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come to the dark side - we have cookies

17. Juli 2017 um 2:58

Es ist ja nicht meine Meinung, sondern das, was die konfuzianische Lehre sagt.
Einige Hinduisten sind auch so drauf - sich von allem irdischen zu lösen - was natuerlich fuer ihre Familien nicht sehr feierlich ist.

Ich denke, teilweise kann man es schon anwenden. Aber so ganz orthodox will das vielleicht niemand (von uns) - denn eigentlich keiner möchte auf Liebe verzichten und das müsste man, wenn man es knallhart durchzieht.

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17. Juli 2017 um 8:43

die Frage, ob ich Autist bin, wurde in dem anderen Thread ja auch schon gestellt. Ich kann nur sagen: auch wenn ich mich in einigem wieder erkenne: lt. Diagnostik bin ich es wohl nicht.

Wie dem auch sei: ich denke und fühle an zu vielen Punkten anders, so dass für mich vieles zu unverständlich ist und ich so manche erwartete (und teilweise sozial und gesellschaftlich notwendige) Reaktion kann ich ohne reine und nackte Schauspielerei halt nicht "liefern".

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17. Juli 2017 um 8:50

sehe ich auch so Gut gehen lassen im Urlaub und auch mal Seele (und Kontrolle) in Ruhe baumeln lassen, ist da eigentlich wichtig.

@immim1: da ich es erst nachgelesen habe: Völlerei ist keine Todsünde. Habe ich auch immer gedacht, dass Hochmut, Geiz, ... und eben Völlerei die Todsünden wären. Ist aber nicht so, die christliche Religion sieht darin eigentlich die schlechten Charaktereigenschaften, die zu den Todsünden (was eigentlich Verstoße gegen die 10 Gebote sind, also Mord, Ehebruch, Abfall vom Glauben, ... sind) führen würden.

Aber da schließt sich wieder der Kreis zum Thema des Threads: wenn wir alle 365 Tage im Jahr nett und asketisch leben würden, wären wir glaub ich im besten Falle unausstehlich

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17. Juli 2017 um 8:54

Der Konsum ist bewußter Genuß von Schönheit und Ästhetik, Denkanstoß, ... je nach Kunstrichtung. Finde ich auch wichtig

Nicht alles spricht mich in irgend einer Weise an, muss es aber auch nicht - Menschen sind verschieden und so lange es Menschen gibt, bei denen der ausgekippte Müll eine Saite zum klingen bringt, hat er auch seine Berechtigung.

Ich finde mich eher bei Künstlern wie S. Dali oder H.R.Giger wieder und ehrlich, wenn ich das Geld hätte, mir so eine Garnitur aus der Innenarchitektur-Serie von H.R.Giger leisten zu können - würde ich es gern dafür ausgeben

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18. Juli 2017 um 9:11

wenn Du es so siehst: BRAUCHT man beispielsweise Schokolade? Ein schönes Buch? (wobei ein Buch ja bei Romanen etc. auch Kunst ist) Einen guten - oder auch "nur" unterhaltsamen Film? Einen guten Wein? Man möchte meinen: nein. Man BRAUCHT das eigentlich nicht. Sowieso trinkt nicht jeder Wein, liest nicht jeder gern, schaut nicht jeder gern Filme und mag auch nicht jeder Schoki.
Aber wo wären wir alle ohne diese kleinen "Seelenstreichler"?Die Welt wäre zweifellos ärmer ohne sie - und bestimmt auch deutlich verbiesterter. Was die Frage, ob die Welt den reinen Konsum von Kunst für ihre Entwicklung braucht, für mich mit einem klaren "Ja" beantwortet, auch wenn nicht alle "Seelenstreichler" aus der Kunst kommen - so manche schon und das macht sie wichtig.
Künstler haben durch ihre Kunst Einfluss auf die reinen Konsumenten, können Denkanstöße geben, die ohne die Kunst vielleicht nicht da wären - oder nicht ankommen würden.

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18. Juli 2017 um 9:26

dann reich ich Dir mal diese Cookies mit Schokostückchen rüber, hab grad welche da. Bestimmt nicht gesund, aber saulecker

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18. Juli 2017 um 11:40

so geht es vielen, nicht nur Dir. Ich mit Dir dann wahrscheinlich auch nicht

Obwohl ich sagen würde, ich teile dafür an anderen Punkten und vielleicht sind es weniger Punkte, die dafür aber bewußter und intensiver. Anyway: Beziehungen können nicht funktionieren, wenn so etwas bei beiden Beteiligten nicht gut kompatibel ist, denn sonst wird immer mindestens einer leiden.

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18. Juli 2017 um 14:32

Ich würde es "Ausgleich" nennen und nicht "Ersatzbefriedigung".

Die Ursache? Ist das "Belohungszentrum" in unserem Hirn - und mal ehrlich, wenn es das nicht gäbe, hätte die Menschheit noch nicht mal die "uga, Uga!" - Phase erreicht

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18. Juli 2017 um 14:53

man sagt sogar, vor einigen Tausend Jahren haben wir sie wieder verlassen - naja, die meisten haben sie verlassen, zumindest

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18. Juli 2017 um 16:28

Wieso "Ursachen"?

Das klingt so, als steckte dahinter etwas Negatives. Ich denke nicht, dass das so ist.

Hinter Kunst steckt mal dies mal das , aber es ist einfach eine Ausdrucksform, sei es bildnerisch oder musikalisch, tänzerisch oder sonstwie.

Ich denke einfach, dass es so oft einfacher ist, als sich durch "beschränkte" Sprache auszudrücken. Es sind andere Ebenen der Kommunikation und des Ausdrucks.
 

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18. Juli 2017 um 17:10

Ich male doch nicht nur dann, wenn mir was Negatives passiert ist!
Singen Leute nur, wenn ihnen Schlimmes widerfahren ist?

Auf Schokolade und sonstigen Süsskram passt das vielleicht - aber auch die kann ich in fröhlichem Zustand essen.

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18. Juli 2017 um 17:33

Natuerlich ist das moeglich. Habe ja vorhin geschrieben, es koenne dies und das dahinterstecken - aber allgemein ist es doch nur ein Ausdrucksmittel - egal fuer was.

Ich sehe das grade am posting von avarra, dass ich das it den "Seelentröstern" missverstanden habe. 

Aber dabei sehe ich hauptsächlich Evolutionsbiologisches - Belohnungszentrum reagiert halt immer noch wie vor 2 Millionen Jahren....

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18. Juli 2017 um 17:39

Nun -ich denke, wer wirklich tiefsinnige Kunst schaffen will, muss wirklich die schwarze Seite gut kennen.

Jeder Mensch hat was Glückliches und Unglückliches. Waren die Höhlenmaler unglücklich?
War Händel unglücklich?

Das kann, muss aber nicht zusammenhängen. Immerhin gehört zur Kunst ja auch noch Talent. und das pachtet man nicht gemeinsam mit dem Unglück.

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18. Juli 2017 um 20:36

also ich für meinen Teil bin ein Fan von regelmäßigen "Seelenstreichlern" - man kann und sollte sich jeden Tag etwas gutes tun - von bewußt genossenen Kleinigkeiten wie 'nem Stück Schoki oder einer anderen Leckerei (ich würde dieser Tage ein paar Bergpfirsiche um Welten der Schoki vorziehen) bis hin dazu, dass man sich die Zeit nimmt, in Ruhe ein schönes Buch zu lesen. Oder den Sonnenuntergang zu bewundern. Oder was auch immer. Ganz bewußt, ganz regelmäßig und zwar nicht OBWOHL man das gar nicht unbedingt braucht, sondern WEIL man es nicht unbedingt braucht. Das macht es zu etwsa besonderem, einem Geschenk an sich selbst - einem kleinen, privaten Stück Glück und zum perfekten Ausgleich, dass man am nächsten Tag (oder später oder in Vorfreude) wieder viel fitter für all die Sachen ist, die so schrecklich wichtig sind.

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19. Juli 2017 um 7:56

ich denke auch, dass es ohne unser "Belohnungszentrum" keine Suchterkrankungen gäbe.
Aber wahrscheinlich mehr Depressionen / Burn out beispielsweise.
Weniger Motivation.
Weniger Engagement.
Weniger und langsamere Lernprozesse.

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19. Juli 2017 um 13:13

nein. Zumindest bei mir nicht.
Ich liebe meinen Job, ich mache den auch wirklich, wirklich gern - aber würde ich da etwas tun, wenn ich keinen Job hätte? Mich weiterbilden, indem ich den neusten Stand verfolge oder an irgendwelchen Aufgaben herumbasteln, um Neues zu lernen? Bestenfalls sehr viel seltener. Ich würde eher faul herum liegen und / oder zocken. Einer der Gründe, weswegen ich mir recht sicher bin, dass ich auch gesetzt den Fall, ich gewinne 10 Mio im Lotto weiter meinen Job behalten würde - ich wäre mir zu sicher, dass ich sonst nach paar Monaten kurz vor gar nichts mehr mache.

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