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Beutet H&M die Leute in den Entwicklungsländern aus?

6. Juni 2006 um 15:34

Also meine Freundin und ich halten in der Schule ein Referat über Entwicklungsländer, also über die 3. Welt. Da die großen Firmen ja oft alles saubillig in der 3.Welt herstellen lassen wollten wir dafür ein Beispiel nennen. Meine Schwester sagte das H&M das auch macht. Auf allen Zetteln in den Pullovern, Hosen etc.. von H&M steht immer made in irgendwelchen armen Länder. Weiß jemand mehr über das das H&M die Leute in der 3.Welt ausbeutet? Wärt mir echt eine große Hilfe für mein Referat...!
danke und lg
kokosnusseis

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7. Juni 2006 um 20:05

Jaaa ..alsoo PASS AUF jetzt kommt mein geiler beitraghaha
ähmm..also
Hehe , ich weiß jetzt nicht, wie ich dir das so erklären soll... na ja ich versuch's einfach

Die armen Leute in Entwicklungsländern haben ja kein Geld, ne. So, und die Geschäftsleute aus Industrieländern gehen zu den armen Leuten in Entwicklungsländern hin und versprechen ihnen, dass wenn sie Kleidung herstellen, dass sie es auch für viel Geld abkaufen würden.
Die armen Leute glauben das und wollen Kleidung herstellen. Aber sie brauchen ja Geld für die Arbeitskräfte, für's Material etc., welches sie bei den Geschäftsleuten ausleihen, doch welches sie auch plus Zinsen wieder zurückzahlen müssen. Der ÖLpreis spielt auch eine besondere Rolle.
Na ja, dann haben die voll die hohen Schulden, doch letzendlich haben sie die Kleidung hergestellt, die von den GEschäftsmännern in Industrieländern günstig und sehr gut verkauft wird. Die GEschäftsleute verdienen dadurch volll viel Geld, aber die armen Leute müssen ja noch mit dem wenigen GEld ihre Schulden bezahlen, also lohnt es sich fast gar nicht für die Arbeit, die die armen geleistet haben. Dadurch werden die GEschäftsleute eben reicher...

okeyyy ich hoffe, du checkst, was ich geschrieben hab
Bis dann
princezzc

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9. Juni 2006 um 19:05

JA, machen sie !
Wie wird ein T-Shirt produziert?
In der Kalkulation für ein T-Shirt, dass am Ende für 9, 95 Euro zu kaufen ist, sollen noch die Zwischenhändler und der Produzent (die Marke) verdienen, über den Preis muss das Material und die Steuern etc. gedeckt werden und dann sind noch die Löhne für die ArbeiterInnen zu zahlen. Das Rätsels Lösung ist die Produktion in Billiglohnländern und so gennanten freien Produktionszonen. Im weltweiten Wettstreit um Standortvorteile entstehen immer neue solcher Produktionszonen, in denen bestehende Arbeits,- sozial, und Umweltstandarts unterwandert werden. Deren Standort variiert, da immer dort produziert wird, wo es in dem Moment am billigsten ist. Aber immer sind es die Menschen und die Natur, die ausgebeutet werden für billige Ware in unseren Geschäften! Die Reise meines T-Shirts beginnt in Usbekistan, wo Baumwolle auf riesigen Plantagen angebaut wird. Die Pflanzen werden von Flugzeugen aus großflächig gedüngt und mit Pestizide besprüht. Versprechen die Baumwollpflanzen einen angemessenen Ertrag zu erbringen, werden sie mit hochgiftigen Entlaubungsmitteln besprüht, damit sie dann mit der Pflückmaschine geerntet werden können. Der großflächige Einsatz der Chemikalien hat zur Folge, dass ganze Landstriche verseucht und Menschen krank werden. Die geerntete Baumwolle wird anschließend in die Türkei transportiert, um dort zu Garn versponnen zu werden. Mit dem Schiff wird dann das Garn zum Weben nach Taiwan gebracht. Die betroffenen Menschen an den Webmaschinen leiden oft am Weberhusten, der durch den Faserflug, welcher eingeatmet wird, entsteht. In den Fabriken gibt es trotz des Umgangs mit der chemisch versetzten Baumwolle, dem Faserflug und dem Lärm keine Arbeitsschutzmaßnahmen. Die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie sind empörend schlecht. Verletzungen elementarer persönlicher und sozialer Menschenrechte sind an der Tagesordnung (Grienberger u.a. 2001, S.3) (=> Kasten?)Ist der Stoff fertig gewebt, wird er im nicht biologisch abbaubaren Polyacryltat gebadet, damit er bei der Verarbeitung zum T-Shirt den weitern starken Belastungen standhalten kann. Die Giftstoffe werden unkontrolliert in den Boden geleitet. Verschifft wird der gewebte Stoff dann nach Frankreich, jedoch ist die Überfahrt so lang und das Klima feucht-heiß, dass die Ware oft mit verbotenen Pilz- und Insektenvernichtungsmitteln behandelt wird. In Frankreich wiederum wird der Stoff mit krebserregenden Farbstoffen aus Polen und China gefärbt. Um 1 kg Baumwolle zu färben werden Hunderte Liter Wasser verbraucht, die oftmals fast ungeklärt zu Abwasser werden. Der gefärbte Stoff gelangt nun nach Bangladesch, wo er von Kinderhand zu einem T-Shirt zusammen genäht wird. Allein in Bangladesch arbeiten ca. 50 000 Kinder in der Textilindustrie zu Niedriglöhnen, ohne Arbeitsschutzmaßnahmen. In Deutschland und anderen Industrienationen wird das T-Shirt verkauft, nachdem es mit Krebs erregenden Formaldehyd behandelt wurde, der das Einlaufen und Knittern der Ware verhindern soll. Nachdem das T-Shirt aufgetragen wurde oder eine neue Farbe die Mode bestimmt, wird das alte Kleidungsstück in guter Absicht oftmals für arme Menschen in z.B. Afrika gespendet. In den Niederlanden werden die Altleider durch einen großen Sortierbetrieb gesammeltund dann nach Afrika gebracht. In Afrika haben die Kleidungsstücke schon einen erheblichen Marktanteil erlangt, der jedoch sehr fragwürdig ist: Die bedürftigsten können sich die Kleidung nicht leisten und darüber hinaus verdrängt er die landeseigene Textilindustrie als auch das Schneiderhandwerk (siehe auch Station Altkleider). Mein T-Shirt, das nur ein Schild Made in Taiwan enthält, ist also bevor es überhaupt nach H&M gelangt, mehrere 10.000 Kilometer über den Globus transportiert worden. Es ist weiter gereist als ich in meinem Leben wahrscheinlich überhaupt kommen werde. Und dieses T-Shirt kaufe ich mal eben für 9,90 ohne auch nur einen blassen Schimmer zu haben, woher es kommt, wohin es geht und was auf diesem langen Weg überhaupt damit geschieht oder geschehen ist. Es ist ja nur ein T-Shirt.

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9. Juni 2006 um 19:07
In Antwort auf ahri_12843573

JA, machen sie !
Wie wird ein T-Shirt produziert?
In der Kalkulation für ein T-Shirt, dass am Ende für 9, 95 Euro zu kaufen ist, sollen noch die Zwischenhändler und der Produzent (die Marke) verdienen, über den Preis muss das Material und die Steuern etc. gedeckt werden und dann sind noch die Löhne für die ArbeiterInnen zu zahlen. Das Rätsels Lösung ist die Produktion in Billiglohnländern und so gennanten freien Produktionszonen. Im weltweiten Wettstreit um Standortvorteile entstehen immer neue solcher Produktionszonen, in denen bestehende Arbeits,- sozial, und Umweltstandarts unterwandert werden. Deren Standort variiert, da immer dort produziert wird, wo es in dem Moment am billigsten ist. Aber immer sind es die Menschen und die Natur, die ausgebeutet werden für billige Ware in unseren Geschäften! Die Reise meines T-Shirts beginnt in Usbekistan, wo Baumwolle auf riesigen Plantagen angebaut wird. Die Pflanzen werden von Flugzeugen aus großflächig gedüngt und mit Pestizide besprüht. Versprechen die Baumwollpflanzen einen angemessenen Ertrag zu erbringen, werden sie mit hochgiftigen Entlaubungsmitteln besprüht, damit sie dann mit der Pflückmaschine geerntet werden können. Der großflächige Einsatz der Chemikalien hat zur Folge, dass ganze Landstriche verseucht und Menschen krank werden. Die geerntete Baumwolle wird anschließend in die Türkei transportiert, um dort zu Garn versponnen zu werden. Mit dem Schiff wird dann das Garn zum Weben nach Taiwan gebracht. Die betroffenen Menschen an den Webmaschinen leiden oft am Weberhusten, der durch den Faserflug, welcher eingeatmet wird, entsteht. In den Fabriken gibt es trotz des Umgangs mit der chemisch versetzten Baumwolle, dem Faserflug und dem Lärm keine Arbeitsschutzmaßnahmen. Die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie sind empörend schlecht. Verletzungen elementarer persönlicher und sozialer Menschenrechte sind an der Tagesordnung (Grienberger u.a. 2001, S.3) (=> Kasten?)Ist der Stoff fertig gewebt, wird er im nicht biologisch abbaubaren Polyacryltat gebadet, damit er bei der Verarbeitung zum T-Shirt den weitern starken Belastungen standhalten kann. Die Giftstoffe werden unkontrolliert in den Boden geleitet. Verschifft wird der gewebte Stoff dann nach Frankreich, jedoch ist die Überfahrt so lang und das Klima feucht-heiß, dass die Ware oft mit verbotenen Pilz- und Insektenvernichtungsmitteln behandelt wird. In Frankreich wiederum wird der Stoff mit krebserregenden Farbstoffen aus Polen und China gefärbt. Um 1 kg Baumwolle zu färben werden Hunderte Liter Wasser verbraucht, die oftmals fast ungeklärt zu Abwasser werden. Der gefärbte Stoff gelangt nun nach Bangladesch, wo er von Kinderhand zu einem T-Shirt zusammen genäht wird. Allein in Bangladesch arbeiten ca. 50 000 Kinder in der Textilindustrie zu Niedriglöhnen, ohne Arbeitsschutzmaßnahmen. In Deutschland und anderen Industrienationen wird das T-Shirt verkauft, nachdem es mit Krebs erregenden Formaldehyd behandelt wurde, der das Einlaufen und Knittern der Ware verhindern soll. Nachdem das T-Shirt aufgetragen wurde oder eine neue Farbe die Mode bestimmt, wird das alte Kleidungsstück in guter Absicht oftmals für arme Menschen in z.B. Afrika gespendet. In den Niederlanden werden die Altleider durch einen großen Sortierbetrieb gesammeltund dann nach Afrika gebracht. In Afrika haben die Kleidungsstücke schon einen erheblichen Marktanteil erlangt, der jedoch sehr fragwürdig ist: Die bedürftigsten können sich die Kleidung nicht leisten und darüber hinaus verdrängt er die landeseigene Textilindustrie als auch das Schneiderhandwerk (siehe auch Station Altkleider). Mein T-Shirt, das nur ein Schild Made in Taiwan enthält, ist also bevor es überhaupt nach H&M gelangt, mehrere 10.000 Kilometer über den Globus transportiert worden. Es ist weiter gereist als ich in meinem Leben wahrscheinlich überhaupt kommen werde. Und dieses T-Shirt kaufe ich mal eben für 9,90 ohne auch nur einen blassen Schimmer zu haben, woher es kommt, wohin es geht und was auf diesem langen Weg überhaupt damit geschieht oder geschehen ist. Es ist ja nur ein T-Shirt.

Nebenbei wirst Du auch krank
von den Giften, die in diesen Klamotten sind, bei ausreichender Anreicherung in deinem Körper, daher soll man auch NIE neue Sachen ungewachsen anziehen !

Wenn Du mehr lesen willst, dann hier (sollte ein Bindestrich irgendwo am Ende auftauschen, mach ich raus, sonst geht der link nicht).

http://www.attac.de/os-campus/stadtfuehrer/hm.php

L.G.
Justine

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14. Juni 2006 um 13:43

Scheiss egal
hauptsache die sachen sind billig

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14. Juni 2006 um 15:37
In Antwort auf govind_12867390

Scheiss egal
hauptsache die sachen sind billig

Genau
Du weil du billig (mit giftigen chemischen Mitteln verseuchte) Klamotten kaufen willst, werden Kinder und Arme ausgbeutet und müssen für weniger nen als Hungerlohn jeden Tag in knalle heißen Bunkern malochen.
Weil es viele solch ignoranten Leute wie Dich gibt, wird sich daran in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

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26. Juni 2006 um 18:05

An Brotspinne
Hallo,

du denkst aber echt total selbstsüchtig!
Du kannst dir doch bestimmt gar nicht vorstellen, wenn andere für deinen Polluver, den du dir gekauft hast, leiden müssen, weil sie für diese Produktion kein Geld bekommen. Du bekommst ja dein Geld durch Staat, oder selbst erarbeitung, aber die, die können nix dafür, dass sie für eine Produktion kein Geld bekommen. Die reichen Länder nutzen die ärmeren doch von hinten und vorne aus! Und dass, meine Liebe, findest du in Ordnung?!?!
Naja dann weiss ich auch nicht mehr.... echt traurig!!!

LG Quardati

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