Forum / Gesellschaft & Leben

Bundestagswahl, wer wird Kanzler?

Letzte Nachricht: 15. Oktober um 13:46
C
christin
27.09.21 um 23:46

Die Bundestagswahl 2021 ist abgeschlossen. Gewählt wurde am 26.09.2021. Die meisten Stimmen erhielt die SPD.
Man könnte glauben, jetzt wird sie die nächste Regierungspartei.                                                                             Jedoch der Wahlverlierer erhebt den Anspruch auf die nächste Regierung. Wenn das rechtens ist, wo bleibt dann der
Wählerwille. Die Wahlentscheidung des Wählers hat dazu geführt, dass die CDU diese Wahl verloren hat.
Mit seiner Stimme bestimmt der Wähler, im Falle eines Wahlsieges, welche Partei die neue Regierung bildet.
Wir können uns das ganze Wahltheater sparen, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Wahlgewinner auch die Regierungs-
bildung vornimmt, sondern die Parteien miteinander, unabhängig vom Wahlausgang, die Regierungsbildung mit Hilfe von
Koalitionen vornimmt. Welche Meinung habt ihr zu diesem Thema
 

Mehr lesen

E
evakron
28.09.21 um 10:30

Ja und nun ist es ja offoziell, war aber auch schon abzusehen

Gefällt mir

D
dickunddoof
28.09.21 um 12:41

"Mit seiner Stimme bestimmt der Wähler, im Falle eines Wahlsieges, welche Partei die neue Regierung bildet."

Genau genommen bestimmt der Wähler das nicht.
Das Ganze heißt Bundestagswahl - nicht Regierungs- oder Kanzlerwahl.
Man wählt, wie der Begriff ja deutlich sagt, den Bundestag bzw. die Mitglieder des Bundestages. 
Den Kanzler wählt anschließend der Bundestag. Und da gibt es keine Regelungen, die sagen, dass nur der Wahlsieger einen Kanzler stellen dürfte. Kanzler, und damit Regierungschef, wird, wer die meisten Stimmen des Bundestages erhält..

Du liest dich so, als wärst du pro SPD.

Dann stell dir doch mal folgende Situation als Beispiel vor.
Nach einer Wahl ziehen nur Union, SPD und Grüne in den Bundestag.
Wahlsieger ist die Union, mit 45 Prozent der Sitze.
SPD wird nur Zweite, mit 30 Prozent.
Grüne Dritte, 25 Prozent.
Nach deiner Ansicht, dass der Wahlsieger die Regierung bildet, wäre hier die Union am Zug.
Aber was nützt ihr das, wenn weder SPD noch Grüne mit ihr zusammengehen wollen?
Sie hat selbst zu wenig Stimmen und kann damit aus eigener Kraft, keinen Kanzler wählen.

Und vorliegend ist es halt auch so.
Die SPD ist alleine nicht stark genug, sie braucht weitere Parteien.

Mir wäre auch die SPD, und eine Ampel lieber, als eine Unionsbeteiligung.
Aber wir können uns Gesetze und Rechtsstaat sparen, wenn wir nicht bereit sind, Regelungen (aufzustellen und) zu akzeptieren, die Allgemeingültigkeit besitzen, unabhängig vom jeweiligen Einzelfall.

Gefällt mir

C
christin
28.09.21 um 14:27
In Antwort auf dickunddoof

"Mit seiner Stimme bestimmt der Wähler, im Falle eines Wahlsieges, welche Partei die neue Regierung bildet."

Genau genommen bestimmt der Wähler das nicht.
Das Ganze heißt Bundestagswahl - nicht Regierungs- oder Kanzlerwahl.
Man wählt, wie der Begriff ja deutlich sagt, den Bundestag bzw. die Mitglieder des Bundestages. 
Den Kanzler wählt anschließend der Bundestag. Und da gibt es keine Regelungen, die sagen, dass nur der Wahlsieger einen Kanzler stellen dürfte. Kanzler, und damit Regierungschef, wird, wer die meisten Stimmen des Bundestages erhält..

Du liest dich so, als wärst du pro SPD.

Dann stell dir doch mal folgende Situation als Beispiel vor.
Nach einer Wahl ziehen nur Union, SPD und Grüne in den Bundestag.
Wahlsieger ist die Union, mit 45 Prozent der Sitze.
SPD wird nur Zweite, mit 30 Prozent.
Grüne Dritte, 25 Prozent.
Nach deiner Ansicht, dass der Wahlsieger die Regierung bildet, wäre hier die Union am Zug.
Aber was nützt ihr das, wenn weder SPD noch Grüne mit ihr zusammengehen wollen?
Sie hat selbst zu wenig Stimmen und kann damit aus eigener Kraft, keinen Kanzler wählen.

Und vorliegend ist es halt auch so.
Die SPD ist alleine nicht stark genug, sie braucht weitere Parteien.

Mir wäre auch die SPD, und eine Ampel lieber, als eine Unionsbeteiligung.
Aber wir können uns Gesetze und Rechtsstaat sparen, wenn wir nicht bereit sind, Regelungen (aufzustellen und) zu akzeptieren, die Allgemeingültigkeit besitzen, unabhängig vom jeweiligen Einzelfall.

vielen Dank für deine Erklärung zur Bundestagswahl. Ich habe den Sachverhalt verstanden und stimme dir zu.
Es geht bei der Fragestellung nicht um eine bestimmte Partei sondern einfach nur um eine Sachfrage.
Die Zeit, wo eine Partei über 50 Prozent der Stimmen erreicht hat gibt es schon lange nicht mehr.
Wie du es richtig geschrieben hast ist es eine Wahl des Bundestages und nicht des Kanzlers. Das wird allerdings leicht übersehen, da der Wahlkampf von den Kanzlerkandidaten geführt wird.                                                                     Herr Rüttgen hat die Meinung vertreten , dass der Wahlsieger zuerst die Möglichkeit bekommen sollte eine Mehrheit zur Regierungsbildung zu finden. Eine allgemeine Praxis ist das allerdings auch nicht.
 

Gefällt mir

D
dickunddoof
29.09.21 um 15:28
In Antwort auf christin

vielen Dank für deine Erklärung zur Bundestagswahl. Ich habe den Sachverhalt verstanden und stimme dir zu.
Es geht bei der Fragestellung nicht um eine bestimmte Partei sondern einfach nur um eine Sachfrage.
Die Zeit, wo eine Partei über 50 Prozent der Stimmen erreicht hat gibt es schon lange nicht mehr.
Wie du es richtig geschrieben hast ist es eine Wahl des Bundestages und nicht des Kanzlers. Das wird allerdings leicht übersehen, da der Wahlkampf von den Kanzlerkandidaten geführt wird.                                                                     Herr Rüttgen hat die Meinung vertreten , dass der Wahlsieger zuerst die Möglichkeit bekommen sollte eine Mehrheit zur Regierungsbildung zu finden. Eine allgemeine Praxis ist das allerdings auch nicht.
 

Nun ja, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man übersehen kann, was man wählt: Bundestag oder Kanzler.
Ich meine, gab ja genügend Parteien, die gar keinen Kanzlerkandidaten aufgestellt hatten, bzw. hatte das ja die Mehrheit der Parteien nicht. Wer da sein Kreuzchen machte, was soll der denn gedacht haben, was er wählt? Nichts, niemanden? Der hätte ja dann beim Kanzler von vornherein nicht mitgewählt.

Die Meinung von Herrn Röttgen st eben nur eine Meinung.
Wer da mit wem zuerst spricht, ist in meinen Augen nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass jeder mit jedem spricht, und ausgelotet wird, wie weit man zusammenkommt. Ich glaube, ich würde tatsächlich auch erst mal mit denen sprechen, bei denen ich weniger Übereinstimmungen sehe. Da bekommt man vielleicht doch schneller heraus, dass man zu weit auseinander liegt und sich tiefergehende Verhandlungen erübrigen.


Was ich im Moment schlimm finde, wie man in der Union mit Laschet umgeht.
Ich bin kein Unionsanhänger, beileibe nicht. Aber der Mann tut mir inzwischen wirklich schon leid. Der sollte den Kanzlerkandidaten machen, dann wurde er nicht von der gesamten Union im Wahlkampf unterstützt und nun, wo es schief ging lastet man mehr oder weniger ihm die gesamte Schuld an. Das ist ein verdammt schlechter Stil. Allein damit hätte sich diese Partei, wäre ich Anhänger, ein für alle mal für mich erledigt.

Gefällt mir

E
edis_25829589
07.10.21 um 12:25

Mir wäre eine schwarz/blau/gelbe Koalition am liebsten, diese wäre auch rechnerisch möglich. Wird aber nicht so kommen.

1 -Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

D
dickunddoof
07.10.21 um 18:13
In Antwort auf edis_25829589

Mir wäre eine schwarz/blau/gelbe Koalition am liebsten, diese wäre auch rechnerisch möglich. Wird aber nicht so kommen.

Ich werde es sehr begrüßen, wenn eine solche Koalition nicht kommt.

Darf ich dich fragen warum man sich CDU oder FDP wümscht?
Ich meine, CDU hat das Land in den vergangenen 16 Jahren unter Merkel derart herabgewirtschaftet.
Die Reichen wurden noch reicher, die Anzahl der Millionäre hat zugenommen.
Und gleichzeitig stiegen Kinderarmut und Altersarmut.
Wie kann man sich eine Regierung wünschen bei der so viele Menschen durch das soziale Netz fallen?

Gefällt mir

D
duke20
14.10.21 um 6:45

Scholz wird es höchstwahrscheinlich mit vielen Zugeständnisse der grünen. Scholz ist korrupt. Die cum ex Geschäfte haben ihn abhängig gemacht. Er ist nicht integer. Die grünen wollen alles verbieten und raus aus der atomwirtschaft. Dabei wird sich der Bedarf verdoppeln. Deutschland wird irgendwo ein Land mit Polen verglichen wenn die so weitermachen. 

1 -Gefällt mir

D
dickunddoof
14.10.21 um 9:49
In Antwort auf duke20

Scholz wird es höchstwahrscheinlich mit vielen Zugeständnisse der grünen. Scholz ist korrupt. Die cum ex Geschäfte haben ihn abhängig gemacht. Er ist nicht integer. Die grünen wollen alles verbieten und raus aus der atomwirtschaft. Dabei wird sich der Bedarf verdoppeln. Deutschland wird irgendwo ein Land mit Polen verglichen wenn die so weitermachen. 

Ist doch Quatsch, dass die Grünen alles verbieten wollen.

Atomausstieg und Kohleausstieg haben Union und SPD unter der Regierung Merkel beschlossen.
Und Atomenergie ist ja schön und gut, aber vielleicht hätte man sich tatsächlich mal vor dem ganzen Scheiß Gedanken darüber machen sollen, wohin mit dem ganzen Atommüll. Ohne Sinn und Verstand immer weiter, kann ja nicht die Lösung sein.

Raus aus dem Verbrenner wollen die Grünen, richtig. Aber vielleicht einfach mal unter ZEV-Allianz nachschauen. Dann wird man schnell feststellen, dass Mutti Merkel mit Union und SPD dieser bereits 2015 beigetreten ist und sich damit verpflichtet hat, Verbrenner aus Deutschland zu verbannen. (Aber klar, muss man dem doofen Wahlvolk ja nicht erzählen,)

Grüne wollen höhere Spritpreise.
Die kommen bzw. ergeben sich bei anderen Parteien, auch der Union, aber auch - bei denen halt über einen entsprechenden CO2 Preis.

Was will Grün noch - raus aus Massentierhaltung. Zeit wird's! Unter der Union war ja eher Tierquälerei angesagt!

 

Gefällt mir

A
annika9219
14.10.21 um 11:31

Nicht immer stellt die Partei mit den meisten Stimmen den Kanzler oder die Kanzlerin.

Zudem müssen wir zwischen der Erst- und der Zweitstimme unterscheiden. Bei den Erststimme ist die CDU + CSU vorne.
Bei den Zweitstimmen und Sitzen im Bundestag liegt die SPD vorne
Das bedeutet - "Regierungsauftrag" - Nur wird verhandelt - Ziel / Wunsch AMPEL - ROT GELB GRÜN
Kanzler Olaf Scholz 

Gefällt mir

D
dickunddoof
15.10.21 um 13:46

Ampel rückt näher.
Die drei treten jetzt offiziell in Koalitionsverhandlungen ein.
 

Gefällt mir