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Ausziehen

18. März 2003 um 18:50

Hallo ihr!

Ich wüsste nicht wohin sonst mit diesem Beitrag, also denke ich bin ich hier gerade richtig.

Es geht darum dass ich gerade mit meiner Mutter über das Thema ausziehen geredet habe und mir jetzt dazu einige Fragen gekommen sind.

Ich bin gerade am überlegen wo ich mein Studium in einem Jahr fortsetze, und es besteht auch die Option in eine andere Stadt zu gehen, was natürlich bedeuten würde, ich müsste von zu Hause ausziehen. Soweit, sogut. Ich würde dann auch von meinen Eltern was dazubekommen, wieviel müsste zwar noch diskutiert werden, aber da ist ja auch noch Zeit zu.

Es ist mir auch klar dass mir meine Eltern nicht, wie das bei einigen Bekannten ist, das Leben dann vollkommen finanzieren würden, und das will ich auch gar nicht, das nur so mal am Rande, damit da keiner was falsch versteht.

Jetzt aber meine eigentliche Frage: Wenn ich NICHT die Stadt wechsle, das heißt nicht von zu Hause ausziehen MUSS, das aber trotzdem gerne würde, MÜSSTEN sie mir doch kein Geld geben, oder? Das sehe ich nämlich grad so'n bisschen als ein Problem. Ich würde nämlich gerne so oder so in einem Jahr ausziehen, ob dann mit meinem Freund zusammen oder in ne WG oder wasauchimmer ist erstmal nebensächlich, aber ich möchte halt, obwohl ich mich mit meinen Eltern gut verstehe, nicht mehr so ewig daheim wohnen.

Kann mir da jemand von euch nen Tip geben? Oder schreibt doch einfach mal was ihr da so drüber denkt oder was ihr dahingehend erlebt habt, würde mich mal interessieren.

Danke schonmal,

Schnecksche

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18. März 2003 um 18:58

Bei mir war's so...
...ich wollte mit 18 unbedingt ausziehen und hatte das gleiche Problem wie Du.

Also habe ich gesagt, okay, dann gehe ich halt in 'ne andere Stadt zum Studieren. Das war Mami und Papi dann auch nicht geheuer und auf einmal durfte ich doch für die Hälfte der regulären Miete in die kleine Eigentumswohnung einziehen... Dieser Mietnachlass von ca. 600 DM (damals) pro Monat war dann der Großteil der elterlichen Zuwendung, hat mir aber auch schon sehr geholfen. Ansonsten hab' ich das Übliche gemacht, um alles zu finanzieren. Kellnern, Promotionarbeit, Telefonmarketing, Babysitten... Geht aber nur bei einem relativ "gemäßigtem" Studiengang wie meinem. Bei Medizin oder Jura wird das zeitlich eng.

Ich glaube, sie MÜSSEN Dir kein Geld geben, wenn Du noch zu Hause wohnen könntest. Aber das ist alles eine Frage der Verhandlung. Wenn Du Ihnen klar machst, dass Du schneller fertig studiert hast, Ihnen also nicht so lang auf der Tasche liegst, wenn Du ausziehen kannst und nicht zu viel nebenher arbeiten musst, geht das normalerweise schon irgendwie...

Drück' Dir die Daumen!

LG, Val

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18. März 2003 um 22:34
In Antwort auf oxana_12918730

Bei mir war's so...
...ich wollte mit 18 unbedingt ausziehen und hatte das gleiche Problem wie Du.

Also habe ich gesagt, okay, dann gehe ich halt in 'ne andere Stadt zum Studieren. Das war Mami und Papi dann auch nicht geheuer und auf einmal durfte ich doch für die Hälfte der regulären Miete in die kleine Eigentumswohnung einziehen... Dieser Mietnachlass von ca. 600 DM (damals) pro Monat war dann der Großteil der elterlichen Zuwendung, hat mir aber auch schon sehr geholfen. Ansonsten hab' ich das Übliche gemacht, um alles zu finanzieren. Kellnern, Promotionarbeit, Telefonmarketing, Babysitten... Geht aber nur bei einem relativ "gemäßigtem" Studiengang wie meinem. Bei Medizin oder Jura wird das zeitlich eng.

Ich glaube, sie MÜSSEN Dir kein Geld geben, wenn Du noch zu Hause wohnen könntest. Aber das ist alles eine Frage der Verhandlung. Wenn Du Ihnen klar machst, dass Du schneller fertig studiert hast, Ihnen also nicht so lang auf der Tasche liegst, wenn Du ausziehen kannst und nicht zu viel nebenher arbeiten musst, geht das normalerweise schon irgendwie...

Drück' Dir die Daumen!

LG, Val

Danke
Hi Val!

Ich hab auch keinen sooo zeitintensiven Studiengang, von daher geht das schon mit dme Arbeiten. Aber ganz alleine kann ich das dann halt doch nicht finanzieren...

Ob das mit dem "Angstmachen" oder wie man das nennen will (ich gehe in eine andere Stadt zum studieren und die Eltern haben Angst um mich und zahlen deshlab doch) klappt weiß ich nicht. Denn ich hab ja schon hier angefangen zu studieren und MUSS nicht ausziehen.

Hm. Eltern anderer Bekannter die ich kenne orientieren sich dabei am BaFög-Satz, das klappt aber bei mir glaub ich nicht.

Vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein um sie davon zu überzeugen...

Schönen Abend noch und Danke auf jeden Fall für deine Antwort,

Schnecksche

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19. März 2003 um 10:29
In Antwort auf imke_12235359

Danke
Hi Val!

Ich hab auch keinen sooo zeitintensiven Studiengang, von daher geht das schon mit dme Arbeiten. Aber ganz alleine kann ich das dann halt doch nicht finanzieren...

Ob das mit dem "Angstmachen" oder wie man das nennen will (ich gehe in eine andere Stadt zum studieren und die Eltern haben Angst um mich und zahlen deshlab doch) klappt weiß ich nicht. Denn ich hab ja schon hier angefangen zu studieren und MUSS nicht ausziehen.

Hm. Eltern anderer Bekannter die ich kenne orientieren sich dabei am BaFög-Satz, das klappt aber bei mir glaub ich nicht.

Vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein um sie davon zu überzeugen...

Schönen Abend noch und Danke auf jeden Fall für deine Antwort,

Schnecksche

Hallo,
ich habe selber eine 22jährige Tochter, die studiert und vor einem Jahr ausgezogen ist. Wir unterstützen sie mit dem Bafög-Satz und den Rest verdient sie sich dazu. Theoretisch hätte sie auch bei uns wohnen bleiben können, da sie in der gleichen Stadt studiert. Aber ich denke, wenn Kinder erwachsen werden, haben sie ein Recht auf ein eigenes Leben und eigene Erfahrungen und Entscheidungen und so was geht nun mal besser, wenn man zu Hause auszieht und selbständig wird.
Wir verstehen und verstanden uns gut, das war nicht der Grund für ihren Auszug.
Ich denke, wenn ein grundsätzlich gutes Verhältnis besteht, solltest Du doch mit Deinen Eltern reden können. Erläutere einfach Deine Gründe und dann kann man ja die Einzelheiten ausdiskutieren ... Und das Finanzielle, dass uns übrigens weniger belastet, als ich dachte. Eine längere Ausbildung kommt ja Kindern positiv zugute und sollte kein Grund sein, ihr Leben zu beschränken, wenn es möglich ist ...
Alles Gute und viel Erfolg, Rayofnight

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19. März 2003 um 13:34

Kommt drauf an
Hallo Schnecksche!

Soweit ich weiß, ist es völlig egal, ob du ausziehen musst, weil deine Ausbildung in einer anderen Stadt ist oder ob du innerhalb derselben Stadt umziehst und eigentlich nicht von daheim raus musst. Es kommt 1. drauf an, deine wievielte Ausbildung dies ist (denn die 1. Ausbildung muss von den Eltern finanziert werden). Und wenn du 2. noch weitere Ausbildungen drauf setzt, kommt es ganz drauf an, was es ist. Die Bankkauffrau, die dann BWL studiert oder der Tischler, der sich ans Architekturstudium wagt und dies vor allem direkt im Anschluss an die 1. Ausbildung macht, sind weiterhin unterhaltsbedürftig. Aber die Industriekauffrau, die erst mal 2 Jahre nach der Ausbildung arbeitet und dann beschließt Sozialpädagogik zu studieren (wie bei mir ), hat verloren.
Was du mit deinen Eltern privat regelst, bleibt natürlich eure Sache. Vielleicht wollen sie dich ja auch ewig unterstützen, vielleicht machen sie's aber auch in der 1. Ausbildung schon nicht. Aber fraglich, wer wirklich gegen die eigenen Eltern klagt...

LG von Superbugie - die aber trotz ihrem Halbwissen "alle Angaben ohne Gewähr" sagen muss!

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