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Blutwerte bei MPU-Test

21. April 2005 um 12:38

Hallo Ihr Lieben,

ein Kumpel von uns hat vor 6 Jahren mal Mist gebaut, ist mit 2,4 Promille nach einem Barbesuch an ein anderes Auto gerempelt und wurde gegenüber dem gegnerischen Fahrer noch handgreiflich. Ihm wurde daraufhin der Führerschein entzogen mit der Maßgabe, diesen nur mit MPU-Test wieder zu erlangen.

Jetzt möchte er das Problem endlich angehen und hat sich bei den Behörden usw. angemeldet. Nun hat er im Internet recherchiert, daß z.B. die Blutalkoholwerte auf "0" sein müssen und dies nur nach einer Mindestabstinenz von 2-5 Wochen sein kann. Er trinkt so aller paar Tage mal ein paar Gläser Rotwein oder ein Bier, sonst soweit ich weiß nichts.

Da meine Freundin Krankenschwester ist und sagt, daß Alkohol nach 3 Tagen völliger Abstinenz bereits gänzlich aus dem Körper ist, wüßte ich gern mal, was nun stimmt.

Habt Ihr da Erfahrungen?

Danke
Lini.

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21. April 2005 um 12:53

Kommt wohl auf die menge an...
und vor allem auf den körper. hatte auch schon leute in der notaufnahme, die wurden mit 4,2 promille (!!!) in die notaufnahme eingeliefert und haben sie zwei tage später mit einem restalkoholgehlt verlassen, bei dem die meisten schon fast umkippen...
abseits von faustregeln baut jeder unterschiedlich schnell den alkohol ab. das hängt mit ganz vielen faktoren zusammen, generelle aussagen kann man da nicht treffen.

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21. April 2005 um 13:19

Stimmt nicht!
Der Blutalkoholwert ist sicher nach kurzer völliger Abstinenz auf 0. Aber das wird gar nicht gemessen! Hier geht es um Blutleberwerte! Daran erkennen sie, wie sein Alkoholkonsum in letzter Zeit war. Da er 2,4 Promille hatte und anscheinend noch stehen konnte, heißt das nichts anderes, als das er Alkohol gewöhnt war. Also trank er regelmäßig und viel.

Und wer regelmäßig und viel trinkt, wird vermutlich eher mal wieder mit Alkohol im Blut hinter dem Steuer landen, als Leute die wenig oder gar nix trinken. Das ist zwar nur eine Vermutung, aber davon gehen die Behörden nun mal aus.

Man wird also seine Leberwerte nehmen. Die Leber regeneriert sich nach einer Zeit ohne Alkohol wieder. Trinkt er ein halbes Jahr keinen Alkohol, sind die Werte wieder da wo sie sein sollen. Und das wertet die MPU Stelle als Einsicht, bzw. stellt sich damit ja gleich heraus, ob er nur mal einen über den Durst getrunken hat, oder ob er immernoch regelmäßig trinkt. Und hier, schauen sie leider schon auf geringe Mengen und die Karten stehen schlecht.

2,4 Promille gelten bei einem Unfall als Straftat und leider kommt da die Körperverletzung mit dazu. Das ist heftig und um da raus zu kommen, muss er sich schon anstrengen. Das heißt, sehr lange Zeit Null Alkohol (nichtmal 1 Bier am Tag!) und ansonsten sich auch nichts weiter zu Schulden kommen lassen, vor allem in Verbindung mit Alkohol.

Die sind Streng dort. Ein Kollege von mir wurde mal ohne Unfall mit 1,6 angehalten. 1 Jahr Führerscheinentzug und danach zur MPU. Er hat tatsächlich 1 Jahr nichts mehr getrunken und hat sich freiwillig nach einem halben Jahr schon die Leberwerte messen lassen. Damit hatte er gute Karten und kam durch.

Mit 2-5 Wochen mal nix trinken ... das kann er vergessen. Das reicht nicht, wenn er vorher regelmäßig getrunken hat. Die Leber hat ein "Gedächtnis" und die Werte veraten es.

Viel Glück
Estonia


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21. April 2005 um 13:58

Von der Seite
hab ich es noch gar nicht betrachtet. Ich muß zugeben, daß mein Gläschen "Abendessen-Rotwein" aller paar Tage auch zu meinem Feierabend gehört (zumal, wenns Spaghetti gibt ).

Man macht sich über Alkohol sicher viel zu wenig Gedanken. Ich würde ihn mal nicht als Trinker einstufen, was ich so auf Partys gesehen habe. Er war wohl damals frisch geschieden und hat sich zulaufen lassen. Ist für mich trotzdem keine Entschuldigung.

Ich habe früher (als ich noch jung war ) viel geraucht und fast täglich Bier oder Wein getrunken. Als ich dann erfahren habe, daß ich schwanger bin, hab ich sofort von allem die Finger gelassen und dies nicht als Opfer betrachtet. Heute rauche ich nur noch bei Feiern ab und zu und der Alkoholgenuß wie beschrieben.

Scheinbar betrachtet er es wirklich als Opfer. Er hat sich auch schon Gedanken gemacht, welche Feten in der Zeit bis zum MPU-Test sein könnten, wo er nix trinken kann und damit schon wieder aus seiner Sicht gehandicapt ist.

Lini.

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21. April 2005 um 14:33

Wieso denn pappe?
heute gibts doch nur noch die hübschen plastikkärtchen...

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22. April 2005 um 11:08
In Antwort auf tekla_11903129

Von der Seite
hab ich es noch gar nicht betrachtet. Ich muß zugeben, daß mein Gläschen "Abendessen-Rotwein" aller paar Tage auch zu meinem Feierabend gehört (zumal, wenns Spaghetti gibt ).

Man macht sich über Alkohol sicher viel zu wenig Gedanken. Ich würde ihn mal nicht als Trinker einstufen, was ich so auf Partys gesehen habe. Er war wohl damals frisch geschieden und hat sich zulaufen lassen. Ist für mich trotzdem keine Entschuldigung.

Ich habe früher (als ich noch jung war ) viel geraucht und fast täglich Bier oder Wein getrunken. Als ich dann erfahren habe, daß ich schwanger bin, hab ich sofort von allem die Finger gelassen und dies nicht als Opfer betrachtet. Heute rauche ich nur noch bei Feiern ab und zu und der Alkoholgenuß wie beschrieben.

Scheinbar betrachtet er es wirklich als Opfer. Er hat sich auch schon Gedanken gemacht, welche Feten in der Zeit bis zum MPU-Test sein könnten, wo er nix trinken kann und damit schon wieder aus seiner Sicht gehandicapt ist.

Lini.

Puh -
also das klingt für mich nach einem Problem im Umgang mit Alkohol. Ich höre Worte wie "GläsCHEN" (also Verharmlosung) und "ein paar Gläser" ... puh, also 3 Gläser Wein sind eine Flasche Wein (und da würde ich auf allen Vieren gehen) - nur mal so!

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20. Oktober 2008 um 14:39

Keinen neuen Führerschein nach 2 Jahren machen !!! ( Neue Reglung ab 31.10.08)
Habe so ein ähnliches problem an der backe ... wurde mit 2,36 Promille im Blut angehalten !!!
Musste dann mein führerschein gleich vor Ort abgeben und habe ne sperre von 1 1/2 Jahren bekommen !!!
Ich habe gerade in der Führerscheinstelle angerufen und gefragt was ich für die Neubeantragung so brauche ( Sehtest ca.6 , Biometrisches Passbild ca.9 , Führungszeugnis für Behörden 13 , Personalausweiss und 140 )
Und dann Fragte ich sie ob das wirklich so ist das ich den Führerschein neu machen muss wenn 2 Jahre rum sind Sie sagte nein ab den 31.10.2008 ist das nicht mehr so ich könnte den dann rein teoretisch auch schon im jahr 2000 abgegeben haben ... Das einzige ist hat das ich das gutachten bestehn muss also die MPU

Und einen Erste hilfe kurs ist auch nicht notwendig da es keine Ersterteilung des Führerscheins wäre und ich somit den kurs schonmal absloviert habe !!!
Nur der Sehtest muss neu gemacht werden !!!

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