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Arbeit bald für 1 Euro/Std.!!!

28. September 2004 um 10:08

Soeben hat mich mein Freund angerufen und mir etwas erzählt, was mich so richtig sauer macht...

Er arbeitet in einem handwerklichen Beruf.

Sein Chef unterhielt sich gestern mit einem anderen Chef, welcher z. Zt. in seiner Firma 75 Mitarbeiter beschäftigt.

Dieser Mensch meinte, er "freue" sich schon auf das nächste Jahr.

Dann werde er soviele Mitarbeiter wie möglich entlassen, und ganz viele Arbeiter einstellen, die auf 1-Euro-Basis bei ihm arbeiten.

Hallo???

Das macht mich so wütend!!!

So einfach kann das doch nicht sein?!
Was würde denn werden, wenn das alle Firmen so machen würden???
Wo bleibt denn die Qualität???

Danke! Ich mußte das jetzt mal loswerden.

LG, Aki, stinkesauer

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28. September 2004 um 10:12

Doch
wenn man sich gegen Hartz4 nicht wehrt.

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28. September 2004 um 10:13

Mhh,
ob das so einfach ist, kann ich mir nicht vorstellen. Denn 1. muss sich der besagte Chef an die Kündigungsfristen halten und 2. wenn er einen Arbeitnehmer entlässt und dafür einen einen "billigeren" einstellt, hat der entlassene Arbeitnehmer das Recht, vor das Arbeitsgericht zu gehen. Das ist nämlich soweit ich weiß nicht zulässig. Angenommen man würde dich entlassen wg. der wirtschaftlich schlechten Lage und genau für deinen Arbeitsplatz eine billigere Dame einstellen. Das ist nicht ok und du kannst deinen AG verklagen vor dem Arbeitsgericht.

Tja, und 3. muss dieser Chef ersteinmal qualifiziertes Personal finden, denn sonst geht sein Betrieb vor die Hunde wenn er keine Fachkräfte mehr hat. Somit bleibt auch die Kundschaft aus

Mich regt so eine Aussage auch auf, find ich unmöglich! Dieser Chef sollte mal nen Kurs machen für Personalführung.

LG
Usagi

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28. September 2004 um 10:28
In Antwort auf faizah_12252927

Mhh,
ob das so einfach ist, kann ich mir nicht vorstellen. Denn 1. muss sich der besagte Chef an die Kündigungsfristen halten und 2. wenn er einen Arbeitnehmer entlässt und dafür einen einen "billigeren" einstellt, hat der entlassene Arbeitnehmer das Recht, vor das Arbeitsgericht zu gehen. Das ist nämlich soweit ich weiß nicht zulässig. Angenommen man würde dich entlassen wg. der wirtschaftlich schlechten Lage und genau für deinen Arbeitsplatz eine billigere Dame einstellen. Das ist nicht ok und du kannst deinen AG verklagen vor dem Arbeitsgericht.

Tja, und 3. muss dieser Chef ersteinmal qualifiziertes Personal finden, denn sonst geht sein Betrieb vor die Hunde wenn er keine Fachkräfte mehr hat. Somit bleibt auch die Kundschaft aus

Mich regt so eine Aussage auch auf, find ich unmöglich! Dieser Chef sollte mal nen Kurs machen für Personalführung.

LG
Usagi

Seih nicht böse
aber man braucht auch einen Kurs für Realität.

Sicher ist es nicht so leicht jemanden los zu werden. Aber einstellen muß man auch keinen. Wenn man jemanden los werden will, braucht es etwas Geduld.
Hier in Brandenburg wurden jetzt schon, weil man es ja nicht aushalten kann, 2000 Arbeitsplätze auf 1 Euro-basis eingerichtet. TV RBB von gestern.
Dabei ist es hier schon üblich unter 8 Euro zu arbeiten.

Du gehst bei der Sorge um Qualität immernoch davon aus, das so etwas nur unqualifiziertes Personal betrifft. Weit gefehlt, es steht auf dem Arbeitslosenmarkt eine Riesenmenge hochqualifiziertes und auch hochmotiviertes Personal zur Verfügung.

Noch einmal die Frage, warum soll ich dann teures Personal einstellen.

Wir haben eine schöne Zukunft vor uns

besorgter

Teddy

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28. September 2004 um 10:28

Hallo!
Ich denke, im Handwerk ist es grundsätzlich möglich jemanden wegen der schlechten Auftragslage zu entlassen - Kündigungsfrist hin oder her, die ist irgendwann geschafft.

Und wenn`s wieder Aufträge gibt, wird halt eine Anzeige geschaltet und jemand neues eingestellt.

Und weil nämlich demnächst viele Angst um ihre Existenz haben werden - ältere wie jüngere AN - nimmt man eher noch nen Job für 6Eus die Stunde an, als evtl. später für 1Eu die gleiche Arbeit zu tun.
Beziehungsweise gar keine Chance mehr auf gut bezahlte Arbeit zu haben, weil die Jobs vergeben sind...

Vitamin B wird wohl in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Es ist zum Haare raufen.

Teddymen, was schlägst Du vor als Gegenwehr?

In meiner Branche wird dann jetzt sogar überlegt, ob man nicht sogar antelle der "teuren" Zivis, diese "Billigarbeiter" einsetzt.
Sehr gut: wir zwingen einen seit 3 Jahren arbeitslosen KFZ-Mechaniker ohne Motivation im Altenheim zu arbeiten (für 1 Euro versteht sich) und da muß er dann demente Bewohner mitbetreuen/-versorgen.
Vielleicht sogar jemanden aus Eurer Familie!?

Na Prost Mahlzeit.

LG, Aki

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28. September 2004 um 10:32
In Antwort auf zilpah_12489582

Hallo!
Ich denke, im Handwerk ist es grundsätzlich möglich jemanden wegen der schlechten Auftragslage zu entlassen - Kündigungsfrist hin oder her, die ist irgendwann geschafft.

Und wenn`s wieder Aufträge gibt, wird halt eine Anzeige geschaltet und jemand neues eingestellt.

Und weil nämlich demnächst viele Angst um ihre Existenz haben werden - ältere wie jüngere AN - nimmt man eher noch nen Job für 6Eus die Stunde an, als evtl. später für 1Eu die gleiche Arbeit zu tun.
Beziehungsweise gar keine Chance mehr auf gut bezahlte Arbeit zu haben, weil die Jobs vergeben sind...

Vitamin B wird wohl in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Es ist zum Haare raufen.

Teddymen, was schlägst Du vor als Gegenwehr?

In meiner Branche wird dann jetzt sogar überlegt, ob man nicht sogar antelle der "teuren" Zivis, diese "Billigarbeiter" einsetzt.
Sehr gut: wir zwingen einen seit 3 Jahren arbeitslosen KFZ-Mechaniker ohne Motivation im Altenheim zu arbeiten (für 1 Euro versteht sich) und da muß er dann demente Bewohner mitbetreuen/-versorgen.
Vielleicht sogar jemanden aus Eurer Familie!?

Na Prost Mahlzeit.

LG, Aki

Was ich vorschlage?
gehört sicher nicht hierher.

Aber hör dir die Berichte im TV an zu den Montagsdemos. Dann weißt du`s

Teddy

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28. September 2004 um 10:34
In Antwort auf jonny_12159999

Was ich vorschlage?
gehört sicher nicht hierher.

Aber hör dir die Berichte im TV an zu den Montagsdemos. Dann weißt du`s

Teddy

Seltsame...
... Antwort, in den Berichten hoert man nichts ausser: "Weg mit Hartz4" ...



n

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28. September 2004 um 10:35
In Antwort auf oliver_12558894

Seltsame...
... Antwort, in den Berichten hoert man nichts ausser: "Weg mit Hartz4" ...



n

---
ebendas

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28. September 2004 um 10:41
In Antwort auf jonny_12159999

---
ebendas

---
Meine Meinung...

Aber die Demos scheinen nichts zu bringen, was das demonstrierende Volk dazu bringt langsam aufzuhören.

Es kann nicht angehen, daß bal solche Zustände wie oben beschrieben zur Realität werden könnten.

Dann versteh ich im weitesten Sinne auch wieder Frau Künast:
Kauft soviele Lebensmittel ein wie nur möglich, für "schlechte Zeiten"...
Bald haben viele wahrscheinlich nicht mehr genug Geld um dann noch zu "kaufen".

Selber Anbauen für`s Überleben.

Es ist zum Ko****.

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28. September 2004 um 10:42
In Antwort auf jonny_12159999

---
ebendas

Und dann?
Weiter wie bisher auf zum endgueltigen Kollaps des Arbeitsmarkts?

Die Subventionierung von Billigloehnen ist natuerlich nur sinnvoll, wenn gleichzeitig die Arbeitslosigkeit stark sinkt, damit die Unternehmer gar nicht mehr die Moeglichkeit haben, so viele *geeignete* Leute zu finden, die bereit sind fuer ALGII + 1 Euro zu arbeiten. Sie sollen ja gerade den Langzeitarbeitslosen eine Chance geben, und den qualifizierten weiterhin die ueblichen Loehne zahlen.

Wir sollten erstmal die naechsten zwei Jahre abwarten. Reformen waren seit vielen vielen Jahren ueberfaellig und andere Laender haben mit aehnlichen Regelungen ganz gute Erfahrungen gemacht. Ausserdem hat *niemand* eine vernuenftige Alternative anbieten koennen, die Beschluesse sind auch mit den Stimmen der CDU/CSU gefasst worden.



n

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28. September 2004 um 10:48
In Antwort auf oliver_12558894

Und dann?
Weiter wie bisher auf zum endgueltigen Kollaps des Arbeitsmarkts?

Die Subventionierung von Billigloehnen ist natuerlich nur sinnvoll, wenn gleichzeitig die Arbeitslosigkeit stark sinkt, damit die Unternehmer gar nicht mehr die Moeglichkeit haben, so viele *geeignete* Leute zu finden, die bereit sind fuer ALGII + 1 Euro zu arbeiten. Sie sollen ja gerade den Langzeitarbeitslosen eine Chance geben, und den qualifizierten weiterhin die ueblichen Loehne zahlen.

Wir sollten erstmal die naechsten zwei Jahre abwarten. Reformen waren seit vielen vielen Jahren ueberfaellig und andere Laender haben mit aehnlichen Regelungen ganz gute Erfahrungen gemacht. Ausserdem hat *niemand* eine vernuenftige Alternative anbieten koennen, die Beschluesse sind auch mit den Stimmen der CDU/CSU gefasst worden.



n

Warum sollte ich als AG
2 Kräfte einstellen, wenn die mich teurer kommen als 5 andere, die für weniger arbeiten kommen?

Sicher ist der Grundgedanke der Reform richtig, aber es ist doch ein Trugschluß, daß neue Stellen geschaffen werden.

Wenn ich als AG eben nur begrenzt Aufträge habe, ist das eben so.
Wenn mehr Leute dran arbeiten ist der Auftrag nur schneller erfüllt.

Das kann aber auch heißen, daß meine Leute nach absehbarer Zeit wieder daheim hocken, weil keine neuen Aufträge reinkommen, bzw. ich auf einmal doch nicht mehr 5 sondern nur noch 3 AN brauche.

Das Lohnniveau sinkt weiter, und ob das dann die Wirtschaft ankurbeln kann, möchte ich mal bezweifeln.

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28. September 2004 um 10:53
In Antwort auf zilpah_12489582

Warum sollte ich als AG
2 Kräfte einstellen, wenn die mich teurer kommen als 5 andere, die für weniger arbeiten kommen?

Sicher ist der Grundgedanke der Reform richtig, aber es ist doch ein Trugschluß, daß neue Stellen geschaffen werden.

Wenn ich als AG eben nur begrenzt Aufträge habe, ist das eben so.
Wenn mehr Leute dran arbeiten ist der Auftrag nur schneller erfüllt.

Das kann aber auch heißen, daß meine Leute nach absehbarer Zeit wieder daheim hocken, weil keine neuen Aufträge reinkommen, bzw. ich auf einmal doch nicht mehr 5 sondern nur noch 3 AN brauche.

Das Lohnniveau sinkt weiter, und ob das dann die Wirtschaft ankurbeln kann, möchte ich mal bezweifeln.

Deine...
... Argumentation ist nicht ganz unrichtig, aber tatsaechlich ist doch alles wesentlich komplexer. Die Billigloehne koennen sehr wohl zur Schaffung neuer Stellen fuehren, naemlich solchen, die bisher in D einfach keinen Markt hatten, weil sie zuwenig einbringen, um den Leuten mehr als Arbeitslosenhilfe zahlen zu koennen. Der Dienstleistungssektor ist doch in D extrem unterentwickelt, schau dir mal an, wieviele Leute in England hinter der Bar stehen, manchmal mehr, als davor. Hier ist uebrigens Vollbeschaeftigung und Labour hat das mit aehnlichen Lohnsubventionen erreicht wie Hartz4 das vorhat. Natuerlich kann man nicht alles uebertragen und nicht alles, was andere tun, ist gut - aber wie gesagt, es gibt einfach keine Alternativen.



n

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28. September 2004 um 10:54
In Antwort auf zilpah_12489582

---
Meine Meinung...

Aber die Demos scheinen nichts zu bringen, was das demonstrierende Volk dazu bringt langsam aufzuhören.

Es kann nicht angehen, daß bal solche Zustände wie oben beschrieben zur Realität werden könnten.

Dann versteh ich im weitesten Sinne auch wieder Frau Künast:
Kauft soviele Lebensmittel ein wie nur möglich, für "schlechte Zeiten"...
Bald haben viele wahrscheinlich nicht mehr genug Geld um dann noch zu "kaufen".

Selber Anbauen für`s Überleben.

Es ist zum Ko****.

Da du so sehr recht hast
weiß ich nicht recht zu antworten.
Meinst du unsere Politiker wissen nicht, was sie tun. Oh, ganz bestimmt.
Sie können nur auf die Gegenwart reagieren. Vor allen vor Wahlen.
Aber jeder weiß, wenn die Beschäftigten Arbeitslose sind --- du weißt , was ich meine. Es sollen ja Langzeitarbeitslose sein, die ohnehin schon in die Armut getrieben wurden --- dann kommen weniger Steuern und auch Abgaben für das Arbeitsamt rein und das ganze wird noch schlimmer.
Aber jetzt, heute hifts etwas also wird es getan

wieder Teddy

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28. September 2004 um 11:08
In Antwort auf oliver_12558894

Deine...
... Argumentation ist nicht ganz unrichtig, aber tatsaechlich ist doch alles wesentlich komplexer. Die Billigloehne koennen sehr wohl zur Schaffung neuer Stellen fuehren, naemlich solchen, die bisher in D einfach keinen Markt hatten, weil sie zuwenig einbringen, um den Leuten mehr als Arbeitslosenhilfe zahlen zu koennen. Der Dienstleistungssektor ist doch in D extrem unterentwickelt, schau dir mal an, wieviele Leute in England hinter der Bar stehen, manchmal mehr, als davor. Hier ist uebrigens Vollbeschaeftigung und Labour hat das mit aehnlichen Lohnsubventionen erreicht wie Hartz4 das vorhat. Natuerlich kann man nicht alles uebertragen und nicht alles, was andere tun, ist gut - aber wie gesagt, es gibt einfach keine Alternativen.



n

Hallo nathan!
was mich auch so sauer macht:

mein freund war im letzten jahr arbeitslos (schlechte auftragslage, bla bla).
er sollte dann an einer maßnahme der arbeitsagentur teilnehmen, in der ihm viele dinge vermittelt werden sollten (und auch wurden), die er schon vorher wußte.

der einzige sinn und auch zweck dieser maßnahme, war der, dass er aus der statistik raus ist.

er ging 8 std./tag zu dieser maßnahme, von 8-16 uhr.
das waren acht verschenkte stunden, jeden tag - in denen hätte er sich einen neuen job suchen können.

oftmals rief er am nächsten tag bei firmen an, die inserate geschaltet hattenn (tageszeitungen, internet,...).
aber - ich weiß nicht wie oft - bekam er da schon eine absage, weil andere schneller waren.

ähnlich sehe ich es wieder kommen:
du gehst zu irgendeiner arbeit, die dich ausbeutet.
und irgendwo gibt es stellen, die besser bezahlt werden, bzw. ag, die bereit sind gute leistung entsprechend gut zu bezahlen.
aber du kannst dich nicht um nen job kümmern, weil du ja einen hast.
(egal wie gut oder schelcht bezahlt, aber du hast einen)

und konsumieren konnte ich mit weniger einkommen/geld noch nie besser als mit mehr einkommen/geld.

sind die engländer denn zufriedener?

lg, aki

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28. September 2004 um 11:10

Ganz so einfach ist es nicht
Laut Gesetz ist es wohl momentan so, daß nur gemeinnützige Einrichtungen Leute für "Euro-Jobs" einstellen dürfen.
Angeblich muß die Bundesagentur und der künftige Träger der Job Center müssen sehr genau darauf achten, dass es um zusätzliche Jobs geht, die regulär bezahlten Kräften nicht die Arbeit wegnehmen. Dies ist die Prämisse, unter der es ablaufen soll.

Das ist genau die Schwachstelle des Konzeptes. Deshalb ist eine genaue Überwachung und Überprüfung absolut unerlässlich. Deshalb ist es auch unbedingt erforderlich, die Möglichkeit solcher Jobs auf öffentliche Einrichtungen sowie private Wohlfahrtsverbände u.ä. zu beschränken, denn sonst kommt es in der Tat unweigerlich zu einer Verdrängung regulärer Jobs.
Selbst in solchen sozialen und gemeinnützigen Bereichen ist eine Verdrängung durchaus möglich, andererseits aber nicht zwangsläufig, denn solche Einrichtungen haben es so an sich, dass sie immer viel mehr Aufgaben als finanzielle Mittel haben.

Wenn sich nur zum Teil an diese Vorgaben gehalten, ist es für einen 0815 Handwerker nicht möglich, leute für 1Euro-Jobs zu bekommen. Es sei denn, er verrichtet gemeinnützige Arbeit.

wolkenschaf

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28. September 2004 um 11:29

Das wundert mich jetzt aber...
das dieses thema jetzt in diese richtung geht, wo doch grade im handwerk soviele stellen unbesetzt sind.

da wird sich der chef aber umgucken, er wird wohl kaum personal finden. wenn er das durchzieht, es sind ja so schon in manchen berufen keine qualifizierten fachkräfte mehr zu finden, wo gibt es also diese ganzen hilfskräfte? würde mich echt mal interessieren...

übrigens heute im morgenmagazin ard: in der metall und elektrobranche sind über 200.000 stellen frei. dann mal hurtig...

lg seprhenia



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28. September 2004 um 11:30
In Antwort auf jonny_12159999

Doch
wenn man sich gegen Hartz4 nicht wehrt.

Deswegen...
haben die montagsdemos ja auch grade diesen enormen zulauf gelle

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28. September 2004 um 11:31

In zukunft
stellt sich nur die Frage, in wie weit die Regelungen umgangen und verwässert werden können und so wirklich reguläre Arbeitsplätze gefährdet sind.

wolkenschaf

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28. September 2004 um 11:32
In Antwort auf zilpah_12489582

Hallo nathan!
was mich auch so sauer macht:

mein freund war im letzten jahr arbeitslos (schlechte auftragslage, bla bla).
er sollte dann an einer maßnahme der arbeitsagentur teilnehmen, in der ihm viele dinge vermittelt werden sollten (und auch wurden), die er schon vorher wußte.

der einzige sinn und auch zweck dieser maßnahme, war der, dass er aus der statistik raus ist.

er ging 8 std./tag zu dieser maßnahme, von 8-16 uhr.
das waren acht verschenkte stunden, jeden tag - in denen hätte er sich einen neuen job suchen können.

oftmals rief er am nächsten tag bei firmen an, die inserate geschaltet hattenn (tageszeitungen, internet,...).
aber - ich weiß nicht wie oft - bekam er da schon eine absage, weil andere schneller waren.

ähnlich sehe ich es wieder kommen:
du gehst zu irgendeiner arbeit, die dich ausbeutet.
und irgendwo gibt es stellen, die besser bezahlt werden, bzw. ag, die bereit sind gute leistung entsprechend gut zu bezahlen.
aber du kannst dich nicht um nen job kümmern, weil du ja einen hast.
(egal wie gut oder schelcht bezahlt, aber du hast einen)

und konsumieren konnte ich mit weniger einkommen/geld noch nie besser als mit mehr einkommen/geld.

sind die engländer denn zufriedener?

lg, aki

Ja...
... diese Umschulungsmassnahmen in D sind inflationiert - schrecklich. Noch dazu wird meistens am Markt vorbei ausgebildet... Sicher ist es im allgemeinen schwieriger, sich zu bewerben, wenn man arbeiten muss, aber fuer viele Leute ist es auch einfacher - wie leicht laesst man sich doch ins soziale Netz zurueckfallen. Wenn man aber sieht wie hart man fuer wie wenig Geld doch arbeiten muss, ist die Motivation viel groesser, sich auch was anderes zu suchen, darauf spekuliert natuerlich Hartz4 u.a. auch. Mag unfair klingen, aber was soll man schon tun?

Hartz4 mag fuer den Einzelnen hart sein, fuer die allgemeine Lage aber kurz- wie langfristig wohl nur gut. Es ist eben auch relativ wichtig, dass die Leute endlich mit diesem zwanghaften Sparen aufhoeren, jedenfalls die, die es eigentlich nicht noetig haetten. Die Banken investieren doch die Sparguthaben nicht in D, sondern in Wachstumsmaerkte - doppelter Verlust also fuer D (neben dem Konsumausfall)...
Offenbar halten sich die Leute aber nicht mit dem Ausgeben zurueck, weil sie nicht genug Geld haben, sondern weil sie Angst haben muessen, evtl. ihre Arbeit zu verlieren. Das ist doch der Hauptgrund fuers deutsche Sparverhalten! Insofern ist es durchaus anzunehmen, dass selbst bei geringeren Einkommen der Konsum steigen wuerde, wenn nur die Arbeitslosenquote saenke...

Aber solche volkswirtschaftlichen Zusammenhaenge sind halt extrem kompliziert (fuer mich natuerlich auch), mir tun die Leute immer etwas leid, die sich verstaendlicherweise Sorgen machen, aber unnoetigerweise sich in Diskussionen ueber Dinge von denen sie einfach nicht genug verstehn, spiralig immer weiter in die Frustration reinschrauben, statt sich auf ihr Privatleben zu konzentrieren...

Und ja, die Englaender sind wesentlich zufriedener. Sie verdienen zwar viel weniger als die Deutschen, jedenfalls am unteren Ende der Einkommen (insbesondere die Rentner muessen mit absoluten Phantasiebetraegen auskommen), aber sie konsumieren mehr - oft auf Kredit. Da sie alle Arbeit haben (bei den Rentnern die Kinder halt), ist das okay, jeder weiss, dass Jobverlust nicht schlimm ist, da man leicht nen neuen findet. Die arbeiten auch viel entspannter, nicht so gestresst wie die Deutschen...

Hauptziel muss einfach die Reduzierung der Arbeitslosenquote sein, das haette so viele positive Effekte, dass die Hartz4-Einschnitte ganz schnell ausgeglichen werden koennten... Und zusaetzlich noch Geld in die Bildung fliessen koennte, die ja auch in D allerstraeflichst vernachlaessigt ist...

Bin ja auch nicht fuers englische Modell, das geht nur mit Englaendern, aber ich bin mir sicher, dass wir in D aus vielem lernen, und uns einige Sachen rauspicken koennen, die wir dann sogar besser umsetzen werden als viele andere. Kein anderes Land der Welt z.B. haette sich die 1500 Mrd Euro fuer die Wiedervereinigung ueberhaupt leisten koennen - wir koennen schon, wenn wir wollen (oder muessen... )



n

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28. September 2004 um 11:54
In Antwort auf jonny_12159999

Seih nicht böse
aber man braucht auch einen Kurs für Realität.

Sicher ist es nicht so leicht jemanden los zu werden. Aber einstellen muß man auch keinen. Wenn man jemanden los werden will, braucht es etwas Geduld.
Hier in Brandenburg wurden jetzt schon, weil man es ja nicht aushalten kann, 2000 Arbeitsplätze auf 1 Euro-basis eingerichtet. TV RBB von gestern.
Dabei ist es hier schon üblich unter 8 Euro zu arbeiten.

Du gehst bei der Sorge um Qualität immernoch davon aus, das so etwas nur unqualifiziertes Personal betrifft. Weit gefehlt, es steht auf dem Arbeitslosenmarkt eine Riesenmenge hochqualifiziertes und auch hochmotiviertes Personal zur Verfügung.

Noch einmal die Frage, warum soll ich dann teures Personal einstellen.

Wir haben eine schöne Zukunft vor uns

besorgter

Teddy

Bin doch nicht böse
ich habe mich bei meiner Aussage, wegen der Entlassung und Neueinstellung von Billigarbeitern speziell auf die Aussage von Akiko bezogen. Da sie ja sagte, ich entlasse xy der für xx zuständig ist und beschäftige einen billigen Arbeitnehmer der dann für xx zuständig ist. Das ist nicht so einfach. Das wollte ich damit sagen.
Natürlich wird kein AG so doof sein, und das tun, sondern im Arbeitsvertrag die Beschäftigung anders darstellen. Es gibt genügend Mittel und Wege um jm. loszuwerden, leider

Ja du hast Recht, wir haben eine ganz tolle Zukunft vor uns...

LG
Usagi

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28. September 2004 um 12:00

Hallo
Ich habe auch gehört, es soll viel in gemeinsnnützigen Einrichtungen Möglichkeiten geben für diese 1 Euro Jobs..
Ich befürchte auch, daß die Leute, die dann nämlich "gewzungen" sind, die Jobs anzunehmen, nicht sehr engagiert arbeiten werden....aber ich hoffe auf das gegenteil!

Wie soll das aber mit den fahrtkosten laufen...wenn derjenige auch noch anfahren muß...für 8 Euro am tag auch noch Sprit zahlen?? Oder wie läuft das??

Ich denke auch, die Qualität wird oftmals leiden und es wird wieder so ausgehen, sobald das alles anläuft, werden die Ämter von den Zusatzaufgaben überschwemmt...dabei ist doch jetzt schon abzusehen, wie kompliziert das wird...die kommen ja nicht mal nach mit den Anträgen auszufüllen und zu bearbeiten...


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28. September 2004 um 12:11

Hallo Robse!
Natürlich hast Du Recht, jeder Job ist eine Chance.
Natürlich lieber arbeiten als Däumchen drehen.

Mit HarztIV wird es doch aber sogar nötig werden, sich einen Nebenjob zu suchen.
Mein Freund braucht z. Bsp. gar nicht auf großartige Unterstützung im Falle eines Falles hoffen, ich verdiene zuviel...

Mit der Motivation der Mitarbeiter sinkt und fällt die Qualität und Leistung, oder?

Wenn die Einhaltung der gestezl. Vorschriften lückenlos kontroliert wird, kann es gut sein, daß es funktioniert.
Aber irgendwo wird es auch da Schlupflöcher geben, die fleißig genutzt werden werden...

Schönen Tag, Aki

PS: Und dann die neuesten Pläne der Union die Wochenarbeitszeit auf bis zu 73 Std. hoch schrauben zu wollen, usw. ...

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Von: zilpah_12489582
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24. Mai 2005 um 12:45
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