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Atomkraft

3. Juni 2009 um 11:25

Die Geschichte Tschermobyls 1986 zeigte uns sehr deutlich die Risiken dieser Technologie.
Es produzieren Weltweit ca.440 Atomkraftwerke den angeblich "sauberen Strom".
Der daraus resultierende radioaktive Abfall, stellt nach wie vor in seiner Entsorgung, ein riesen Problem dar.
Im Falle einer radioaktiven Verseuchung der Erde werden Landstriche unbewohnbar.
Spätere Generationen müssen die Konsequenzen für diese unverantwortliche Stromgewinnung tragen.

Profit durch Atomkraft. Konzerne wie: RWE, Vattenfall, e-on, und EnBw halte ich für eine Form von skrupelloser Gewalt für die zivile Bevölkerung und deren Lebensraum.
Einige Parteien unter anderem die CDU unterstützen diese Lobby und nutzen finanzielle Aspekte, für eigene profilierungen.

Jedes der 440 Atomkraftwerke ist ein Risiko für unseren Planeten und das Leben an sich.
Ich würde mich freuen dem ein oder anderen Mut zu machen sich entschieden gegen diese Technologie einzusetzen.
Evtl. den Strommanbieter zu wechseln, autark Energie zu produzieren oder politisch für ein :"nein zum Atomstrom" zu stimmen.

Für eine Strahlenfreie Zukunft.
Eschenkreis.

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3. Juni 2009 um 11:34

Bin auch gegen Atomkraft...
....jedoch wird es schwierig, gleichzeitig am Ausstieg aus der Atomkraft festzuhalten und den CO2-Ausstoß zu verringern. Während die Menschen immer sehr zögerlich an alternative Energiequellen heran gegangen sind (Windräder verschandeln die Landschaft, Gezeitenkraftwerke sprechen auch nicht die Massen an, Solarenergie muss auch durch Subventionen gepusht werden) soll nun also alles holterdipolter und ratzfatz gehen..... Ich fürchte, das ist utopisch. Vielleicht wird sich der Ausstieg aus der Atomenergie wohl verzögern.... traurig.

Was ich tun will: Ich würde gerne, wenn ich je ein Haus bauen sollte, eines dieser Energiesparhäuser bauen, die fast autark sind und nur noch einen Wasseranschluss benötigen. Gelüftet wird nicht über die Fenster, sondern über ein Belüftungssystem, das die Temperatur konstant hält, indem Wärme getauscht wird, bevor die Luft getauscht wird... Solarzellen auf dem Dach, Brauchwasser kann in der Toilettenspülung wiederverwertet werden....
Ja, sowas würde mir gefallen. Es ist nebenbei auch noch ein riesiges Einsparpotential, was den Geldbeutel betrifft.
Und die Forschung in Richtung saubere Energie sollte gefördert werden. Meine beste Freundin will dort arbeiten und "die Welt retten"

Etwas Idealismus kann man tatsächlich umsetzen, wenn man nur will.

LG

Ele

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3. Juni 2009 um 12:20

Hmm....
gilt es denn als gesichert, dass sich Pilzsporen usw. in diesen Häusern besser ausbreiten?
Und woher hast du die 2% Einsparung? Habe da von deutlich positiveren Erfahrungen gehört.
Hast du womöglich Quellen?

Und was das Wohnklima betrifft: Habe keine Angst vor Technik, hauptsache es geht nicht alles gleich unter, wenn mal ein defekt vorliegt.

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3. Juni 2009 um 12:25

In einer optimalen
Welt ließe sich beides kombinieren. Einsparungen bringen erst einmal ein riesiges Potential, aber es würde niemals dazu führen, dass wir der Erde weniger entnehmen würden, als sie sich zurück holen kann. Wenn die Einsparung erst einmal da ist, wird es ja auch einfacher, auf regenerative Energiequellen umzusteigen!
Aber Recht hast du allemal: Wir sind zu verschwenderisch, da lässt sich noch einiges machen. Die Notebooks zeigen es auch auf technologischer Seite: Wenn der Kunde ein energiesparendes System haben will (weil er nicht immer an der Steckdose hängt), dann wird auch so ein Rechner effizienter in der Energienutzung. Dahingegen sind Desktop-PCs die amerikanischen Geländefahrzeuge unter den Rechnern

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3. Juni 2009 um 13:03

Nunja...
....ich hab ja noch nichteinmal mein Studium gänzlich beendet. Bis ich die finanziellen Möglichkeiten habe, werden diese Technologien hoffentlich einige Schritte weiter sein und nicht mehr so ganz in den Kinderschuhen stecken
Klar: sollten sich die Dinger bis dahin nicht bewährt haben, werde ich auch Abstand davon nehmen, aber ich glaube ja durchaus an die Problemlösungsstrategien unserer Erfinder.

Aber du hast schon recht: Man muss sich immer informieren, bevor man in einem Idealismuswahn seine Lebensqualität ruiniert.

"Hast Du mal in einem fensterlosen Bad den Filter des Entlüftungsgitters ausgetauscht? Ich möchte nicht dauernd Luft atmen, die durch so einen Nährboden geblasen wird....."
Nein, aber an meiner Uni wächst der Dreck schon aus den Belüftungslöchern heraus....
Ich hoffe einfach, dass es in einem Hightech-Haus auch dafür eine Lösung gibt, wenn nicht, dann bleib ich natürlich beim Lüften über die Fenster. Ich meine: Vielleicht wachsen in dem Haus ja auch Kinder auf, das muss doch net sein....

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3. Juni 2009 um 14:01

Ich möchte es mal folgendermaßen kommentierern :

"Die Lüge vom billigen Atomstrom " :

http://www.youtube.com/watch?v=n3pS1-swn1o

ca. 5 Minuten ...

WER das bis zum Ende der paar Minuten anschaut, brauch gar nich mehr weiterzudiskutieren in Richtung "aber Atomstrom bringt doch soo viel ... ".

Und davon, dass in Nähe von Atomkraftwerken, (explizit in der Nähe der Atomkraftwerke wo es bereits den ein oder anderen "Störfall" gab) die Leukämie-Rate exorbitant erhöht ist, brauchen wir gar nich erst anzufangen ...,
denn der angebliche "Atomstrom-Vorteil"-Irrsinn spricht schon genug für sich ...

Ich merke, dass ich mich schon wieder aufrege ... , und am meisten darüber wie wir manipuliert werden sollen, wenn die, die davon profitieren uns glauben machen wollen, dass es auch nur irgendeinen Vorteil GÄBE Atomstrom zu erzeugen ...,

denn es gibt weniger als keinen ...

dafür aber eine übergroße Anzahl an Gründen dafür diesen Irrsinn so schnell als möglich zu beenden.

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3. Juni 2009 um 21:07

Laut Greenpeace
sind es 27% Atomstrom, hier bei uns. In Frankreich wesentlich mehr. Es gibt in Deutschland 12 Reaktorstandorte. Atomkraftwerke sind nicht co2-neutral, das Uran muss ja auch sehr energieintensiv gefördert werden.
LG Auraplasma

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3. Juni 2009 um 21:38

Ich rauche sehr gerne...
und beziehe wegen meinem schlechten co2-Gewissen (60 Gramm Tabak die Woche) trotzdem keinen Strom von Vattenfall, sondern Ökostrom. Wir verbrauchen sehr wenig, 20 Euro/Monat zu fünft. Wenn das mal keine Lösung ist...

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4. Juni 2009 um 9:16

Hehe
Du bist aber ein ganz Sarkastischer, was?
Ich will nicht die Zivilisation schlecht reden, ich will als Kunde der Stromlieferanten nur die Wahl haben, zu "grünerem" Strom zu wechseln. Bin ja kein Umweltaktivist.

Ich rauche übrigens nicht.

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5. Juni 2009 um 11:30

Nachtrag.....
Die Lobbyisten verdienen am Gewinn und wir als Steuerzahler kommen für den Transport und die Endelagerung des Radioaktiven Abfalls auf.Der ca 1000 Jahre Strahlt.
Ich kann hier leider keine genauen Fakten über die höhe der Ausgaben von Bund und Länder für Atommülllagerung geben.Vielleicht einer von Euch?
Schätze aber wenn diese Summe auf die Atomstrompreise gelegt werden würde, sehe die Preisdifferenz zum Ökostrom, anders aus.
LG Eschenkreis

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8. Juni 2009 um 9:25

Danke t4u.
Prima Beitrag!

Alles Gute
Eschenkreis.

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14. Juni 2009 um 20:06

Ich stehe
Atomkraftwerken nicht unbedingt offen gegenüber, allerdings fehlt mir bis heute eine echte Alternative. Naturstrom ist lange nicht so weit, und ich frage mich auch allmählich, wie es aussehen soll, wenn Naturstrom mit den heutigen Mitteln weitergetrieben wird. Windräder auf jedem freien Fleck? Kleine Kraftwerke an jedem noch so kleinen Naturwasserfall? Da graut es mir auch ein bisschen vor...

Übrigens ist Tschernobyl ein absolut inkorrektes Beispiel, wenn man über die Risiken sprechen will. Was dort passiert ist, hatte NICHTS mit den tatsächlichen Risiken von Atomkraftwerken zu tun - ich denke, google wird dir weiterhelfen.

Das nur als kleiner Einwand, bevor man Atomkraft pauschal verteufelt...

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14. Juni 2009 um 20:44

Weiß ich wohl
nur wie hier schon erwähnt wurde: Der Strom durch Atomkraft ist tatsächlich gar nicht so günstig, da viele Kosten durch Steuern gedeckt sind. Dies ist eine Marktverzerrung, die schlicht nicht nötig wäre! Ohne diese versteckten Kosten würde die Allgemeinheit vielleicht ganz anders wählen? Soll heißen, wenn die Kosten sich in der Stromrechnung auch entsprechend wieder finden ließen.
Was ist das denn bitte für eine "Wahl", die der Kunde hat, wenn er über die Steuern die Atomkraft so oder so mitfinanziert?
Und EOn hat ja auch schon mit großen Ökostromanteilen geworben, die gar nicht so viel größer waren als bei der Konkurrenz....

Aber da du dich ja eh nicht sonderlich für Atomkraftwerk-Abschaltungen interessierst, sollte das ja nicht weiter stören....

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14. Juni 2009 um 21:00

Ja warum wohl?
Igitt, aufkeimender Idealismus! Bloß niederflamen!

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14. Juni 2009 um 21:06

Hast
du heute deinen aufgeregten Tag?
Ich schrieb, dass es mir zur Zeit an klaren Alternativen fehlt. Du sagst, es gibt solche sehr wohl, dann bin ich dankbar, wenn du mich informierst - ich kenne nur Kohle oder Windmühlen, und letzere sind zwar naturfreundlich, aber ich will nicht in einem Wald aus Windmühlen spazieren gehen.

Und Tschernobyl ist sehr, sehr wohl ein falsches Beispiel, im Gegensatz zu Anderem - wenn ich mich in ein Auto setze, Vollgas gebe, nicht lenke, und dann gegen eine Wand knalle, brauche ich dieses Vorgehen nicht als einen Beweis für die Schädlichkeit des Autos anzuführen. Wenn ich von den Schadstoffemissionen, dem Lärm, dem produzierten Müll, den unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen etc rede, schon eher. Tschernobyl ist nur leider haargenau der Fall des mit Vollgas und ohne Lenker gegen die Wand geknallten Autos - und insofern ganz speziell lediglich ein Beispiel für die Zerstörungskraft menschlicher Dummheit.

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14. Juni 2009 um 22:14

Ich bin eigentlich alles andere als ein Idealist
Wie viele Menschen heutzutage denke auch ich recht pragmatisch. Aber Veränderungen zum Guten, die möglich sind.... warum soll man nicht dafür sein?

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14. Juni 2009 um 22:17

Du
machst mich heute etwas ärgerlich.

Noch einmal: ICH (ich persönlich!) erkenne zur Zeit noch keine entsprechend weiten Alternativen. Das was du aufzählst kenne ich zwar, aber reicht es aus? Reicht es so weit aus, dass man es schnell und effektiv durchführen könnte? Sind die Techniken tatsächlich komplett ausgereift? Das weiß ich nicht, und solange ich das nicht weiß, führe ich das nicht als eine aktuell adäquate Alternative an. Deswegen meine Bitte, da genauere Informationen zu liefern - Genaueres weiß ich bisher immer noch nicht. Was es mit oberflächlich zu tun hat, nicht einfach ja und amen zu etwas zu sagen, was man in dieser Tragweite nicht kennt, ist mir schleierhaft. Ich kann hier noch ergänzen, dass mich diese Tendenz, um alles, wo Öko oder Bio dransteht, einen Regentanz mit Anbetung zu veranstalten, ganz generell nervt. Das goldene Kalb des neuen Jahrtausends ist gefunden.... Natur und Bio sind eine tolle Sache. Aber nicht per se und in allen Bereichen und dazu noch sofort einsetzbar und sinnig.

Schließlich noch einmal zu Tschernobyl: es war nicht bloß der Human Factor. Es war nicht bloß ein FEHLER oder eine Schnittstelle Mensch. Es war dermaßen hirnrissiges, BEWUSST gefährliches Verhalten, bei dem sämtliche Fehlermeldungen ignoriert wurden, dass man es nicht als Unfall ansehen kann. Du kennst den Hergang doch sicherlich? Seit dem kann man bei Atomkraftwerken (meines Wissens nach) auch nicht so einfach die Sicherungen manuell ausschalten (was natürlich von Anfang an Sinn gemacht hätte, aber wer dachte schon daran, dass es solche Idioten gibt...). Ich sage nicht, Atomkraftwerke wären nicht gefährlich - sind sie. Aber wenn ich diese Einrichtungen kritisch betrachten will, dann interessieren mich doch eher echte Unfälle, mich interessiert die Strahlung, die Langzeitwirkung auf Mitarbeiter und Umwelt, etc. Eine von Idioten sehenden Augens herbeigeführte Katastrophe ist da einfach kein typisches Beispiel für generelle Risiken und Gefahren der Atomindustrie. So wenig wie das gegen die Wand gesetzte Auto ein generelles Beispiel für Unfallgefahren im Verkehr wäre.

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15. Juni 2009 um 10:06

?
Das Fragezeichen ist alles, was mir in den Kopf kommt, wenn ich deinen Beitrag lese. Nein ich kenne mich nicht vertieft damit aus - deswegen meine Sicht, und deswegen auch meine Nachfrage zu dem Thema. Diese Information hättest du mir in ruhigem Ton und direkt geben können, bevor du mir Verständnislosigkeit und Faktenfreiheit vorwirfst. Ich weiß nicht was dir über die Leber gelaufen ist, aber ich denke, ich möchte in diesem Ton nicht weiter mit dir reden.

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16. Juni 2009 um 12:24

Meine Alternativen
Ich wollte hier eigentlich nicht so ins persönliche gehen, aber da Du es unbedingt wissen willst, hier meine Art Energie zu nutzen.
Ich beziehe ca.die Hälfte des Jahres Strom von Greenpeace,die andere Hälfte von einer 12Volt Solaranlage.
Sämtliche Verbraucher in meinem Haushalt laufen mit wenig Strom, betreibe nicht kontinuierlich einen Kühlschrank außer im Sommer über Solarstrom.Die Wäsche wird oft Kalt und noch dazu mit Regenwasser gewaschen usw....
Ich denke jeder kann im persönlichen versuchen, Strom und Ressourcen einzusparen.
Das ist ein einfacher Schritt mit immenser Tragweite.

Die alternative die Ich mir vorstelle ist: die Sahara zum Stromlieferanten zu erklären und damit, den Energiebedarf Weltweit zu decken.
Die Staaten die mit dem Öl ihr Geschäft machen haben längst in Solar investiert um nach dem Öl Wasserstoff mit Sonnenenergie herzustellen und diesen als Brennstoff zu verkaufen.
Aber solange Profite winken werden Alternativen nicht gefördert.Nicht mal im Sinne der Erhaltung unseres Lebensraumes.

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16. Juni 2009 um 12:46
In Antwort auf mallt_12773517

Du
machst mich heute etwas ärgerlich.

Noch einmal: ICH (ich persönlich!) erkenne zur Zeit noch keine entsprechend weiten Alternativen. Das was du aufzählst kenne ich zwar, aber reicht es aus? Reicht es so weit aus, dass man es schnell und effektiv durchführen könnte? Sind die Techniken tatsächlich komplett ausgereift? Das weiß ich nicht, und solange ich das nicht weiß, führe ich das nicht als eine aktuell adäquate Alternative an. Deswegen meine Bitte, da genauere Informationen zu liefern - Genaueres weiß ich bisher immer noch nicht. Was es mit oberflächlich zu tun hat, nicht einfach ja und amen zu etwas zu sagen, was man in dieser Tragweite nicht kennt, ist mir schleierhaft. Ich kann hier noch ergänzen, dass mich diese Tendenz, um alles, wo Öko oder Bio dransteht, einen Regentanz mit Anbetung zu veranstalten, ganz generell nervt. Das goldene Kalb des neuen Jahrtausends ist gefunden.... Natur und Bio sind eine tolle Sache. Aber nicht per se und in allen Bereichen und dazu noch sofort einsetzbar und sinnig.

Schließlich noch einmal zu Tschernobyl: es war nicht bloß der Human Factor. Es war nicht bloß ein FEHLER oder eine Schnittstelle Mensch. Es war dermaßen hirnrissiges, BEWUSST gefährliches Verhalten, bei dem sämtliche Fehlermeldungen ignoriert wurden, dass man es nicht als Unfall ansehen kann. Du kennst den Hergang doch sicherlich? Seit dem kann man bei Atomkraftwerken (meines Wissens nach) auch nicht so einfach die Sicherungen manuell ausschalten (was natürlich von Anfang an Sinn gemacht hätte, aber wer dachte schon daran, dass es solche Idioten gibt...). Ich sage nicht, Atomkraftwerke wären nicht gefährlich - sind sie. Aber wenn ich diese Einrichtungen kritisch betrachten will, dann interessieren mich doch eher echte Unfälle, mich interessiert die Strahlung, die Langzeitwirkung auf Mitarbeiter und Umwelt, etc. Eine von Idioten sehenden Augens herbeigeführte Katastrophe ist da einfach kein typisches Beispiel für generelle Risiken und Gefahren der Atomindustrie. So wenig wie das gegen die Wand gesetzte Auto ein generelles Beispiel für Unfallgefahren im Verkehr wäre.

@eine von Idioten herbeigeführte Katastrophe@
Akws stellen nicht nur durch menschliches Versagen ein enormes Risiko, für das Leben auf unserem Planeten dar.
Terroristtische Angriffe und Naturkatastrophen sind nur zwei Beispiele der Unberechenbarkeit dieser Technologie.
Was glaubst Du wie ein Kraftwerk einem Erdbeben standhält?
Verseuchte Landstriche auf Generationen, wäre nur ein Resultat davon.
Die Lösung für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung liegt in - Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energieeinsparung.
Versorgungsicherheit, Klima- und Umweltschutz müssen in Einklang gebracht werden um die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien zu schaffen.
Ich denke das nur mit einem Ausstieg aus der Atomenergie diese Energiewende gelingen kann.
LG Eschenkreis

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16. Juni 2009 um 16:32
In Antwort auf tordis_12115321

@eine von Idioten herbeigeführte Katastrophe@
Akws stellen nicht nur durch menschliches Versagen ein enormes Risiko, für das Leben auf unserem Planeten dar.
Terroristtische Angriffe und Naturkatastrophen sind nur zwei Beispiele der Unberechenbarkeit dieser Technologie.
Was glaubst Du wie ein Kraftwerk einem Erdbeben standhält?
Verseuchte Landstriche auf Generationen, wäre nur ein Resultat davon.
Die Lösung für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung liegt in - Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energieeinsparung.
Versorgungsicherheit, Klima- und Umweltschutz müssen in Einklang gebracht werden um die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien zu schaffen.
Ich denke das nur mit einem Ausstieg aus der Atomenergie diese Energiewende gelingen kann.
LG Eschenkreis

Das ist der Punkt
Tschernobyl war kein Versagen. Es war ein willentlich gefährliches und gefährdendes Verhalten. Der Worst Case, sicherlich (obwohl es in genau dieser Form seit Tschernobyl dank angepasster Systeme nicht mehr passieren kann), aber es sagt nichts über die im Normalfall bestehenden Risiken, nichts über die Langzeitrisiken etc aus. Deswegen halte ich das für ein unpassendes Beispiel, nur darum geht es.

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17. Juni 2009 um 11:57

@Verseuchungen finden nicht stärker statt als eine Stunde Autoradio zu hören@
Das mußt Du mir aber noch mal genauer erklären.Ich kann beim besten Willen kein Zusammenhang, der Auswirkungen, zwischen Radiowellen und radioaktiver Strahlung erkennen.Vielleicht weil ich vom Grün wählen schon keine Objektivität mehr besitze .
Die wilde Natur in in all Ihren bunten Facetten gibt es nach einer Atomaren Katastrophe so ja auch nicht mehr, dann braucht man sich auch nicht vor Störchen in Windrädern zu Gruseln.
Aber dafür kommen dann ja neue Mutationen bei rum.
Fische mit drei Flossen oder vielleicht Störche mit zwei Schnäbeln.
Aber das braucht sehr lange, weil ein atomar verseuchter Boden erst einmal alles befindliche Leben darauf erkranken lässt und das ist alles andere als ansehnlich.
Zum Thema Preiswert, würde ich dir noch den Thread von T4U ans Herz legen.Dort ist sehr ausführlich beschrieben was den Atomstrom so billig macht.
Effizienz bedeutet für mich, auch eine Abwägung des Nutz- und Risikofaktors, der meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zueinander steht.
Aber das weist Du ja schon.
Nichts für ungut liebe Maybe.
Jeder hat das Recht auf seine Meinung.
Alles Gute
Eschenkreis.

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17. Juni 2009 um 12:15

Kurze Zwischenfrage..............
Wen meinst Du hier eigentlich?

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17. Juni 2009 um 14:31

Solarenergie aus der Sahara
Von der Idee gehört habe ich vor vielen Jahren schon. Ich würde spontan sagen, 10 Jahre könnte es schon her sein. Tatsächlich hätten wir auch schon lange die Technologie dazu.

Und hier eben greift das Problem mit dem subventionierten Atomstrom: Wenn die Verbraucher drauf zahlen müssen, um Öko-Strom zu bekommen, dann wird nunmalhalt nur eine Minderheit auch diesen nutzen! Das kann man sicherlich verurteilen, aber es ist leider auch eine ganz natürliche Reaktion.
Wenn Atomstrom in der Stromrechnung so teuer wäre, wie er tatsächlich (mit allen indirekten Kosten) ist, dann würde auch die breite Masse eher Ökostrom wählen!
Und dann erst interessieren sich Betriebe für die Investition in neue Energiequellen.

Übrigens stand es heute in der Zeitung: Einige Firmen wollen tatsächlich ein riesiges Solarfeld in der afrikanischen Wüste errichten. Ich hoffe, es wird was draus.
Immerhin wird die Welt nicht gerettet, nur weil Eschenkreis für sich entschlossen hat, das Ökostrom eine gute Sache ist (nicht persönlich nehmen, ich finde den Idealismus vorbildlich und das auch deswegen, weil es nahezu hoffnungslos aussieht), sie kann dann erst gerettet werden, wenn die breite Masse auf den Zug mitaufspringt.
Deswegen halte ich es ehrlich gesagt auch nicht ok, wenn du verlangst, man müsse schon Ökostromnutzer und Gutmensch sein, um Atomstrom zu kritisieren! Idealisten mögen etwas ins rollen bringen können, sie mögen Vorreiter sein, aber es ist gut und wichtig, dass in der trägen Masse Menschen existieren die sagen "Ich will ja auch einen Wandel, aber mein Verhalten allein fällt kaum ins Gewicht. Es muss sich etwas am Strommarkt ändern, dann wird im Großen etwas bewegt und ich werde dabei sein!"
Wäre ja schade, wenn es neben den wenigen Idealisten nur noch träge Umweltschweine gäbe und sonst keine Grauabstufungen. Dann hätten wir nämlich wirklich schon verloren!

Deswegen sage ich auch nicht, wie meine Stromnutzung aussieht, es ist nämlich schlichtweg nicht nötig, das heraus plaudern zu müssen und eine rhetorische Finte deinerseits ist es allemal.
Aber so viel: So vorbildlich wie Eschenkreis bin ich nicht. Denn wie anderswo schon erwähnt: Ich bin kein Idealist. Mir fällt es schwer, große Entbehrungen auf mich zu nehmen, aber einen geringen Effekt zu erzielen, weil ich einer verschwindend kleinen Minderheit angehören würde. Aber ich denke gerne mit und versuche die öffentliche Meinung ein wenig mit zu prägen, wie z.B. in öffentlichen Diskussionen wie dieser hier. Denn das hilft auch, letztendlich die Massen zu mobilisieren.

Ich hoffe, ich konnte dich mit den pragmatischen Nicht-Idealisten etwas versöhnen, auch wenn ein aktiver Idealist für das konkrete Ziel immer wertvoller sein wird

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17. Juni 2009 um 21:04

Da kann man mal sehen
...dass der Kapitalismus manchmal die bessere Alternative wäre. Ohne Marktverfälschung würde 1.) der Kunde besser wählen und 2.) lässt sich Umweltfreundlichkeit und Fortschritt meist mit geringeren Produktionskosten in Deckung bringen, so dass die Kosten bei steigender Umweltfreundlichkeit eher noch sinken müssten!
Kapitalismus bedeutet auch: Volle Macht den Kunden. Dazu müssen nur Monopolbildung und Preisabsprachen verhindert werden.

Dieses ganze Subventionieren, Korruption unter Politikern, Wahrheitsverfälschungen der Lobbyisten... all das sind Dinge die falsch laufen und den Markt verzerren. Ein "gesunder" Markt schafft mehr Gerechtigkeit als diese Rumdoktorei und Verlogenheit.

Ich habe auch stark das Gefühl, dass die CO2-Katastrophen-Skandale als neues Alibi für die Beibehaltung des Atomstroms genutzt werden. Als gäbe es nur Verbrennung und Radioaktivität!
Und irgendwie klappt es wohl auch nicht so ganz mit der Risikoabschätzung in dieser Thematik, oder? Allmähliche globale Erwärmung ist schlimm, keine Frage und da muss sicherlich einiges gemacht werden. Aber ein einziger GAU eines einzelnen Atomkraftwerks kann auf großer Fläche jeder Zeit sehr viel mehr Schaden auf einmal anrichten! Und da ist es ganz egal ob es "nur menschliches Versagen" war, denn auch das muss in die Risikoabschätzung miteinbezogen werden, genau so ob es ein Fehler am Bau war oder ob man Atomkraftwerke einfach tickende Zeitbomben sind. Es geht nicht darum, WARUM die Dinger gefährlich werden können, es geht darum, DASS sie gefährlich werden können!
Klar: In der besten aller anzunehmenden Welten wären Atomkraftwerke natürlich sicher, denn die Menschen wären perfekt und die Technik unfehlbar. In einer solchen Welt würde auch nie ein Unschuldiger verurteilt werden. In dieser Welt leben wir aber nicht und daher müssen wir doch ehrlich sagen: Atomkraftwerke sind eine Gefahr!

Nun, ich will mich auch nicht weiter hinein steigern. Zwar habe ich mich bei weitem noch nicht so tief in die Materie hineingelesen wie du es getan hast, aber es ärgert mich auch wie die Gefahren kleingeredet werden und neue Technologien kleingehalten werden. Nicht zuletzt natürlich auch wegen der Kunden: Windenergie z.B. ist nicht populär (und ich als Vogelfreund verstehe das durchaus...) und generell steht der Kunde neuen Ideen auch erst einmal skeptisch gegenüber (konnte sich noch nicht bewären)

LG
Ele

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18. Juni 2009 um 11:00
In Antwort auf liva_11977900

Solarenergie aus der Sahara
Von der Idee gehört habe ich vor vielen Jahren schon. Ich würde spontan sagen, 10 Jahre könnte es schon her sein. Tatsächlich hätten wir auch schon lange die Technologie dazu.

Und hier eben greift das Problem mit dem subventionierten Atomstrom: Wenn die Verbraucher drauf zahlen müssen, um Öko-Strom zu bekommen, dann wird nunmalhalt nur eine Minderheit auch diesen nutzen! Das kann man sicherlich verurteilen, aber es ist leider auch eine ganz natürliche Reaktion.
Wenn Atomstrom in der Stromrechnung so teuer wäre, wie er tatsächlich (mit allen indirekten Kosten) ist, dann würde auch die breite Masse eher Ökostrom wählen!
Und dann erst interessieren sich Betriebe für die Investition in neue Energiequellen.

Übrigens stand es heute in der Zeitung: Einige Firmen wollen tatsächlich ein riesiges Solarfeld in der afrikanischen Wüste errichten. Ich hoffe, es wird was draus.
Immerhin wird die Welt nicht gerettet, nur weil Eschenkreis für sich entschlossen hat, das Ökostrom eine gute Sache ist (nicht persönlich nehmen, ich finde den Idealismus vorbildlich und das auch deswegen, weil es nahezu hoffnungslos aussieht), sie kann dann erst gerettet werden, wenn die breite Masse auf den Zug mitaufspringt.
Deswegen halte ich es ehrlich gesagt auch nicht ok, wenn du verlangst, man müsse schon Ökostromnutzer und Gutmensch sein, um Atomstrom zu kritisieren! Idealisten mögen etwas ins rollen bringen können, sie mögen Vorreiter sein, aber es ist gut und wichtig, dass in der trägen Masse Menschen existieren die sagen "Ich will ja auch einen Wandel, aber mein Verhalten allein fällt kaum ins Gewicht. Es muss sich etwas am Strommarkt ändern, dann wird im Großen etwas bewegt und ich werde dabei sein!"
Wäre ja schade, wenn es neben den wenigen Idealisten nur noch träge Umweltschweine gäbe und sonst keine Grauabstufungen. Dann hätten wir nämlich wirklich schon verloren!

Deswegen sage ich auch nicht, wie meine Stromnutzung aussieht, es ist nämlich schlichtweg nicht nötig, das heraus plaudern zu müssen und eine rhetorische Finte deinerseits ist es allemal.
Aber so viel: So vorbildlich wie Eschenkreis bin ich nicht. Denn wie anderswo schon erwähnt: Ich bin kein Idealist. Mir fällt es schwer, große Entbehrungen auf mich zu nehmen, aber einen geringen Effekt zu erzielen, weil ich einer verschwindend kleinen Minderheit angehören würde. Aber ich denke gerne mit und versuche die öffentliche Meinung ein wenig mit zu prägen, wie z.B. in öffentlichen Diskussionen wie dieser hier. Denn das hilft auch, letztendlich die Massen zu mobilisieren.

Ich hoffe, ich konnte dich mit den pragmatischen Nicht-Idealisten etwas versöhnen, auch wenn ein aktiver Idealist für das konkrete Ziel immer wertvoller sein wird

Liebe Eleonor
Wie kommst Du den darauf, das ich verlange, das man Ökostrom Nutzer und Gutmensch sein muß, um Atomstrom zu kritisieren?
Na gut ich komme vielleicht etwas idealistisch rüber.
Doch was wäre meine eigene Meinung, wenn sie nicht 100% Idealistisch ist?
Damit könnte ich mich vermutlich nicht zufrieden geben.
Es ist lediglich meine Art zu Leben.
Das heißt aber nicht das alle die es anders machen, falsch liegen.
Die Welt lebt und entwickelt sich doch, durch Ihre Vielfalt.

Wie alles sich zum ganzen webt
eins in dem anderen wirkt und lebt.(Goethe)

In diesem Sinne alles Gute.
Eschenkreis





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18. Juni 2009 um 11:22
In Antwort auf tordis_12115321

Liebe Eleonor
Wie kommst Du den darauf, das ich verlange, das man Ökostrom Nutzer und Gutmensch sein muß, um Atomstrom zu kritisieren?
Na gut ich komme vielleicht etwas idealistisch rüber.
Doch was wäre meine eigene Meinung, wenn sie nicht 100% Idealistisch ist?
Damit könnte ich mich vermutlich nicht zufrieden geben.
Es ist lediglich meine Art zu Leben.
Das heißt aber nicht das alle die es anders machen, falsch liegen.
Die Welt lebt und entwickelt sich doch, durch Ihre Vielfalt.

Wie alles sich zum ganzen webt
eins in dem anderen wirkt und lebt.(Goethe)

In diesem Sinne alles Gute.
Eschenkreis





Oh, ich meinte dich doch nicht
Ich hatte nicht umsonst auf Mrssupertramps Beitrag geantwortet. Als ich aber auf deinen Idealismus eingegangen bin, dachte ich, ich spreche dich besser in der Entschuldigung ("nicht persönlich nehmen, ich finde den Idealismus vorbildlich und das auch deswegen, weil es nahezu hoffnungslos aussieht") persönlich an, da ich es unhöflich fand, von deinem Idealismus etwas enorm nüchtern zu schreiben, ohne dir den Hinweis zu geben, dass es eben nicht persönlich gemeint ist... uff
Gut, ich hätte mich deutlicher ausdrücken können, tut mir Leid.

Nein, du bist hier kein einziges Mal abwertend herüber gekommen und das, obwohl du ja nun wirklich viel tust um "Mutter Erde" zu entlasten. Wenn du auf einem hohen Ross sitzen würdest, könnte ich es sogar noch teilweise verstehen, aber anstatt dessen informierst du sachlich und verurteilst niemanden

Daher ganz liebe Grüße
Ele

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19. Juni 2009 um 10:13

Wohl wahr.....
es gibt einen ganzen Haufen unnötiger Verbraucher in unserer zivilisierten Welt und anstatt sich zu ärgern das der ganze Mist auf der Stromrechnung auftaucht, nennt man es auch noch
Innovation.
LG
Eschenkreis

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25. Juni 2009 um 9:14

Das vertuschte Risiko
Es gibt mehr als genug ungelöste Probleme,
die gegen die Atomkraft sprechen: Reaktorunfälle,
gefährliche Transporte, wachsende
strahlende Müllberge, die Weiterverbreitung
der Atombombentechnologie sowie die
Gefahr terroristischer Anschläge. Die Atomkonzerne
setzen jedoch stur weiter auf die
veraltete Technik.
Technisch und wirtschaftlich ist die
Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell,
Uran ein begrenzter Rohstoff wie Öl und
Gas. Wenn heute von einer Renaissance der
Atomkraft in einigen Ländern die Rede ist,
wird gern verschwiegen, dass das nur mit
staatlicher Unterstützung in Märkten, in
denen kaum Wettbewerb herrscht, oder mit
Dumpingpreisen funktioniert.
RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall betreiben
17 Atomkraftwerke und die meisten
Kohlekraftwerke in Deutschland. Die Energiekonzerne
interessiert weder das Risiko
der Atomkraft, noch kümmern sie sich um
saubere, zukunftsfähige Alternativen zu
Uran und Kohle. Es wird höchste Zeit, dass
die Politik ihnen Einhalt gebietet, um die
dringend gebotene Energiewende zu beschleunigen.

Das Risiko für Kinder an Leukämie oder einer anderen Krebsart zu erkranken, ist im Umkreis von 5 Km
um ein Atomkraftwerk erhöht.
Forscher der BfS kamen zu diesem Ergebnis.
Demnach liegt in diesem Radius das Kinderkrebsrisiko bei 66%, für Leukämie bei 120%.
Aber auch im Umkreis von 30-40 Km treten gehäuft Krebserkrankung auf.

Ich frage mich ernsthaft warum es angesichts solcher Studien immer noch Befürworter dieser Technologie gibt.
Für eine strahlenfreie Zukunft
Eschenkreis.

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25. Juni 2009 um 11:50

Uran: endlicher Rohstoff, unendliche Probleme
Uran wird überwiegend im Tagebau oder in
Bergwerken abgebaut. Dabei wachsen um
das Bergwerk gigantische Abraumhalden, die
Umgebung gleicht einer Mondlandschaft.
Große Mengen Sickerwasser mit radioaktiven
und giftigen Inhaltsstoffen fließen in Flüsse
und Seen. Über die Belüftung der Bergwerke
gelangt radioaktiver Staub und Radon-Gas in
die Umwelt. Die Gesundheitsbelastungen sind
enorm. Von den 59.000 in einer Studie untersuchten
Bergarbeitern der Uranerzbergbaugebiete
in Sachsen und Thüringen werden
mehr als 7.000 an Lungenkrebs sterben.
Auch im weiteren Verarbeitungsprozess
entstehen radioaktive und toxische Abfälle,
die aufwändig und teuer entsorgt werden
müssen.
Bei der Aufbereitung des Natururans zu
Urankonzentrat bleiben Rückstände so genannte
Tailings zurück. Die Umwandlung
des Konzentrats in gasförmiges Uranhexafluorid
verursacht zusätzliche radioaktive
Abfälle, und bei der Urananreicherung fällt
abgereichertes Uran in so großen Mengen
an.
LG
Eschenkreis

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25. Juni 2009 um 13:49

Nachricht von der grünen Lobby
Hallo Denise
Natürlich bergen andere Energieformen auch Ihre Risiken in sich, aber es geht doch in diesen Thead spetziell um Atomkraft. Oder nicht?
Es gibt noch einige Themen in puncto Umweltschutz und Lebensraum Erhaltung über die es sich lohnt zu diskutieren.
Aber alles zu seiner Zeit.

LG, Eschenkreis

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8. Juli 2009 um 9:06



Ich bin sehr besorgt über die aktuellen Ereignisse im Atomkraftwerk Krümmel.
Drei Störanfälle innerhalb von zwei Wochen, Reaktorschnellabschaltung, Spannungsabfall und chaotische Zustände im Hamburger Stromnetz.

Das zeigt doch, dass der Reaktor in Krümmel auch nach zweijähriger Reperaturzeit nicht sicher ist.
Vattenfall sollte diesen alten Reaktor nicht wieder ans Netz hängen, sondern dauerhaft aus dem Verkehr ziehen, denn Grundsätzlich ist der Einsatz von Atomkraft ein nicht zu rechtfertigendes Risiko.

Eschenkreis.

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12. Juli 2009 um 19:40

4 Milliarden Euro
...kosten uns jetzt wohl die Sanierungsarbeiten am "Versuchsendlager" Asse. Macht ca 48 Euro pro Bürger.

Verantwortlich ist übrigens unsere liebe Angela, die damals unterm Dicken die Umweltministerin war. Ob sie sich noch erinnert? So Leute, das Portmonnaie gezückt, zahlen und bei der nächsten Wahl gut überlegen.

LG Auraplasma

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12. Juli 2009 um 20:23

Es graut mir....
vor einer Koalition mit der lobbyistischen CDU und der Zwielichtigen FDP.
Hoffentlich geht die Bundestagswahl nicht so aus, denn es besteht leider laut Meinungsumfragen eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür.
LG Eschenkreis

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13. Juli 2009 um 16:58

Frau Merkel ist keine Lobbyistin der Atomkraftwerkbetreiber.
Wie kommt es dann das Vattenfall-Chef Josefsson nebenberuflich als Klimaberater der Kanzlerin tätig ist.

Alles Gute und bitte nicht persönlich nehmen.
Eschenkreis

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18. Juli 2009 um 16:00

"Strahlender Sumpf" Atomendlager Asse außer Kontrolle
126000 Tonnen leicht und mittelschwer strahlender Atommüll dazu noch Pestizide wie Arsen und Tierkadawer werden in Asse gelagert.Durch ständige Wassereinbrüche kann die radioaktive Verseuchung des Grundwassers rund um das Atomendlager nicht ausgeschlossen werden.
Ein riesen Skandal für die Bevölkerung vor Ort.

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20. April 2010 um 17:22

Tschernobyl
Ja,

und es ist schlimmer als ich gedacht hatte.

Diese Dokumentation von 2006 erzählt das erste Mal alle Hintergründe:

http://video.google.com/videoplay?docid=-2825657852636 100497#

In dem Film "Minuten der Entscheidung" wurde der Ablauf in einem der noch bestehenden Reaktorblöcke nachgespielt:

http://video.google.de/videoplay?docid=-8102122299641 20314#

Also, ich muß deswegen am 24.04.2010 unbedingt an der Anti-Atomkette teilnehmen ( http://www.campact.de/atom2/kette/busse ).

Man sieht sich !?

Liebe Grüße,

Peer

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21. April 2010 um 12:16

Tschernobyl
Hallo 83nisa,

ja, mir gingen beide Filme auch sehr nahe, ich hatte oft Tränen in den Augen vor allem wegen der Berichte über die etwa 100.000 "Liquidatoren" (100.000...Menschen), die den Reaktor aufräumen mußten und den Sarkophag gebaut haben.

Teilweise durften sie nur 70 Sekunden an einer Stelle arbeiten, sonst wären sie gestorben.

Diese 70 Sekunden wurden dann laut für den Arbeiter während der Arbeit heruntergezählt...

Eigentlich haben sie uns alle gerettet und wurden und werden jetzt mit Ihren Spätschäden ignoriert.

Und weil mir dann das entsetzliche Elend der Tschernobyl-Kinder so Nahe ging (das hält man kaum aus), habe ich beschlossen, das ich irgendwas tun muß vor allem als ich gehört habe, das die Laufzeiten der alten Reaktoren jetzt noch mal eben schnell verlängert werden sollen.

Und darum muß ich natürlich bei der Anti-Atomkette am Kraftwerk Krümmel mitmachen.

Liebe Grüße,

Peer


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27. April 2010 um 8:20

Anti-Atomkette in Krümmel
Hallo nisa,

die Fahrt war sehr bequem: Um 10:30 bin ich hier in einen der mindestens 6 Busse gestiegen (erst sollten es nur 3 sein).

Am Kernkraftwerk Krümmel sind wir ausgestiegen, einmal zum Kraftwerk hingegangen (Man will es doch mal sehen...) und dann wieder zurück, um uns Richtung Hamburg hin auf den Straßen als Kette zu verteilen.

Um etwa 14:20 kam der laute Ruf "Die Kette steht", was natürlich Jubel auslöste.

Wir haben dann von kurz vor 14:30 Uhr bis genau 15:00 Uhr uns brav an den Händen gehalten und die 120 km-Kette geschlossen gehalten.

Kinder waren auch viele da. Ich habe rechts die Hand eines kleinen Jungen gehalten, später mußten wir mit ihm Schaukel spielen .

Witzig waren auch die Wellen, die durch die Kette liefen: Die kamen von rechts, vom AKW Krümmel und verschwanden dann hinter dem Horizont nach Hamburg.

Und wir haben immer gerechnet: 1 Mensch braucht 1 Meter Platz, wenn er ganz entspannt steht ohne die Arme auszustrecken. Also 120 km x 1000 "Menschen pro km" = 120.000 Menschen.

Es gab zwar kleinere Lücken (man sieht es im Film), dafür standen die Leute in Hamburg aber auch in 4er Reihen.

Ab 16:00 Uhr gab es die Kundgebung auf der Bühne vor dem Atomkraftwerk mit richtig guten Bands (Live at the Atomkraftwerk). Es wurde viel getanzt.

Uns hat es allen viel Spaß gemacht. Um ca. 20:30 waren wir wieder in Hannover.

Nicht vergessen:

http://www.youtube.com/watch?v=dqyuVWdkgSk&NR=1

Anti-Atomkette ("Reggae-Version ):

http://www.youtube.com/watch?v=iENKYiVMWFE&feature=re lated

Beim nächsten mal sind alle da...

Grüße,

PH

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27. April 2010 um 21:32

Aktion
Hallo nisa,

das wird man sehen ob diese Aktion auch was bringt. Ein Warnsignal waren 120.000 Menschen alle mal.

Obwohl ich denke das die Verlängerung der Laufzeiten 1. nicht durchkommt, weil es niemand will und 2. weil das technisch bei vielen alten Reaktoren gar nicht mehr machbar ist.

Ein Reaktor ist anscheinend für 40 Jahre Laufzeit ausgelegt, dann muß er abgerissen werden, was natürlich auch nochmal sehr teuer ist, da der radioaktive Reaktorkern aufwendig entsorgt werden muß.

Interessanterweise sollen viele Reaktoren schon in diesem und im nächsten Jahr stillgelegt werden. Da wird natürlich noch mal schnell versucht den Atomausstieg zu unterlaufen.

Ich sage nur: Lieber jetzt sofort in größerem Maße auf Solarenergie umsteigen und 70 Jahre weiteren Atommüll umgehen anstatt weiteres Geld in Atomkraftwerke zu investieren, was den Umstieg auf umweltfreundliche Energie nur aufhält.

Eigentlich bleiben nur Wasser-/Wind-/Solarenergie, weil Kohle/Uran/Öl irgendwann "alle" ist.

Egal was die Kette nun bringt: Es hat viel Spaß gemacht endlich mal was zu tun. Jeder einzelne von uns kann nämlich doch die Welt verändern...

Ich fand auch die alten Kämpfer aus Gorleben recht beeindruckend.

Grüße,

Peer







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28. April 2010 um 22:02

"Saubere" Energie...?
Hallo Baldur,

bevor ich diese beiden Filme gesehen, hättre ich mich vielleicht zu einer Überbrückungszeit durch AKW's übberreden lassen, danch aber nicht mehr:

Diese Dokumentation von 2006 erzählt das erste Mal alle Hintergründe (mit interessantem Gorbatschov-Interview):

http://video.google.com/videoplay?docid=-2825657852636 100497#

In dem Film "Minuten der Entscheidung" wurde der Ablauf in einem der noch bestehenden Reaktorblöcke nachgespielt:

http://video.google.de/videoplay?docid=-8102122299641 20314#

Du schreibst "saubere" Energieform.

Ich meine man sollte möglichst sofort auf Solarenergie umsteigen und so 70 Jahre weiteren Atommüll "sparen".

Spätestens wenn Uran/Erdgas/Kohle/Öl "alle" ist, mu0 man auf Solarenergie umsteigen.

Die Atommülllagerung wurde bisher nie geklärt.

Und die nächsten 60 Generationen dürfen den hüten.

Es hat bisher 22 Milliarden DM (damals noch) gekostet, den Unfall von Tschernobyl einzudämmen. 1 Milliarde US-Dollar soll das neue 100 Meter hohe fahrbare Dach kosten. Vermutlich erst in 50 Jahren können sie überhaupt anfangen den geschmolzenem Kern aus Plutonium abzutragen.

Und: Guck dir die Kinder an, die in der Gegend von Tschernobyl geboren werden...

Grüße,

Peer

frag

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1. Mai 2010 um 20:17

Alternativen: Z.B. Desertec
Hallo,

es wurde hier über Alternativen gesprochen.

Das Projekt "Desertec" für Nordafrika ist sicher mittlerweile allgemein bekannt, hier die Homepage dazu:

http://www.desertec.org/de/konzept/

Grüße,

Peer

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3. Mai 2010 um 10:20

Der Weg
Also,

ich hab' mir das nochmal überlegt :

In etwa 80 Jahren wären die Kohle-/Öl-/Uran-Vorräte aufgebraucht.

Es bleibt also nur der Weg in Solar-/Wind-/Wasserkraft.

Warum nicht jetzt komplett umsteigen auf diese Energieformen ?

Wir ersparen uns 80 Jahre weiteren Atommüll.

Und die Erde wird nicht weiter verwüstet wie z.B. in Kanada bei der rücksichtslosen Gewinnung von Erdöl, Kohle und auch Uran.

Riesige Kohleabbaugruben oder Öltankerkatastrophen/Bohrinselkatastrophen würden der Vergangenheit angehören.

Und es bleibt nur der Weg in die Solarenergie (und weiterer Windkraftnutzung sowie ökologischer Nutzung der Wasserkraft), so oder so...

Grüße,

P.



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4. Mai 2010 um 22:29

Lieber jetzt schon umsteigen...
Lieber Ban Ki Moon:

Lieber jetzt schon komplett auf Solarenergie umsteigen:

- das spart 30-70 Jahre Atommüll
- weitere Investitionen in Kernenergie würden den Umstieg nur aufgeschieben
- zukünftige hohe Atommüllkosten (z. B. 10 Milliarden für die Umlagerung des Asse-Mülls) entfallen
- 500 Millionen Euro Entsorgungskosten pro Kernkraftwerk entfallen zukünftig
- weitere Ölkatastrophen werden vermieden
- die Zerstörung durch Kohletagebau wird beendet.
- es bleibt eh`nur die Sonnenergie, wenn alle fossilen Brennstoffe verbraucht sind.

Liebe Grüße nach NYC,

P.

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4. Mai 2010 um 23:03

Good Advice to Ban Ki-Moon...
Lieber Ban Ki Moon:

weniger Nuklearwaffen ist sicher gut.

Aber: Lieber jetzt schon komplett auf Solarenergie umsteigen:

- weitere Investitionen in Kernenergie halten den Umstieg auf
- 30-70 Jahre Atommüll sparen
- hohe jahrhunderlange Atommüllkosten entfallen
- 500 Millionen Entsorgungskosten pro AKW entfallen
- weitere Ölkatastrophen werden vermieden
- die Zerstörung durch Kohletagebau wird beendet
- es bleibt nur Sonnenergie, wenn die Brennstoffe verbraucht sind.

Grüße,

P.

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7. Mai 2010 um 11:20

Nicht immer einfach nur dagegen sein...
Ganz richtig, Baldur,

immer nur kontraproduktiv unbegründet einfach nur dagegen zu sein bringt nichts, damit ändert man die Situation nicht.

Deswegen hier nochmal der link zu "Desertec":

http://www.desertec.org/de/konzept/

Grüße,

p.

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8. Mai 2010 um 22:02

Ähem - Halbwissen und Fakten
Also dann mal zu den Fakten:

1) Klar sterben Menschen durch den Uran Abbau. Das ist nichts neues und kein 3. Welt Problem.
Genauso wie aufgrund von regelmäßigen Mammografien, CT's uä Krebs induziert wird, wird es eben auch beim Abbau von Uran. Die Faktenlage ist da absolut eindeutig.
Mit radioaktiver Strahlung ist es eben nicht so wie mit diversen Toxinen. Man kann nicht sagen, daß man unterhalb einer gewissen Dosis absolut sicher ist. Jedes bischen mehr an Strahlung, induziert bei einer gewissen Anzahl an Leuten Krebs. Die Frage ist, wieviel nimmt man in Kauf.

2) Radioaktives Material bleibt nicht unter der Erde. Es gibt bis heute niemanden, der zusichern kann, daß ein bestimmtes Gebiet geologisch stabil ist über 10.000de von Jahren.

3) Endlager sind keine Endlager. Das bsp. Asse zeigt sehr schön wie es abläuft. Kein Experte zweifelt mehr daran, daß wir den gesamten Atommüll aus Asse wieder rausschaffen und in ein neues Endlager bringen müssen. Sofern wir das nicht alles bald im Grundwasser haben wollen. Allein diese Aktion wird ca. 4 Mrd. Euro verschlingen.

4) Die weltweiten Vorräte an spaltbarem Material sind äußerst begrenzt. Es gibt Techniken mit denen man diese strecken kann aber die Anzahl der Kernkraftwerke steigt kontinuierlich.

5) Ein Gau alla Tschernobyl würde den deutschen Steuerzahler wahrscheinlich einen 4 stelligen Milliarden Betrag kosten.

6) Kernkraftwerke liefern eine hervorragende Grundlast, die in absehbarer Zeit nicht durch regenerative Energien ersetzt werden kann.

7) Der Energieverbrauch in D ist eingermaßen stabil aber weltweit wird er steigen. Die Frage ist also, ob man mit neu ausgebauten regenerativen Energienquellen, alte Kernkraftwerke abschalten kann oder ob man nicht einfach nur den Zusatzbedarf wird abdecken können.

8) Wenn man jetzt nicht damit anfängt auf Alternativen zu setzen und dabei vielleicht einen technischen Vorsprung erzielt und Kooperationspartner gewinnt, dann muss man es später unter schlechteren Voraussetzungen machen.

Investitionskosten kann man nicht nur mit Strompreisen reinholen, sondern auch mit Technologieexporten.

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8. Mai 2010 um 22:13

Unbewohnbar wie der Mars...?
Hallo Baldur,

ich weiß jetzt nicht welches Uran du meinst was da aus Russland geholt wird. Ich habe noch nie gehört, das jemand gegen Atomenergie ist, weil Uran aus Russland geholt wird.

Uran wird an verschiedenen Stellen auf der Erde gefördert.

Und ich weiß nur, das man mit persönlichen Beleidungen in einer Diskussion nicht weiter kommt.

So wie ich es kenne, ist es besser das Thema weiter zu besprechen, damit man weiter kommt.

Meiner Meinung nach ist es einfach fahrlässig zu meinen das wir Menschen die Technologie Atomkraft "im Griff" hätten.

Es war immer "menschliches Versagen", was zu Unfällen geführt hat. Wir machen halt alle mal Fehler.

Mir reichen eigentlich die vielen toten Menschen und Tiere, die allein nur durch den Unfall von Tschernobyl umgekommen sind. Und guck dir die Kinder an, die jetzt geboren werden und so wie sie sind "leben" müssen..

Ich will jetzt nicht detailliert die Toten der anderen Unfälle dazu addieren.

Ist es das Wert, das die Erde eventuell eines Tages unbewohnbar ist nur damit wir Strom haben ?

Haben wir das Recht dazu ? Ich würde das als sehr arrogant von uns empfinden.

Und die Kosten allein für die Bewachung des Atommülls: Er muß 60 Generationen lang bewacht werden...

Bei der Gewinnung von Material für Solarzellen und deren Herstellung ist meines Wissens noch kein Wesen umgekommen.

Grüße,

Peer

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15. Mai 2010 um 9:42

Atomkraft
ist prinzipiell eine wunderbare Sache. Uran, welches sinn- und planlos herumliegt und außer seiner Strahlung sonst genau gar keinen Nutzen hat (höchstens vielleicht als Ballast für panzerbrechende Munition) kann mit einer zugegeben kompilizierten Technologie in Strom umgewandelt werden. Alle Probleme, die wir mit Atomkraft assoziieren, sind jedoch menschlicher Natur. Profitstreben, Eitelkeit, Vertuschung, die ganze Latte menschlicher Höchstleistungen war und ist immer wieder für die kleinen und großen Katastrophen der Nukleartechnik verantwortlich.

Die Frage, ob man die Atomindustrie bannen sollte, weil Menschen so viel Unfug damit anstellen können, geht ins Philosophische. Versuchsweise könntet ihr ja mal probieren, den Amerikanern ihr von der Verfassung garantiertes Recht zum Tragen von aller Art Schießprügeln wegzunehmen. Die sind unnötig und ihr Missbrauch durch durchgeknallte Kaputtniks fordert jedes Jahr eine große Zahl an Opfern.

Zurück zur Atomkraft. Meiner bescheidenen Meinung nach verheizen wir Jahr für Jahr Abermillionen von Tonnen Kohle und Öl, die unsere Kinder und Kindeskinder vielleicht mal gerne verheizen würden, z.B. wenn ihnen kalt ist oder sie von A nach B wollen. Könnte allerdings über kurz oder lang schwierig werden, wenn wir nicht flugs einen Ersatzplaneten mit reichhaltigen Lagerstätten an fossilen Brennstoffen finden. Insofern ist jede Technologie zu begrüßen, die Energie bereitstellt, ohne die Energievorräte unseres Planeten zu plündern. Atomkraft ist eine Möglichkeit. Sonne, Wind und Wasser, also regenerative Energien die andere.

Doch keine Angst, besorgte Bürger werden auch dagegen genügend Argumente finden. Wasser? Igitt, diese bösen Staudämme mit ihren Auswirkungen auf das Ökosystem... Wind? Nachbarschaftsinitiativen gegen Windmühlen und Windparks gibt es zu Hauf. Gründe ebenfalls: Schlagschatten, Verschandelung der Gegend etc. Bleibt noch die Sonne. Bei uns leider lässt sie sich nur spärlich blicken (drum fahren wir ja sogern in den Süden auf Urlaub), aber es gibt ja zum Glück die Sahara, die ist ganz weit weg und da scheint ganz oft die Sonne. Also stellen wir da halt ein paar Quadratkilometer Paneele auf. Die Algerier, Libyer etc. wird's freuen, wenn ein paar Cent in ihre chronisch klammen Kassen kommen. Man muss schon ein ganz arger Schuft sein, wenn man sich vor Augen hielte, dass unsere lieben Wüstenscheichs sich eines Tages vielleicht die selbe Frage stellen, die sie schon vor 40 Jahren bezüglich des bei ihnen ja auch reichlich vorkommenden Erdöls gestellt haben: nämlich, dass diese Energie vielleicht IHNEN gehören könnte und der Westen mal gefälligst einen höheren Preis dafür zahlen sollte...

Thema Laufzeiten: wenn nicht politisch, sondern technisch gegen eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken argumentiert wird, dann mögen diese Leute mir doch bitte erklären, warum eine 75 Jahre alte "Tante Ju" noch fliegen darf und ein 100 Jahre alter Oldtimer am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Oder viele von uns in Häusern wohnen, die vor über 100 oder 150 Jahren gebaut wurden? Könnte das etwas, zu mindest zum Teil, mit laufenden Modernisierungen zu tun haben?

Die erstaunliche Unterkomplexität, mit der viele Leute komplizierte Sachverhalte diskutieren wundert mich immer wieder. Nicht alle Problemstellungen lassen sich auf 1:30 reduzieren, auch wenn N24, Pro7 oder andere Sender diesen Eindruck zu vermitteln versuchen.

Freundliche Grüße,
Christoph

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18. Mai 2010 um 9:44

Das Ende der Atomkraft ?
Hallo Baldurthorgau ,

ich glaube nicht das es eine Verlängerung der Laufzeiten geben wird. Da ist ja "zum Glück" noch nichts beschlossen.

Wir können ja Wetten abschließen.

Ich glaube die Zeit der Atomenergie ist enfach vorbei.

Hallo Christoph,

für eine differenzierte Diskussion ohne persönliche Beleidigungen, persönlich Gefühls- und Aggresionsattacken bin ich auch.

Aber mal ehrlich, beide Seiten arbeiten mit diesen kontraproduktiven Taktiken und bringen daher keine echte Problemlösung zustande...

Meine Diskussionsthese:

Spätestens in 40-70 Jahren, wenn Uran/Kohle/Öl/Erdgas verbraucht ist, müssen wir gezwungenermaßen umsteigen auf Wind-, Wasser- und Solarenergie, sonst müssen wir ganz drastisch sparen.

Warum nicht jetzt schon komplett besonders auf Solarenergie umsteigen ?

Vorteile z. B.:

- Keine weiteren Kernenergieunfälle und Tote
- Keine weiteren Öl-/Tankerkatastrophen mit toten Tieren
- Keine weiteren Bergwerksunglücke mit vielen Toten
- Keine weitere unnötige Zerstörung der Erde durch die Abbaumaßnahmen (z.B. Braunkohletageabbau)
- Keine weiteren "Ölkriege"
- Ruhigere Straßen wg. der Elektroautos

Besonders Baldur und Christoph, ich bitte um differenzierte Gegenargumente.

Christoph, dir möchte ich diese beiden Filme "zum Bedenken" geben.

Diese Dokumentation von 2006 erzählt das erste Mal die vollständige Geschichte des Unfalls von Tschernobyl. Die ist leider noch viel zu wenig bekannt. Es geht da nicht um Panikmache sondern leider nur um Fakten. (Um ganz unbeeinflußt zu sein, kann man auch ohne Ton gucken.):

http://video.google.com/videoplay?docid=-2825657852636 100497#

In dem Film "Minuten der Entscheidung" wurde der Ablauf in einem der noch bestehenden Reaktorblöcke nachgespielt:

http://video.google.de/videoplay?docid=-8102122299641 20314#

Grüße,

Peer

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