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Bürokratie

9. Mai 2007 um 13:15

Das es zuviel Bürokratie in Deutschland gibt ist wohl nicht mehr umstritten.
(Man denke nur daran, dass ein Bauantrag heutzutage 41 verschiedene Abteilungen durchlaufen muss und dabei 17 umfassende Prüfungen durchzustehen hat bevor er unter Umständen genehmigt wird. [Dauert insgesamt ca. 1 1/2 jahre bei einem Durchschnittswohnhaus. Zum Vergleich vor 30 Jahren dauerete es noch 2 Monate])

Wie so etwas entsteht ist eigentlich auch nicht mehr schwer nachzuvollziehen. Schliesslich werden Beamten im höheren Dienst danach bezahlt wieviele Mitarbeiter sie unter sich haben. Das sie deshalb immer mehr Mitarbeiter und Abteilungen auf machen um mehr Geld zu bekommen kann ich gut nachvollziehen. Auch das sie wenig Intresse haben ihre Resource zuverkleinern... wer kürzt sich schon freiwillig selbst das Gehalt?

Es kann keine Lösung sein einen Haufen Beamte aus allen Abteilungen abzustellen um (statt ihre ursprüngliche Arbeit zu machen) über Verschlankung ihrer eigenen Ressource nachzudenken.
Auch die Idee mit dem Einstellungsstop (es dürfen keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt werden ausser es gibt zusätzliche Aufgaben/Kompetenzen für die Abteilung/Behöre) hat nicht funktioniert da
sich neue Aufgabenbereiche/Kompetenzen aus den Fingern gesogen werden bzw. Politiker immer neue Vorschriften erlassen die dann wiederum zu Überprüfungszwecken neue Beamtenstellen/Angestellte im öffentlichen Dienststellen zulassen.

Die Frage ist: Was kann man gegen die Ausuferung der Bürokratie tun?

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14. Mai 2007 um 12:29

Das..
Beamtentum abschaffen. Gleiches Recht für alle.

Mit welchem Recht erwirbt sich der eine in jungen Jahren eine unkündbare Position und kann den Rest seiner Arbeitsjahre die Füße hochlegen, wo andere in 40 Arbeitsjahren aufpassen müssen, dass sie in der freien Wirtschaft nicht 40 mal den Job wechseln mussten?

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13. Juli 2008 um 10:33

Sorry, da liegst du völlig falsch
Der gesamte Büro-Kratiewahnsinn ist von Parteien wir der SPD, CDU und insbes. den Grünen zu verantworten.
Wenn die Bürger der FDP mal zur Regierungsverantwortung verhelfen würden, würde sich das schlagartig ändern.
Die FDP ist die einzige Partei, die wirklich auf die Selbstverantwortung der Bürger setzt. Nur dann kann Bürokratie abgebaut werden.
Aber nicht wenn die Leute ständig nach neuen Sozialleistungen, staatlich finanzierten Kindergartenplätzen, staatlicher Gesundheitsvollversorgung etc. schreien. Ds sind Aufgaben, die gehen den Staat grds. nichts an.
Ferner sollen die Leute aufhören, am Steuerrecht herumzunörgeln. Einfach 20% Steuern für jeden, ohne steuervergünstigte Nachtarbeit für Krankenschwestern und ohne Entfernungspauschale etc. Dann können wir 80% aller Finanzbeamten einsparen.
Was das Baurecht betrifft, so ist es insbes. die schwachsinnige Grüne Ideologie die die Verfahren in den letzten Jahren verkompliziert. Ob ein Haus Wärmedämmung hat oder nicht, ist für das Weltklima absolut irrelevant. Und wenn in einer spießigen Kleinstadt jemand sein Dach mit lila Dachziegeln deckt, dann rennt die Oma von nebenan doch gleich zum Bürgermeister und beschwert sich. Solange die Leute so denken, wird sich nichts ändern.
Also die Schuld nicht den Beamten geben. Die Schuld liegt bei jedem Einzelnen, der die falsche Partei wählt oder gar nicht wählen geht.

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13. Juli 2008 um 10:43
In Antwort auf lachataine

Das..
Beamtentum abschaffen. Gleiches Recht für alle.

Mit welchem Recht erwirbt sich der eine in jungen Jahren eine unkündbare Position und kann den Rest seiner Arbeitsjahre die Füße hochlegen, wo andere in 40 Arbeitsjahren aufpassen müssen, dass sie in der freien Wirtschaft nicht 40 mal den Job wechseln mussten?

Da liegst du völlig falsch
Beamter auf Lebenszeit wird heute nur noch, wer einen langen Selektionsprozess durchgemacht hat. Auf 1 Stelle für den Vorbereitungsdienst kommen idR. 50 bis 200 Bewerbungen. Ohne eine 1 vorm Komma der Abinote hat man kaum noch Chancen. Wer von der Uni kommt, muss ebenfalls zu den Besten gehören (gilt vor allem für Juristen, Ökonomen und Ingenieure). Eine weitere Hürde sind Staatsexamen und Laufbahnprüfungen mit teils hohen Durchfallquoten. Danach kommen mehrjährige Probezeiten.
In der staatlichen Verwaltung ist das Beamtentum sehr wichtig, damit die Mitarbeiter nicht der Willkür unfähiger Politiker ausgesetzt sind, sondern dies auch auf Fehler hinweisen können ohne dabei den Rauswurf zu riskieren. In Länder ohne Beamtentum ist die Qualität der staatlichen Arbeit weitaus schlechter als in der BRD.

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13. Juli 2008 um 10:52
In Antwort auf regenwolke7

Da liegst du völlig falsch
Beamter auf Lebenszeit wird heute nur noch, wer einen langen Selektionsprozess durchgemacht hat. Auf 1 Stelle für den Vorbereitungsdienst kommen idR. 50 bis 200 Bewerbungen. Ohne eine 1 vorm Komma der Abinote hat man kaum noch Chancen. Wer von der Uni kommt, muss ebenfalls zu den Besten gehören (gilt vor allem für Juristen, Ökonomen und Ingenieure). Eine weitere Hürde sind Staatsexamen und Laufbahnprüfungen mit teils hohen Durchfallquoten. Danach kommen mehrjährige Probezeiten.
In der staatlichen Verwaltung ist das Beamtentum sehr wichtig, damit die Mitarbeiter nicht der Willkür unfähiger Politiker ausgesetzt sind, sondern dies auch auf Fehler hinweisen können ohne dabei den Rauswurf zu riskieren. In Länder ohne Beamtentum ist die Qualität der staatlichen Arbeit weitaus schlechter als in der BRD.

Nachtrag
Die Unkündbarkeit ist sicherlich ein Privileg der Beamten.
Aber: Der Beruf des Beamten steht jedem offen (denn es ist ein öffentliches Amt) und die Auswahlverfahren für den öffentlichen Dienst sind sehr fair.
Wer den Beamten die Unkündbarkeit nicht gönnt, der soll dann auch sagen, wieso er selbst nicht Beamter geworden ist. Entweder hat er den Einstellungstest für den öffentlichen Dienst nicht bestanden, der Beamtenberuf ist zu uninteressant oder er glaubt, in der Privatwirtschaft mehr zu verdienen.

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13. Juli 2008 um 11:16
In Antwort auf regenwolke7

Nachtrag
Die Unkündbarkeit ist sicherlich ein Privileg der Beamten.
Aber: Der Beruf des Beamten steht jedem offen (denn es ist ein öffentliches Amt) und die Auswahlverfahren für den öffentlichen Dienst sind sehr fair.
Wer den Beamten die Unkündbarkeit nicht gönnt, der soll dann auch sagen, wieso er selbst nicht Beamter geworden ist. Entweder hat er den Einstellungstest für den öffentlichen Dienst nicht bestanden, der Beamtenberuf ist zu uninteressant oder er glaubt, in der Privatwirtschaft mehr zu verdienen.

Du
es gibt genug berufe, für die sich leider ein beamtentum nicht rechtfertigt: lehrer z.b.

völlig sinnlos.

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13. Juli 2008 um 11:19
In Antwort auf regenwolke7

Da liegst du völlig falsch
Beamter auf Lebenszeit wird heute nur noch, wer einen langen Selektionsprozess durchgemacht hat. Auf 1 Stelle für den Vorbereitungsdienst kommen idR. 50 bis 200 Bewerbungen. Ohne eine 1 vorm Komma der Abinote hat man kaum noch Chancen. Wer von der Uni kommt, muss ebenfalls zu den Besten gehören (gilt vor allem für Juristen, Ökonomen und Ingenieure). Eine weitere Hürde sind Staatsexamen und Laufbahnprüfungen mit teils hohen Durchfallquoten. Danach kommen mehrjährige Probezeiten.
In der staatlichen Verwaltung ist das Beamtentum sehr wichtig, damit die Mitarbeiter nicht der Willkür unfähiger Politiker ausgesetzt sind, sondern dies auch auf Fehler hinweisen können ohne dabei den Rauswurf zu riskieren. In Länder ohne Beamtentum ist die Qualität der staatlichen Arbeit weitaus schlechter als in der BRD.

Ja super
die fachidioten werden beamte...das seh ich täglich an den schulen, die lehrer sind nicht fähig mit den kindern umzugehen und werden dafür mit einer lebenslangen stelle belohnt. supi.


"In der staatlichen Verwaltung ist das Beamtentum sehr wichtig, damit die Mitarbeiter nicht der Willkür unfähiger Politiker ausgesetzt sind, sondern dies auch auf Fehler hinweisen können ohne dabei den Rauswurf zu riskieren."

dann ist das beamtentum in allen berufen wichtig, damit man dem chef sagen "darf" was er für mist prduziert. rechtfertigt leider nirgendwo das beamtentum. es ist veraltet..

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13. Juli 2008 um 21:33

Weißt du was
ich bin sozialpädagoge und muss sagen, dass meine arbeit um einiges schwerer als die der lehrer ist, mit denen ich zu tun habe. trotzdem jammern die lehrer noch mit ihrem 3-fachen gehalt... pffft.

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