Situation bei der Nutztierhaltung zu verbessern.
Ich bin für einen preislichen Aufschlag, den der Verbraucher richtig zu spüren bekommt, damit mal der übermäßige Fleischkonsum etwas eingedämmt wird.
Bei schönen Wetter, wie wir es in den letzten Jahren oft haben, wird viel zu viel und zu oft gegrillt und damit der Massentierhaltung durch billiges Fleisch, Vorschub geleistet.
Davon müssen wir wegkommen. Und das geht nur mit erhöhten Verbraucherpreisen.
Was Julia Klöckner fordert, ist viel zu wenig.
Die Massentierhaltung bei Rind, Schwein und Geflügel ist ein schreckliche Sünde, den Tieren gegenüber und muss abgeschafft werden. 
Ich bin schon etwas älter, wir haben früher auch nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch bekommen, sondern nur an Sonn- und Feiertagen . Und wir sind auch nicht deswegen gestorben.            
Im übrigen gehöre ich nicht zu den Vegetariern und auch nicht zu den Veganern.
Ich esse, zwar sehr selten, auch gerne mal ein Stück Fleisch. Aber dann wird darauf geachtet, wo das Fleisch herkommt und die Quallität und nicht der Preis.
Und dann nur Fleisch vom Bio- Metzger! Nicht vom Discounter aus der Massentierhaltung!   

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30. Juni um 19:14
In Antwort auf sitruuna2

Eigentlich war es längst überfällig, vor etlichen Wochen, am Anfang der Pandemie war es in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Niedersachsen zu einer hohnen Infektionskette unter den Arbeitern gekommen. Die Politik und die Behörden haben scheinbar nichts daraus gelernt, sonst hätten sie gewarnt sein müssen und sämtliche Schlachthöfe und ähnliche Betriebe genauestens auf Einhaltung der Vorschriften zu Corona überprüfen müssen. Das ist wohl so nicht geschehen, deshalb ist ein vergleichbares Szenario in dem Tönnies- Betrieb ausgebrochen. Aber wie es in der Realität so oft ist, muss sich eine Situation häufig erst krisenhaft zuspitzen, bis von Seiten der Behörden und der Politik reagiert wird.
So geschehen jetzt bei dem Thema Billigfleisch und Massentierhaltung. Denn nur aus diesem Grunde sind die Versäumnisse zu beklagen, dass Billiglöhner als Fremdarbeiter so ausgenutzt werden, dass sie sich nicht ausreichennd vor Ansteckung schützen können und so das Corona- Geschehen wieder stark aufleben lassen.
Die Corona- Krise wirft ein Schlaglicht auf Zustände in der fleischverabeitenden Industrie , die uns allen längst bewusst sein muss, aber durch Bequemlichkeit und den Kauf von billiger Massenware verdrängt wurde. 
Ich freue mich über weitere Meinungen zu diesem Thema !      

Das ist doch ganz einfach, kauf es nicht mehr. Problem erledigt 

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30. Juni um 19:29
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In Antwort auf lebkuacha

Das ist doch ganz einfach, kauf es nicht mehr. Problem erledigt 

Das sollte man der Allgemeinheit sagen, aber die stört sich nicht daran und konsumiert weiter wie bisher.
Ich habe ja schon gesagt, dass ich sehr selten Fleisch esse und dann aber kein Billigfleisch vom Discounter kaufe , sondern hochwertige Ware vom Bio-Metzger bevorzuge und dadurch weiss, dass es nicht von der Massentierhaltung stammt!  

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