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Bei Krankschreibung Zeit nachholen?

12. Juli 2004 um 8:07

Hey, kurz eine Frage. Ich fange um 7.30 Uhr an, bis 15.30 Uhr arbeite ich. Ohne Pause, dafür nur 8 Std. am Tag. Jetzt musste ich zum Bluttest um 7.30 zum Arzt, kam um 20 vor 9 zur Arbeit mit einem Wisch vom Doc "Leider ging der Termin nicht außerhalb d. Arbeitszeit". (Klar, musste nüchtern hin, um 17 Uhr wär's schwer gewesen). Muss ich diese Stunden hinten ranhängen? Es geht hier mehr um das MÜSSEN, falls Ihr versteht. Will das mal rechtlich wissen.

Kann mir Jemand da helfen?
Danke Anjuna

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12. Juli 2004 um 13:40

Eben,
ausserdem: hast du deinen Chef darauf angesprochen, Anjuna? Hat er verlangt, dass du länger bleibst?
Ansonsten sehe ich das wie Kleineente.
Andere Leute machen tagtäglich Überstunden und auch ich handhabe es so, dass ich die Zeit anhänge oder die Mittagspause ausfallen lasse, wenn ich früh morgens einen Arzttermin habe und aufgrund dessen später komme.
Von Kranksein kann ja gar nicht die Rede sein, es war ein Arzttermin und du liegst ja nicht mit 40 Grad Fieber im Bett, oder?

parfum

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12. Juli 2004 um 13:51

Prinzipiell sehe ich es ähnlich...
Ein Arzttermin ist nicht "kranksein" und man sollte diese Zeit normalerweise anhängen. Es sei denn, dass ist in dinem Betrieb völlig unüblich.

Bei uns ist es kein Problem, auch während der Arbeitszeit zum Arzt zu gehen, wenn man denn keinen anderen Termin bekommt. Die Zeit sollte aber nachgeholt bzw. vorgearbeitet werden.

LG, Nindscha

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12. Juli 2004 um 16:43

Am besten ist es...
du fragst bei deiner sekretaerin nach. bzw. in eurem sekretariat? oder wenn du das selbst bist, schau in den betrieblichen arbeitszeitregelungen rein. sowas MUSS es geben. das ist in jedem betrieb anders. und das kann dir echt nur die "verwaltung" sagen.

ich muss meine krankstunden und auch meine arztbesuche ab 8.30 nicht nachholen. wird mir also nur dann gutgeschrieben, wenn der termin nach 8.30 stattfindet...und mir wird auch nur die tatsaechliche zeit beim arzt gutgeschrieben, anfahrtszeit nicht.
von 8.30 bis 15.30 ist regulaere *pflicht*arbeitszeit, in der die arzttermine gutgeschrieben werden.

das waren meine betrieblichen regelungen.

lg vienn

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15. Juli 2004 um 12:21

Also ich muss sagen bei uns ist das
aber auch so, dass man die Arztzeit wieder bekommt.
Man hat die Pflicht, sich zu bemühen, Arzttermine außerhalb der Arbeitszeit zu suchen, aber wer von 7 Uhr - 17.30 arbeitet tut sich da schwer.
Aber wenn man dann mal in der Arbeit zum Arzt geht dann kriegt man die Zeit gutgeschrrieben.
Ich versuche zwar immer nach der Arbeit zu gehen, dann hör ich halt e.i.n.m.a.l..... vor 17.30 auf, bevor ich wieder ausgefragt werde, warum ich zum Arzt gehe, was ich im Genauen habe, woher, warum, und ich dann tagelang gemieden werde, wenn ichs nicht bis ins Detail erzähle.

Grüße
S!

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17. Juli 2004 um 4:13

Das was vienn
schreibt ist 100% richtig, aber nur, wenn man in einem betrieb arbeitet, der gleitzeit hat.
man bekommt nur die zeit gutgeschrieben, die in die kernarbeitszeit fällt.
ohne pause durcharbeiten, ist gesetzlich nicht erlaubt- wenn dir was passiert unterzuckerung ö.ä. dass auf das nicht machen einer pause zurückzuführen ist, dann bekommst du und dein arbeitgeber aber streß.
ansonsten liegt es im ermessen des arbeitgebers, ob er dich nacharbeiten läßt oder nicht.
geregelt kann dies allerdings auch sein und müßte dann beim bertiebsrat liegen.

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17. Juli 2004 um 10:15

Der arbeitgeber ist gesetzlich..
verpflichtet, die ausgefallene arbeitszeit zubezahlen, wenn der mitarbeiter durch eine bescheinigung vom arzt nachweisen kann, das ein termin ausserhalb der arbeitszeit nicht möglich war.

hab jetzt keine lust nachzuschlagen und den zusuchen.

könnt mir aber glauben.

gruss heimwerkerin

-mir graust es, wie wenig arbeitnehmer ihre rechte kennen
bzw. arbeitgeber ihre pflichten nicht

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17. Juli 2004 um 10:40

Bist du jetzt der meinung...
oder ist es rein rechtlich ?

da hat die studierte aber bei arbeitsrecht geschlafen !

Wenn kein anderer termin möglich war, muss der arbeitgeber zahlen punkt und aus.

und nur weil die arbeitsmarktsituation mies ist, sollte man dennoch auf seine rechte bestehen.

anderseits wundert es mich, dass du von einer schlechten arbeitsmarktsituation sprichst, da du sonst ja auch zu dem personenkreis gehörst, die der auffassung ist, wer arbeiten will findet eine arbeitsstelle bzw. es gibt genug müll im park also sollen "die" dort mal aufräumen!

Es bleibt anzumerken, dass wir lt. einer studie veröffentlicht in der Wiwo letzte woche ca. 8 millionen arbeitslose in der brd haben.
dem gegenüber stehen 500 tsd. offene stellen

es sollte mir hier mal jemand erklären -am liebsten du- wo die anderen 7,50 millionen ihre arbeitsstelle finden, vorallem, wenn jetzt auch noch die arbeitszeit der beschäftigten angehoben werden soll. -achselzuck-

für ein abschmelzen der arbeitslosenzahlen, bräuchten wir über jahre ein wirtschaftswachstum von mind. 5 % und das werden wir niemals erreichen.

somit bleibt nur noch die möglichkeit, die noch vorhandene arbeit auf möglichst viele zu verteilen -natürlich nicht bei lohnausgleich-

ich weiss jetzt nicht, wieviel zusätzliche stellen bei bundesweiter 35 std. woche entstehen würden, aber der lohnausfall der beschäftigten, würde sich schon aufgrund sinkender sozialabgaben im rahmen halten.

der weitere ruf nach niedrigen löhne etc. hat ebenso 2 seiten, siehe dass modell niederlande in den letzten 10 jahren.

das ergebnis ist jetzt, dass obwohl die löhne dort niedriger sind, die stückkosten im eu-durchschnitt höher liegen, die folge ist steigende arbeitslosenzahlen in den niederlanden-

der grund: da die arbeitskosten niedrig sind, wurde nicht soviel in neue effektive maschinen bzw. arbeitsabläufe investiert.-nachvollziehbar aber ökonomisch unsinnig

so, ich kann nicht länger schreiben, da ich nu für 5 euros die stunde brutto aufs erdbeerfeld geh ) und die reihen der soooo fleissigen polen schließe .

achja mein pech ist nur, dass ich davon in deutschland leben muss und nicht in polen, da haben die 5 euros ne kaufkraft von 30 euros

tschja so ist dass leben


gruss

heimwerkerin

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17. Juli 2004 um 11:22

Doch imandra ...
vielleicht wars auch das spargelfeld oder der park.

aber darum geht es auch gar nicht, sondern um die grundeinstellung und die ist genauso.

ich frag mich allerdings, warum du dich an erdbeeren störst ?

gruss

heimwerkerin


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17. Juli 2004 um 13:16
In Antwort auf ramiye_12234163

Bist du jetzt der meinung...
oder ist es rein rechtlich ?

da hat die studierte aber bei arbeitsrecht geschlafen !

Wenn kein anderer termin möglich war, muss der arbeitgeber zahlen punkt und aus.

und nur weil die arbeitsmarktsituation mies ist, sollte man dennoch auf seine rechte bestehen.

anderseits wundert es mich, dass du von einer schlechten arbeitsmarktsituation sprichst, da du sonst ja auch zu dem personenkreis gehörst, die der auffassung ist, wer arbeiten will findet eine arbeitsstelle bzw. es gibt genug müll im park also sollen "die" dort mal aufräumen!

Es bleibt anzumerken, dass wir lt. einer studie veröffentlicht in der Wiwo letzte woche ca. 8 millionen arbeitslose in der brd haben.
dem gegenüber stehen 500 tsd. offene stellen

es sollte mir hier mal jemand erklären -am liebsten du- wo die anderen 7,50 millionen ihre arbeitsstelle finden, vorallem, wenn jetzt auch noch die arbeitszeit der beschäftigten angehoben werden soll. -achselzuck-

für ein abschmelzen der arbeitslosenzahlen, bräuchten wir über jahre ein wirtschaftswachstum von mind. 5 % und das werden wir niemals erreichen.

somit bleibt nur noch die möglichkeit, die noch vorhandene arbeit auf möglichst viele zu verteilen -natürlich nicht bei lohnausgleich-

ich weiss jetzt nicht, wieviel zusätzliche stellen bei bundesweiter 35 std. woche entstehen würden, aber der lohnausfall der beschäftigten, würde sich schon aufgrund sinkender sozialabgaben im rahmen halten.

der weitere ruf nach niedrigen löhne etc. hat ebenso 2 seiten, siehe dass modell niederlande in den letzten 10 jahren.

das ergebnis ist jetzt, dass obwohl die löhne dort niedriger sind, die stückkosten im eu-durchschnitt höher liegen, die folge ist steigende arbeitslosenzahlen in den niederlanden-

der grund: da die arbeitskosten niedrig sind, wurde nicht soviel in neue effektive maschinen bzw. arbeitsabläufe investiert.-nachvollziehbar aber ökonomisch unsinnig

so, ich kann nicht länger schreiben, da ich nu für 5 euros die stunde brutto aufs erdbeerfeld geh ) und die reihen der soooo fleissigen polen schließe .

achja mein pech ist nur, dass ich davon in deutschland leben muss und nicht in polen, da haben die 5 euros ne kaufkraft von 30 euros

tschja so ist dass leben


gruss

heimwerkerin

Jezz ma ganz easy
kleine ente hat davon gesprochen, dass es in der heutigen zeit nicht ratsam ist, als arbeitnehmer wenig, bzw. kein engagement zu zeigen, insbesondere dann, wenn man in der probezeit ist und insbesondere dann, wenn man seine stelle behalten möchte - womit sie recht hat. - darüber braucht man gar nicht weiter zu diskutieren.

du aber drehst die worte von kleine ente um und zerrst zusammenhänge hier hervor, die zur thematik *krankschreibung und nacharbeit* nichts, aber auch gar nichts zu tun haben, nur um kleine ente dumm anmachen zu können. - aber nein, das siehst du natürlich nicht so. - halte andere leute mal nicht für blöder, als du selbst bist.

aber ich lasse dir gerne deine behauptungen und hoffe, dass kleine ente das innere lächeln hat.

gruss,
cosmic.

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17. Juli 2004 um 15:27

Heimwerkerin ich lach mich tot!
wenn es in den betrieblichen vereinbarungen steht, die der betriebsrat abgesegnet hat, dann ist das bindend für alle arbeitnehmer.
selbst gewerkschaften (ver.di) konnte sowas nicht unterbinden.
ich bin selbst in solch einer lage anjuna
nach einem schlaganfall muß ich zu regelmäßigen (mindestens alle3-4 Wochen) blutuntersuchungen im nüchternen zustand. nicht genug, dass ich gesundheitlich im nachteil bin, nein ich habe auch noch einen arbeitsweg von 80 km. je nach tageszeit, fahren die züge nur im abstand von 2 stunden.
auch ich muß nacharbeiten. ob ich gesundheitlich in der lage bin oder nicht! selbst mit bescheinigung vom arzt muß man nacharbeiten- die bescheinigung dient nur dazu, dass der ag weiß warum man zu spät war.

tja und wenn man den chef darauf anspricht ob die 1 1/2 stinden nich gutgeschrieben werden könnten, da heißt es dann: gleiches recht für alle. aber wer kann sich schon in die lage versetzten, wenn man gesundheitlich nicht auf zack ist. naja ich muß ja nur noch mein restliches leben damit führen so um die 50 jahre.
die werden hoffentlich alle daran denken, wenn sie mal im alter solch ein schicksal ereilt!

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17. Juli 2004 um 16:09

Hallo Anjuna,
arztbesuche sind generell ausserhalb der arbeitszeit zu legen. wenn du akute beschwerden hast, hast du das recht, einen arzt aufzusuchen und der arbeitgeber muss dich für die zeit, die du benötigst, um den arzt deiner wahl aufzusuchen - freistellen. diese pflicht hat der arbeitgeber und dieses recht hast du als arbeitnehmer.

nacharbeitspflicht für den arbeitnehmer besteht bei gleitzeitregelung. in diesem fall KANN der arbeitgeber verlangen, dass du die fehlende zeit nacharbeitest. -oder anders ausgedrückt, wenn du bei gleitzeitregelung immer um 7.30 uhr anfängst und wegen eines arztbesuches erst später, sagen wir um 9.00 uhr mit deiner arbeit beginnst, KANN der arbeitgeber verlangen, dass du nacharbeitest bzw. im rahmen der gleitzeitreglung länger bleibst.

generell sind arzttermine ausserhalb der arbeitszeit zu legen. arbeitnehmer können sich nicht darauf verlassen, grundsätzlich während der regulären arbeitszeit zum arzt zu gehen. dem arbeitnehmer KANN lohn oder gehalt gekürzt werden, wenn er nicht anhand von einer entsprechenden bestätigung nachweist, dass ein anderer termin nicht möglich war bzw. der arbeitgeber KANN stattdessen nacharbeit verlangen.

allerdings ergeben sich regelungen dieser art auch aus der betrieblichen praxis bzw. aus den betriebsvereinbarungen.

gruss,
cosmic.

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17. Juli 2004 um 16:34
In Antwort auf Cosmicgirl

Hallo Anjuna,
arztbesuche sind generell ausserhalb der arbeitszeit zu legen. wenn du akute beschwerden hast, hast du das recht, einen arzt aufzusuchen und der arbeitgeber muss dich für die zeit, die du benötigst, um den arzt deiner wahl aufzusuchen - freistellen. diese pflicht hat der arbeitgeber und dieses recht hast du als arbeitnehmer.

nacharbeitspflicht für den arbeitnehmer besteht bei gleitzeitregelung. in diesem fall KANN der arbeitgeber verlangen, dass du die fehlende zeit nacharbeitest. -oder anders ausgedrückt, wenn du bei gleitzeitregelung immer um 7.30 uhr anfängst und wegen eines arztbesuches erst später, sagen wir um 9.00 uhr mit deiner arbeit beginnst, KANN der arbeitgeber verlangen, dass du nacharbeitest bzw. im rahmen der gleitzeitreglung länger bleibst.

generell sind arzttermine ausserhalb der arbeitszeit zu legen. arbeitnehmer können sich nicht darauf verlassen, grundsätzlich während der regulären arbeitszeit zum arzt zu gehen. dem arbeitnehmer KANN lohn oder gehalt gekürzt werden, wenn er nicht anhand von einer entsprechenden bestätigung nachweist, dass ein anderer termin nicht möglich war bzw. der arbeitgeber KANN stattdessen nacharbeit verlangen.

allerdings ergeben sich regelungen dieser art auch aus der betrieblichen praxis bzw. aus den betriebsvereinbarungen.

gruss,
cosmic.

Danke cosmic
du sprichst mir aus der seele- bessere worte hätte ich nicht finden können

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19. Juli 2004 um 12:03

Was du für die rechtliche lage hälts...
ist dem gesetzt schnurzpiepegal.

auch wenn du ein "arbeitgeber" bist, wirst du dich ans gesetzt halten müssen, auch wenn du`s anscheinend nicht kennst.

wie heist es so schön unwissenheit schützt vor strafe nicht.

es ist blos schade, dass anscheinend, die mehrzahl der arbeitgeber nur deren rechte kennt und nicht die pflichten.

was wir in deutschland brauchen, sind unternehmer wie herr grupp von der firma trigema und nicht schmalspurunternehmer wie es anscheinend bei dir der fall ist.

ja, ich geb es zu, ich finde dich und deine einstellung mehr als scheisse und ich wünsche mir, dass auch du eines tages den boden der tatsachen findest.

du hörst dich in sämtlichen postings so an. wie zb. der herr schremp agiert. erst durch fehlentscheidungen milliarden verlust anhäufen, sich das eigene gehalt um 100 derte von prozenten erhöhen, von den arbeitnehmern verzicht einfordern und sich dann feiern lassen, er wäre auch bereit auf 10 % seines einkommens zu verzichten -n witz ist das-

ich weiss ja nicht, welche rechtsform "deine" firma hat, ich persönlich fordere aber schon seit ewigkeiten eine "haftung" von mehreren jahresgehältern von vorstandstmitgliedern und geschäftsführern.

erst dann, wird es zu weniger fehlentscheidungen und somit zu weniger firmeninsolvenzen kommen.

gruss heimwerkerin

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19. Juli 2004 um 12:33

Wenn du kopierst, dann bitte alles
etwas weiter unten in dem beitrag, steht, dass entes meinung nach, die spargel- und erdbeerfelder eher für akademiker tabu sind.

keine angst ich hab auch eine dipl. in bwl. bin also nicht neidisch.

gruss

heimwerkerin

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