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Austritt aus Freikirche - Erfahrungen?

1. März 2017 um 12:33

Hallo liebe Community,Ich wollte Mal Fragen ob sich hier jemand mit dem Austritt aus einer Freikirche auskennt und soetwas “bestenfalls” selbst erlebt hat. Ich rede vorallem von einem Austritt während man noch bei den Eltern wohnt, aber ich bin über jede Hilfe froh.Zu dem Grund meiner Frage: Mein Freund ist in einer evangelisch freikirchlichen Gemeinde. Wir sind seit einem halben Jahr zusammen und zwischen uns läuft alles soweit super. Wir sind wirklich sehr verliebt. Das Problem ist nur zum einen, das seine Eltern seine Entscheidung nicht akzeptieren dass er sein eigenes Leben leben möchte. Auf subtile Art und Weise versuchen sie ihn zum bleiben manipulieren, beispielsweise durch stundenlange Vorträge was denn nur aus ihm werden würde oder durch Tränen und Niedergeschlagenheit, wenn er Mal wieder bei mir war oder etwas anderes, was er aus ihrer Sicht nicht darf.Andererseits muss man sagen, dass es auch sehr schwierig ist zu sehen was er denn nun möchte. Zu Anfang hatte er noch 5 Mal die Woche etwas mit dieser Gemeinde zu tun, bisher fällt bereits dir Bibelstunde und der samstägliche Gottesdienst raus. Trotzdem besucht er immernoch die Jugendstunde, eine Musikstunde und den Gottesdienst am Sonntag.Er sagt er habe sich für ein Leben außerhalb dieser Gemeinde entschieden, was ich ihm auch glaube.Allerdings scheut er sich sich völlig von dieser Gemeinde zu lösen, um den anderen nicht zu schaden.Zuerst einmal seinen Eltern nicht, die doch sehr mitgenommen sind von dem ganzen. Meiner Sicht nach aber vor allem, weil sie nicht wissen was sie glauben sollen und solange er immernoch zur Kirche geht besteht eben eine Hoffnung, die sie nicht aufgeben wollen.Auf der anderen Seite stehen die Menschen der Gemeinde, die ihm seit seinem “outcoming” vor 2 Wochen sagen wie enttäuscht sie von ihm sind. (Er hatte so eine Art Vorbildfunktion).Er sagt er wolle den Schaden begrenzen indem er den Leuten Zeit lassen und erstmal noch hingehen möchte.Ich sehe das anders. Für mich kann nur eine klare Trennung wirklich helfen. Alles andere macht nur falsche Hoffnungen…
Hat jemand einen Rat was wohl der bessere Weg wäre? Er redet teilweise davon noch mehrere Monate zu warten, aber das ist mir zu lange. Ich liebe ihn, aber indem er diese “Schadensbegrenzung” betreibt tut er mir unglaublich weh.




 

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3. März 2017 um 22:42
In Antwort auf rehl1

Hallo liebe Community,Ich wollte Mal Fragen ob sich hier jemand mit dem Austritt aus einer Freikirche auskennt und soetwas “bestenfalls” selbst erlebt hat. Ich rede vorallem von einem Austritt während man noch bei den Eltern wohnt, aber ich bin über jede Hilfe froh.Zu dem Grund meiner Frage: Mein Freund ist in einer evangelisch freikirchlichen Gemeinde. Wir sind seit einem halben Jahr zusammen und zwischen uns läuft alles soweit super. Wir sind wirklich sehr verliebt. Das Problem ist nur zum einen, das seine Eltern seine Entscheidung nicht akzeptieren dass er sein eigenes Leben leben möchte. Auf subtile Art und Weise versuchen sie ihn zum bleiben manipulieren, beispielsweise durch stundenlange Vorträge was denn nur aus ihm werden würde oder durch Tränen und Niedergeschlagenheit, wenn er Mal wieder bei mir war oder etwas anderes, was er aus ihrer Sicht nicht darf.Andererseits muss man sagen, dass es auch sehr schwierig ist zu sehen was er denn nun möchte. Zu Anfang hatte er noch 5 Mal die Woche etwas mit dieser Gemeinde zu tun, bisher fällt bereits dir Bibelstunde und der samstägliche Gottesdienst raus. Trotzdem besucht er immernoch die Jugendstunde, eine Musikstunde und den Gottesdienst am Sonntag.Er sagt er habe sich für ein Leben außerhalb dieser Gemeinde entschieden, was ich ihm auch glaube.Allerdings scheut er sich sich völlig von dieser Gemeinde zu lösen, um den anderen nicht zu schaden.Zuerst einmal seinen Eltern nicht, die doch sehr mitgenommen sind von dem ganzen. Meiner Sicht nach aber vor allem, weil sie nicht wissen was sie glauben sollen und solange er immernoch zur Kirche geht besteht eben eine Hoffnung, die sie nicht aufgeben wollen.Auf der anderen Seite stehen die Menschen der Gemeinde, die ihm seit seinem “outcoming” vor 2 Wochen sagen wie enttäuscht sie von ihm sind. (Er hatte so eine Art Vorbildfunktion).Er sagt er wolle den Schaden begrenzen indem er den Leuten Zeit lassen und erstmal noch hingehen möchte.Ich sehe das anders. Für mich kann nur eine klare Trennung wirklich helfen. Alles andere macht nur falsche Hoffnungen…
Hat jemand einen Rat was wohl der bessere Weg wäre? Er redet teilweise davon noch mehrere Monate zu warten, aber das ist mir zu lange. Ich liebe ihn, aber indem er diese “Schadensbegrenzung” betreibt tut er mir unglaublich weh.




 

Hii,
​also meine eltern waren auch mal aus so einer gemeinde ausgetreten, ich weiss aber nixht so genau.
​die leute, die vorher noch total gute freunde zu sein schienen, gaben sich gar keine mühe mehr, kontakt zu behalten.
aber du kannst deinem freund sagen, dass er überhaupt keine achadensbegrenzung zu machen braucht. Es ist seine entscheidung, auszutreten und die haben das zu akzeptieren und schluss ist. Meiner meinung nach soll er einfach nichr mehr hingehen. Aber ich bin auch sehr kritisch eingestellt gegen religion. Von daher...
​lass mich mal wissen wie s unterdessen ausschaut

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22. März 2017 um 9:50

Hallo,

ich habe selbst Erfahrung damit gesammelt. Ich bin nach 30 Jahren, in denen ich Mitglied war, vor, 1,5 Jahren aus einer Freikirche ausgetreten. Wer, so wie dein Freund, in so einer (im positiven, wie negativen Sinne) Blase aufgewachsen ist, der bekommt quasi mit der Muttermilch ganz andere Ansichten und Werte vermittelt, als normale Menschen. Zum Beispiel, dass sich auch das ganze soziale Leben rund um die Gemeinde abspielt, wie Du das geschrieben hast. Das ist kein bewusst gesteuerter Prozess, aber die Menschen sind in einem geschlossenen Kreis und andere Lebensmodelle, Ansichten und dergleichen kommen da gar nicht vor. Also wird man damit auch nicht konfrontiert. 

Ich glaube dein Freund ist in einem Abnabelungsprozess. Ich würde Dir raten, an seiner Seite zu bleiben und keinen Druck auszuüben. Er wird seinen Weg schon gehen, und er hat ja seine Kontakte schon reduziert.

Falls es Dich interessiert, hier ist ein guter Buchtipp, der vielleicht (ich kann ja in deinen Freund nicht hineinsehen und kenne ihn nicht), Dir hilft, seinen Prozess besser zu verstehen. Es ist eine Studie (keine Sorge sehr einfach und verständlich geschrieben), die sich erstmaling im deutschsprachigen Raum mit der Loslösung von jungen Menschen von ihrem Glauben, ihren Kirchen etc. widmet. Ich habs gelesen, und es hat mir sehr geholfen.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit helfen. Das Buch kann ich wirklich sehr empfehlen.

https://www.amazon.de/Warum-ich-nicht-mehr-glaube/dp/3417265835/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1490172542&sr=8-1&keywords=warum+ich+nicht+mehr+glaube

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22. März 2017 um 15:32
In Antwort auf rehl1

Hallo liebe Community,Ich wollte Mal Fragen ob sich hier jemand mit dem Austritt aus einer Freikirche auskennt und soetwas “bestenfalls” selbst erlebt hat. Ich rede vorallem von einem Austritt während man noch bei den Eltern wohnt, aber ich bin über jede Hilfe froh.Zu dem Grund meiner Frage: Mein Freund ist in einer evangelisch freikirchlichen Gemeinde. Wir sind seit einem halben Jahr zusammen und zwischen uns läuft alles soweit super. Wir sind wirklich sehr verliebt. Das Problem ist nur zum einen, das seine Eltern seine Entscheidung nicht akzeptieren dass er sein eigenes Leben leben möchte. Auf subtile Art und Weise versuchen sie ihn zum bleiben manipulieren, beispielsweise durch stundenlange Vorträge was denn nur aus ihm werden würde oder durch Tränen und Niedergeschlagenheit, wenn er Mal wieder bei mir war oder etwas anderes, was er aus ihrer Sicht nicht darf.Andererseits muss man sagen, dass es auch sehr schwierig ist zu sehen was er denn nun möchte. Zu Anfang hatte er noch 5 Mal die Woche etwas mit dieser Gemeinde zu tun, bisher fällt bereits dir Bibelstunde und der samstägliche Gottesdienst raus. Trotzdem besucht er immernoch die Jugendstunde, eine Musikstunde und den Gottesdienst am Sonntag.Er sagt er habe sich für ein Leben außerhalb dieser Gemeinde entschieden, was ich ihm auch glaube.Allerdings scheut er sich sich völlig von dieser Gemeinde zu lösen, um den anderen nicht zu schaden.Zuerst einmal seinen Eltern nicht, die doch sehr mitgenommen sind von dem ganzen. Meiner Sicht nach aber vor allem, weil sie nicht wissen was sie glauben sollen und solange er immernoch zur Kirche geht besteht eben eine Hoffnung, die sie nicht aufgeben wollen.Auf der anderen Seite stehen die Menschen der Gemeinde, die ihm seit seinem “outcoming” vor 2 Wochen sagen wie enttäuscht sie von ihm sind. (Er hatte so eine Art Vorbildfunktion).Er sagt er wolle den Schaden begrenzen indem er den Leuten Zeit lassen und erstmal noch hingehen möchte.Ich sehe das anders. Für mich kann nur eine klare Trennung wirklich helfen. Alles andere macht nur falsche Hoffnungen…
Hat jemand einen Rat was wohl der bessere Weg wäre? Er redet teilweise davon noch mehrere Monate zu warten, aber das ist mir zu lange. Ich liebe ihn, aber indem er diese “Schadensbegrenzung” betreibt tut er mir unglaublich weh.




 

warum trittst du nicht bei ? schon sind alle zu frieden .

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