Home / Forum / Gesellschaft & Leben / Antiquitäten oder altes Zeug?

Antiquitäten oder altes Zeug?

15. Oktober um 18:08

Wie steht ihr zu alten Möbeln, altem Schmuck, alten Autos, die haben ja sogar einen Extranamen: Oldtimer, altem Porzellan etc..
Ich bin da eher so ein nostalgischer Typ, ich mag sowas alles. Für mich erzählt sowas Geschichten.
Zu Zeiten von Ikea, jede Wohnung sieht gleich aus, mal das Mobiliar jetzt angesprochen, ich finde das eintönig, langweilig, unpersönlich.
Es kommt aber seit einiger Zeit ein neuer Trend auf, siehe da, da werden antike Einzelstücke wieder " eingebaut" und kombiniert mit modernen Möbeln.
Und sie sind der Hingucker dann. Weg von der Sterilität im Wohnbereich, und um den Hals muss sich nicht jeder dieselbe Kette hängen.

Wie steht ihr dazu?

Ist das alles alter Ramsch?


Mehr lesen

Top 3 Antworten

17. Oktober um 18:19
In Antwort auf kreuzunge

Wenn ich deine Postings so lese: Dir ist schon sehr wichtig, dass du sehr besonders und anders bist. Alle anderen sind nur Konsummenschen.

Ist doch völlig egal, wie die Wohnungen von anderen aussehen. Ich muss sagen, langsam klingst du sehr oberflächlich...

Heissa, alles gut? Die Besonderheit unterstellst du mir. Wenn du mich so empfindest, ist das deine Sichtweise. Ich bin ein Mensch wie jeder andere, also genauso gut ein Individuum wie du. Ich schreibe, was ich denke. Ich bin hier, um mich über Dinge auszutauschen, die mich interessieren.

Heute wären das eigentlich bipolare Störungen.

Wie darf ich also deine subtile Attacke @Oberflächlichkeit einordnen?
Klar ist es egal, wie die Wohnungen von anderen aussehen, habe ich was anderes behauptet? Ich schrieb u. a., hast du sicher geflissentlich überlesen, dass jeder sich in seinem Zuhause wohlfühlen sollte.


 

8 LikesGefällt mir

18. Oktober um 13:51
In Antwort auf kreuzunge

Aber fast in jedem Posting geht es bei dir darum, was andere haben.
Das Thema ist doch ok, aber warum nicht einfach fragen wie andere das mit alten Sachen halten. Aber bei dir kommt immer im Nebensatz diese Vergleicherei.

Fällt mir nur wirklich sehr bei dir auf. Luxus, was andere für ihre Kinder an Geld ausgeben, Antiqutitäten... Alles Themen für sich ok und wo ich sogar mit dir sehr oft sogar in fast allen Punkten der gleichen Meinung bin wohlgemerkt, aber was mich total abstößt, ist diese Vergleicherei und dann immer unterschwellig "ich mache es ja richtig". Aber da gibt's kein richtig und falsch... ich weiß nicht, ob rüberkommt, was mich stört.

Du machst genau das gleiche. 

6 LikesGefällt mir

18. Oktober um 13:50
In Antwort auf kreuzunge

Was du schreibst stimmt doch so nicht.
Es geht immer nur um Qualität. Du kannst neuen Schmuck kaufen, der gut gearbeitet ist - der kostet dann eben entsprechend. Und du kannst genauso alten Schmuck haben, der schlecht gearbeitet ist. Der alte Schmuck wird nur so gut sein, wie damals Geld dafür ausgelegt wurde...

Und die meisten hier, werden bei alten Sachen eher Sachen von der Mitte bis maximal Anfang des 20 Jhdt. haben, da jetzt zu glauben, dass Schmuck nur gut gearbeitet war... super naiv.  Da wurde schon Massenproduktion groß eingesetzt ist. Du redest von früher, wie von vor 200/300 Jahren.
Ich weiß nicht, als welch wohlhabender Familie du kommst, aber der Schmuck meiner Oma war eher "Durchschnitt". Also nichts von wegen toll gearbeitete Juwelen. Ich selber könnte mir sicher etwas besseres neu kaufen, da ich einfach mehr Geld habe...

Und hätte ich eine alte Küchenwaage müsste die funktionieren und dann stünde die hier sicher nicht nur zum vollstauben zur Deko, denn da gibt's echt ganz tolle gute.

Warum bist du so sauer und bissig? Ihr gefallen diese Sachen eben. Dir gefallen sie nicht....deshalb hast du etwas anderes und leistest dir etwas anderes. 

Was stoert es dich was andere mit ihren Kuechenwaagen machen? 

6 LikesGefällt mir

15. Oktober um 19:57
In Antwort auf funnythings

Wie steht ihr zu alten Möbeln, altem Schmuck, alten Autos, die haben ja sogar einen Extranamen: Oldtimer, altem Porzellan etc..
Ich bin da eher so ein nostalgischer Typ, ich mag sowas alles. Für mich erzählt sowas Geschichten.
Zu Zeiten von Ikea, jede Wohnung sieht gleich aus, mal das Mobiliar jetzt angesprochen, ich finde das eintönig, langweilig, unpersönlich.
Es kommt aber seit einiger Zeit ein neuer Trend auf, siehe da, da werden antike Einzelstücke wieder " eingebaut" und kombiniert mit modernen Möbeln.
Und sie sind der Hingucker dann. Weg von der Sterilität im Wohnbereich, und um den Hals muss sich nicht jeder dieselbe Kette hängen.

Wie steht ihr dazu?

Ist das alles alter Ramsch?


 

Niemals ist das alles alter Ramsch! Ich habe wunderschöne Schmuckstücke und Handtaschen von meinen Großmüttern; zu meinem 40 sten Geburtstag, hat mir meine Familie den Ehering meiner Urgroßmutter umarbeiten lassen und mir geschenkt; in meinem Schrank steht uraltes Porzellan und 2 Kaffeeservices. Die alten Möbel (Anrichten, Stühle, ein Sofa, Schrank usw) stehen noch bei meinen Eltern in einem Mix aus alt und neu, aber die Schmuckstücke werden sicher nicht weg geworfen, sondern aufbewahrt und im Zweifel aufbereitet. 
Ich mag Dinge mit Geschichte!

Gefällt mir

15. Oktober um 21:28
In Antwort auf funnythings

Wie steht ihr zu alten Möbeln, altem Schmuck, alten Autos, die haben ja sogar einen Extranamen: Oldtimer, altem Porzellan etc..
Ich bin da eher so ein nostalgischer Typ, ich mag sowas alles. Für mich erzählt sowas Geschichten.
Zu Zeiten von Ikea, jede Wohnung sieht gleich aus, mal das Mobiliar jetzt angesprochen, ich finde das eintönig, langweilig, unpersönlich.
Es kommt aber seit einiger Zeit ein neuer Trend auf, siehe da, da werden antike Einzelstücke wieder " eingebaut" und kombiniert mit modernen Möbeln.
Und sie sind der Hingucker dann. Weg von der Sterilität im Wohnbereich, und um den Hals muss sich nicht jeder dieselbe Kette hängen.

Wie steht ihr dazu?

Ist das alles alter Ramsch?


 

Ich liebe meine Antiquitäten. Ich habe auch beides..einen Mix aus Antik und modern. 

Ich habe viele schoene Stuecke von meinen Grosseltern die sie schon von den Generationen vor ihnen geerbt haben. 

In D habe ich z.B. eine Couch die meine Urgroßmutter mit in die Ehe gebracht hat. Immer noch sehr bequem. 

Ich kenne auch die Geschichten dieser Moebelstuecke, wie sie in die Familie gekommen sind, wer sie gekauft oder bekommen hat. Ich liebe diese Geschichten.

Mein schönstes Stueck ist aber das Gemälde meiner Urgroßmutter. Das haengt bei mir hier im Esszimmer. Ich sehe ihr sehr aehnlich. Wenn ich ihr Bild und meines im gleichen Alter nebeneinander lege sehen wir fast identisch aus.

Dann habe ich noch den Schmuck meiner Schwiegermutter. Den werde ich aber so wie er ist an meine Stieftochter weitergeben. 

4 LikesGefällt mir

16. Oktober um 10:44


Bei mir war das so, dass meine Eltern so in den 60 Jahren exrem viele Antiquitäten gekauft haben, sogar auf Vorrat um das meiner Schwester und mir zu vereben. Sie mussten es im Estrich lagern. Weder mein Schwager, noch mein Mann haben das gemocht, es war ihnen eindeutig zu barock und schwer. Das hat zu Riesenkonflikten geführt. Einen antiken Kasten von ihnen habe ich noch, aber er ist noch praktisch. Aber sonst haben wir uns getrennt von diesen Sachen. In unserer Mietwohnung haben wir gar keinen Platz. 
Den Schmuck von meiner Mutter habe ich jetzt 10 Jahre nach ihrem Tod auf eine Auktion gegeben und habe den Erlös unserem Sohn und Schwiegertochter geschenkt. Die Schwiegertochter wollte das auch nicht. Ich habe von meinen Eltern nur Briefe usw. behalten, die mir etwas bedeuten oder sonstige Sachen, die ich mag. Und alles, vom dem sie gesagt haben das sei so WERTVOLL, habe ich micht getrennt. Das handbemalte  Porzellan habe ich verschenkt, ich mag nicht von Hand abwaschen.

Gefällt mir

16. Oktober um 11:05

Ich mag so barocke, antike ,so alte Möbeln , Geschirr oder Sonst was, nur in Museen oder so , angucken/Betrachten.

In unserer Wohnung brauchen wir so'n Geschnörkel nicht. Ich mag glatte, gerade Flächen....

oft wird so was ja auch gar nicht benutzt,  weil es zu kostbar ist.

Verstehe ich natürlich, will ich aber nicht haben....

Gefällt mir

16. Oktober um 11:07
In Antwort auf micky790


Bei mir war das so, dass meine Eltern so in den 60 Jahren exrem viele Antiquitäten gekauft haben, sogar auf Vorrat um das meiner Schwester und mir zu vereben. Sie mussten es im Estrich lagern. Weder mein Schwager, noch mein Mann haben das gemocht, es war ihnen eindeutig zu barock und schwer. Das hat zu Riesenkonflikten geführt. Einen antiken Kasten von ihnen habe ich noch, aber er ist noch praktisch. Aber sonst haben wir uns getrennt von diesen Sachen. In unserer Mietwohnung haben wir gar keinen Platz. 
Den Schmuck von meiner Mutter habe ich jetzt 10 Jahre nach ihrem Tod auf eine Auktion gegeben und habe den Erlös unserem Sohn und Schwiegertochter geschenkt. Die Schwiegertochter wollte das auch nicht. Ich habe von meinen Eltern nur Briefe usw. behalten, die mir etwas bedeuten oder sonstige Sachen, die ich mag. Und alles, vom dem sie gesagt haben das sei so WERTVOLL, habe ich micht getrennt. Das handbemalte  Porzellan habe ich verschenkt, ich mag nicht von Hand abwaschen.

Kann ich gut nachvollziehen ...

Gefällt mir

16. Oktober um 12:46

Schwierig...ich kann dem Vintage Trend nicht so viel abgewinnen. 

Meine Oma war auch überrascht das wir ihre alte DDR Kommode aus den 60ern noch so gut weiter verkaufen konnte. O-Ton "Wer will den alten Mist denn noch haben?" 

Gefällt mir

16. Oktober um 13:52

Ich mag antike Möbel, aber nicht in meinen eigenen 4 Wänden.

Ich besitze ein paar antike Küchenutensilien, die ich für Dekozwecke nutze, 2 Gemälde, die mittlerweile als Antiquitäten gelten, das war es dann, glaub ich aber auch schon, an Antiquitäten in meinem Besitz.

"um den Hals muss sich nicht jeder dieselbe Kette hängen."
Schmuck suche ich mir lieber selbst aus und trage nicht den von anderen auf. Auch moderner Schmuck kann individuell sein und es gibt bei den meisten meiner Schmuckstücke garantiert niemand anderen, der ein gleiches und erst recht nicht, dasselbe trägt.

"Weg von der Sterilität im Wohnbereich"
Modern/der heutigen Zeit gemäß bedeutet nicht automatisch steril, es kommt auf die individuelle Raumgestaltung und Dekoration an.

Ich mag lieber mit Möbeln leben/wohnen, die noch kein Vorleben anderer Besitzer haben. Ich habs generell nicht so mit Second-Hand.

Gefällt mir

16. Oktober um 14:49
In Antwort auf kariertekatze

Ich mag antike Möbel, aber nicht in meinen eigenen 4 Wänden.

Ich besitze ein paar antike Küchenutensilien, die ich für Dekozwecke nutze, 2 Gemälde, die mittlerweile als Antiquitäten gelten, das war es dann, glaub ich aber auch schon, an Antiquitäten in meinem Besitz.

"um den Hals muss sich nicht jeder dieselbe Kette hängen."
Schmuck suche ich mir lieber selbst aus und trage nicht den von anderen auf. Auch moderner Schmuck kann individuell sein und es gibt bei den meisten meiner Schmuckstücke garantiert niemand anderen, der ein gleiches und erst recht nicht, dasselbe trägt.

"Weg von der Sterilität im Wohnbereich"
Modern/der heutigen Zeit gemäß bedeutet nicht automatisch steril, es kommt auf die individuelle Raumgestaltung und Dekoration an.

Ich mag lieber mit Möbeln leben/wohnen, die noch kein Vorleben anderer Besitzer haben. Ich habs generell nicht so mit Second-Hand.


Das hast du sehr schön gesagt, dass du dir Schmuck lieber selbst aussuchst. Ich z. b.  bin richtig froh, dass mein Mann mir nie ein Schmuckstück geschenkt hat. Das machen doch öfters Männer und dann gefällt es einem nicht und getraut sich das nicht zu sagen. 

Gefällt mir

16. Oktober um 17:54
In Antwort auf thilda-1978

Niemals ist das alles alter Ramsch! Ich habe wunderschöne Schmuckstücke und Handtaschen von meinen Großmüttern; zu meinem 40 sten Geburtstag, hat mir meine Familie den Ehering meiner Urgroßmutter umarbeiten lassen und mir geschenkt; in meinem Schrank steht uraltes Porzellan und 2 Kaffeeservices. Die alten Möbel (Anrichten, Stühle, ein Sofa, Schrank usw) stehen noch bei meinen Eltern in einem Mix aus alt und neu, aber die Schmuckstücke werden sicher nicht weg geworfen, sondern aufbewahrt und im Zweifel aufbereitet. 
Ich mag Dinge mit Geschichte!

Ich freu mich immer, wenn auch Menschen deiner Generation sowas noch zu würdigen und zu schätzen wissen. Ohja, Handtaschen, da gibt es auch ganz tolle Exemplare. Viele wurden früher von Hand gemacht, eigentlich gilt das ja für alle Antiquitäten, und das ist es wohl, was mich so fasziniert daran. Und dann handbestickt... Ich habe so einen Ring mal für meine Schwiegertochter umarbeiten lassen zu ihrer Hochzeit. Letztes Jahr zu Weihnachten hat sie ihn getragen Ich weiss, sie wird all diese Dinge zu schätzen wissen, wenn sie sie mal bekommt. Einmal haben wir zusammen, ist ewig her, über meinem Karton mit Schmuck, ja, es ist ein Karton darin viele Schmuckkästchen gesessen, und hatten unheimlich viel Gesprächsstoff, was sich hinter den einzelnen Teilchen so verbarg.
Und ja, es ist alles Geschichte, und auch ganz viel Kultur.

Trägst du denn selbst diesen Schmuck auch hin und wieder?

 

2 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:12
In Antwort auf evaeden

Ich liebe meine Antiquitäten. Ich habe auch beides..einen Mix aus Antik und modern. 

Ich habe viele schoene Stuecke von meinen Grosseltern die sie schon von den Generationen vor ihnen geerbt haben. 

In D habe ich z.B. eine Couch die meine Urgroßmutter mit in die Ehe gebracht hat. Immer noch sehr bequem. 

Ich kenne auch die Geschichten dieser Moebelstuecke, wie sie in die Familie gekommen sind, wer sie gekauft oder bekommen hat. Ich liebe diese Geschichten.

Mein schönstes Stueck ist aber das Gemälde meiner Urgroßmutter. Das haengt bei mir hier im Esszimmer. Ich sehe ihr sehr aehnlich. Wenn ich ihr Bild und meines im gleichen Alter nebeneinander lege sehen wir fast identisch aus.

Dann habe ich noch den Schmuck meiner Schwiegermutter. Den werde ich aber so wie er ist an meine Stieftochter weitergeben. 

Die4sen Mix finde ich schon auch interessant. Die Antiquität ist dann der Hingucker, der Rest wirkt wie ein Rahmen. Er hebt sie hervor. Und auch toll, wenn in der Familie Vieles über Generationen weiter gegeben wird. Leider scheint sich sowas zu verlieren.
Ja, diese alten Couchen mit dem richtigen Federkern noch drin. Die kriegt man nicht kaputt. Es sind Möbel für die Ewigkeit. Von Hand gefertigt, in ewig langer Arbeit, die heute so gar nicht mehr bezahlbar wäre. Man sieht einfach die Unterschiede und sollte das auch zu würdigen wissen. Bei neuen modernen Möbeln sagt man ja, dreimal umziehen ist wie einmal abgebrannt.
Ohja, diese Geschichten. Die alte Singer-Nähmaschine meiner Oma, sie war Schneiderin. Als kleines Mädchen sass ich immer bei ihr an der Maschine. Den Hang zu Handarbeiten habe ich wohl sowieso von ihr geerbt. Dann hatte sie ein altes Vertiko, darin waren ihre Stoffe aufbewahrt. Beides steht noch heute hier im Haus, ich könnte mich nicht davon trennen. Es wäre, als müsste ich dieses Stück meines Ichs weggeben. Oder auch der alte Schreibtisch meines Vaters, den er selbst schon antik gekauft hatte, an dem meine Eltern allabendlich sassen und die Statiken abarbeiteten, meine Mutter an der alten Schreibmaschine, mein Vater diktierte. Wenn ich dann mal störte, hiess es, ruhig sein, fällt ein Haus zusammen, muss Papi ins Gefängnis. Ohja, das hatte mir Angst gemacht und natürlich war ich dann ganz lieb.
Mit dem Bild deiner Urgrossmutter finde ich auch toll. Hast du sie noch kennengelernt? Ich kenne einen meiner Urgrossväter. Es ist oft so, dass sich äusserliche Merkmale weiter vererben auf die Enkel- und Urenkel. Mein Sohn kommt auf meinen Vater raus, ich auf meine Oma, mein erstes Enkelchen wiederum auf mich.
Der ganze Familienschmuck ist irgendwie bei mir gelandet. Und ja, ich trage da schon gern mal was von. Vor ein paar Monaten, bei einer besonderen Gelegenheit, hab ich mir einen Ring, den ich an demselben Weihnachten bekommen hatte, auf eine Hand gesteckt, auf die andere einen Ring, den meine Mutter zu diesem Weihnachtsfest bekommen hatte. Beide Ringe hatte mein Vater mit mir zusammen eingekauft, direkt an Heiligabend, da war er immer auf den letzten Drücker. Es war sein letztes Weihnachten. Da war ich 18.
 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:19

Stimmt, geht schon ein paar Jahre so. Vorher waren Antiquitäten total weg vom Fenster. Umso mehr hat es mich erfreut, dass da doch in der nächsten Generation wieder Interesse besteht, sich in diese Dinge reinzuversetzen, denn sie sind nun mal nicht nur ein Möbelstück. Bei Schmuck gilt das genauso, das meiste sind Einzelstücke und Handarbeit.
Ja doch, ich liebe Ruhezeiten, mich einfach hinzusetzen, umgeben von solchen Dingen, und ich mag diese Geschichten, die sie erzählen.
Klar muss das gefallen. Man muss aber auch in der Lage sein, Gefallen finden zu können.
Ich selbst handarbeite ja gern und viel. Ich habe mal ein Gobelinbild selbst bestickt, allabendlich, hat weit über ein Jahr gedauert. Hab es dann rahmen lassen, es hängt bei uns im Flur. Mein Sohn war damals noch relativ klein, so um die 9 oder 10, ich denke, er erinnert sich gut daran. Und ich hoffe, er wird es nicht irgendwann verramschen.
 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:26
In Antwort auf micky790


Bei mir war das so, dass meine Eltern so in den 60 Jahren exrem viele Antiquitäten gekauft haben, sogar auf Vorrat um das meiner Schwester und mir zu vereben. Sie mussten es im Estrich lagern. Weder mein Schwager, noch mein Mann haben das gemocht, es war ihnen eindeutig zu barock und schwer. Das hat zu Riesenkonflikten geführt. Einen antiken Kasten von ihnen habe ich noch, aber er ist noch praktisch. Aber sonst haben wir uns getrennt von diesen Sachen. In unserer Mietwohnung haben wir gar keinen Platz. 
Den Schmuck von meiner Mutter habe ich jetzt 10 Jahre nach ihrem Tod auf eine Auktion gegeben und habe den Erlös unserem Sohn und Schwiegertochter geschenkt. Die Schwiegertochter wollte das auch nicht. Ich habe von meinen Eltern nur Briefe usw. behalten, die mir etwas bedeuten oder sonstige Sachen, die ich mag. Und alles, vom dem sie gesagt haben das sei so WERTVOLL, habe ich micht getrennt. Das handbemalte  Porzellan habe ich verschenkt, ich mag nicht von Hand abwaschen.

Dann haben deine Eltern das wohl eher als Kapitalanlage gesehen, für die Kinder zum erben. Sie werden wohl nicht erwarten, dass ihr darin wohnt, wenn es euch nicht gefällt. Ich hoffe, ihr habt es nicht verschleudert, denn viele Spekulanten sind genau darauf aus, um selbst damit Gewinn zu machen. Stimmt, solche Möbel brauchen Platz. Und die gab es ja in der damaligen Zeit.
Den Schmuck meiner Mutter könnte ich nicht verkaufen, den meiner Grossmutter auch nicht. Weitergeben ja. Ich habe meinem Sohn vor über 10 Jahren den Ring meines Vaters, auf den er rauskommt, an einem Weihnachtsfest geschenkt und ihn gebeten, ihn in Ehren zu halten.
Briefe, Gesellenbriefe etc., amtliche Dokumente von früher, das habe ich auch noch alles. Auch die Liebesbriefe meines Vaters an meine Mutter.
Handbemaltes Porzellan muss man ja auch nicht täglich benutzen, es hat seine Ausstrahlung in der Vitrine. Es ist Handarbeit.

Wo gibt es sowas heute noch? Wenn, dann unbezahlbar.

 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:33
In Antwort auf misspedschie4

Ich mag so barocke, antike ,so alte Möbeln , Geschirr oder Sonst was, nur in Museen oder so , angucken/Betrachten.

In unserer Wohnung brauchen wir so'n Geschnörkel nicht. Ich mag glatte, gerade Flächen....

oft wird so was ja auch gar nicht benutzt,  weil es zu kostbar ist.

Verstehe ich natürlich, will ich aber nicht haben....

Für mich ist das Wohlfühlatmosphäre. Und die nutze ich. Sowas geht nicht kaputt. Weder alte Möbel, noch alter Schmuck. Sonst wäre es ja gar nicht so alt geworden.
In glatten geraden Flächen würde ich mich fühlen wie in einer sterilen Atmosphäre, wie im Krankenhaus....
Aber jeder so, wie er sich wohlfühlt. Dafür ist ein Zuhause ein Zuhause.

 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:38
In Antwort auf kapuzze

Schwierig...ich kann dem Vintage Trend nicht so viel abgewinnen. 

Meine Oma war auch überrascht das wir ihre alte DDR Kommode aus den 60ern noch so gut weiter verkaufen konnte. O-Ton "Wer will den alten Mist denn noch haben?" 

Das ist ja nicht nur ein Trend, sonst würden diese alten Dinge gar nicht mehr existieren, wären längst verfeuert oder so. Aber man muss sich einlassen können, es ist ja auch Kultur.
Das ist leider oft so, dass alte Menschen das gar nicht wissen, was sie da an Werten haben, ist einfach altes Zeug. Der Grossvater meines Mannes in Frankreich sah das auch so, ganz tolle uralte Schränke, französische, alter Familienbesitz, wollte er verfeuern.
Ganz traurig ist, dass es viele Händler gibt, die es genau darauf anlegen, diese Menschen regelrecht übers Ohr hauen, ihnen vermitteln, wir bringen das auch kostenlos weg, ihren Müll, und selbst dann damit richtig Reibach machen.

 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 18:58
In Antwort auf funnythings

Ich freu mich immer, wenn auch Menschen deiner Generation sowas noch zu würdigen und zu schätzen wissen. Ohja, Handtaschen, da gibt es auch ganz tolle Exemplare. Viele wurden früher von Hand gemacht, eigentlich gilt das ja für alle Antiquitäten, und das ist es wohl, was mich so fasziniert daran. Und dann handbestickt... Ich habe so einen Ring mal für meine Schwiegertochter umarbeiten lassen zu ihrer Hochzeit. Letztes Jahr zu Weihnachten hat sie ihn getragen Ich weiss, sie wird all diese Dinge zu schätzen wissen, wenn sie sie mal bekommt. Einmal haben wir zusammen, ist ewig her, über meinem Karton mit Schmuck, ja, es ist ein Karton darin viele Schmuckkästchen gesessen, und hatten unheimlich viel Gesprächsstoff, was sich hinter den einzelnen Teilchen so verbarg.
Und ja, es ist alles Geschichte, und auch ganz viel Kultur.

Trägst du denn selbst diesen Schmuck auch hin und wieder?

 

Hab ich ganz vergessen. Mein Ehering ist der Ehering meiner Schwiegermutter. Es ist ein sehr schoener, schlichter Ring den ich auch immer trage. 

Ich habe in Deutschland auch einige Kisten die mit “Vergangenheit” gefuellt sind....viele Bilder, Schmuck, Orden, Unterlagen, Briefe usw. 

Wenn ich in D zu Besuch bin lade ich meine Verwandten zu mir ein und wir gehen diese Dinge durch, schauen Bilder an, erzaehlen Geschichten von damals, lachen, erinnern uns an geliebte Menschen die uns schon verlassen haben. 

2 LikesGefällt mir

16. Oktober um 19:04
In Antwort auf funnythings

Die4sen Mix finde ich schon auch interessant. Die Antiquität ist dann der Hingucker, der Rest wirkt wie ein Rahmen. Er hebt sie hervor. Und auch toll, wenn in der Familie Vieles über Generationen weiter gegeben wird. Leider scheint sich sowas zu verlieren.
Ja, diese alten Couchen mit dem richtigen Federkern noch drin. Die kriegt man nicht kaputt. Es sind Möbel für die Ewigkeit. Von Hand gefertigt, in ewig langer Arbeit, die heute so gar nicht mehr bezahlbar wäre. Man sieht einfach die Unterschiede und sollte das auch zu würdigen wissen. Bei neuen modernen Möbeln sagt man ja, dreimal umziehen ist wie einmal abgebrannt.
Ohja, diese Geschichten. Die alte Singer-Nähmaschine meiner Oma, sie war Schneiderin. Als kleines Mädchen sass ich immer bei ihr an der Maschine. Den Hang zu Handarbeiten habe ich wohl sowieso von ihr geerbt. Dann hatte sie ein altes Vertiko, darin waren ihre Stoffe aufbewahrt. Beides steht noch heute hier im Haus, ich könnte mich nicht davon trennen. Es wäre, als müsste ich dieses Stück meines Ichs weggeben. Oder auch der alte Schreibtisch meines Vaters, den er selbst schon antik gekauft hatte, an dem meine Eltern allabendlich sassen und die Statiken abarbeiteten, meine Mutter an der alten Schreibmaschine, mein Vater diktierte. Wenn ich dann mal störte, hiess es, ruhig sein, fällt ein Haus zusammen, muss Papi ins Gefängnis. Ohja, das hatte mir Angst gemacht und natürlich war ich dann ganz lieb.
Mit dem Bild deiner Urgrossmutter finde ich auch toll. Hast du sie noch kennengelernt? Ich kenne einen meiner Urgrossväter. Es ist oft so, dass sich äusserliche Merkmale weiter vererben auf die Enkel- und Urenkel. Mein Sohn kommt auf meinen Vater raus, ich auf meine Oma, mein erstes Enkelchen wiederum auf mich.
Der ganze Familienschmuck ist irgendwie bei mir gelandet. Und ja, ich trage da schon gern mal was von. Vor ein paar Monaten, bei einer besonderen Gelegenheit, hab ich mir einen Ring, den ich an demselben Weihnachten bekommen hatte, auf eine Hand gesteckt, auf die andere einen Ring, den meine Mutter zu diesem Weihnachtsfest bekommen hatte. Beide Ringe hatte mein Vater mit mir zusammen eingekauft, direkt an Heiligabend, da war er immer auf den letzten Drücker. Es war sein letztes Weihnachten. Da war ich 18.
 

Ich habe meine Urgroßmutter zwar kennengelernt, kann mich aber nicht daran erinnern...war noch zu klein um Erinnerung an die Zeit zu haben. 

Da faellt mir gerade ein...eines meiner schoensten Stuecke die ich besitze ist das Chatelaine meiner Urgroßmutter. Ich liebe dieses Chatelaine. Wuerde ich nie verkaufen oder weggeben. 

Die Naehmaschine meiner Oma ist auch noch in meiner Familie. 

1 LikesGefällt mir

16. Oktober um 19:18
In Antwort auf funnythings

Das ist ja nicht nur ein Trend, sonst würden diese alten Dinge gar nicht mehr existieren, wären längst verfeuert oder so. Aber man muss sich einlassen können, es ist ja auch Kultur.
Das ist leider oft so, dass alte Menschen das gar nicht wissen, was sie da an Werten haben, ist einfach altes Zeug. Der Grossvater meines Mannes in Frankreich sah das auch so, ganz tolle uralte Schränke, französische, alter Familienbesitz, wollte er verfeuern.
Ganz traurig ist, dass es viele Händler gibt, die es genau darauf anlegen, diese Menschen regelrecht übers Ohr hauen, ihnen vermitteln, wir bringen das auch kostenlos weg, ihren Müll, und selbst dann damit richtig Reibach machen.

 

Ja, ich hab auch gestaunt für was solche Kommoden weggehen. Wir haben sie für einen fairen Preis verkauft. 

Gefällt mir

16. Oktober um 19:33
In Antwort auf funnythings

Dann haben deine Eltern das wohl eher als Kapitalanlage gesehen, für die Kinder zum erben. Sie werden wohl nicht erwarten, dass ihr darin wohnt, wenn es euch nicht gefällt. Ich hoffe, ihr habt es nicht verschleudert, denn viele Spekulanten sind genau darauf aus, um selbst damit Gewinn zu machen. Stimmt, solche Möbel brauchen Platz. Und die gab es ja in der damaligen Zeit.
Den Schmuck meiner Mutter könnte ich nicht verkaufen, den meiner Grossmutter auch nicht. Weitergeben ja. Ich habe meinem Sohn vor über 10 Jahren den Ring meines Vaters, auf den er rauskommt, an einem Weihnachtsfest geschenkt und ihn gebeten, ihn in Ehren zu halten.
Briefe, Gesellenbriefe etc., amtliche Dokumente von früher, das habe ich auch noch alles. Auch die Liebesbriefe meines Vaters an meine Mutter.
Handbemaltes Porzellan muss man ja auch nicht täglich benutzen, es hat seine Ausstrahlung in der Vitrine. Es ist Handarbeit.

Wo gibt es sowas heute noch? Wenn, dann unbezahlbar.

 


Nein, verscherbelt haben wir es nicht. Etwas habe ich gelernt von ihnen. Wir, meine Schwester als auch ich können sehr gut unterscheiden was echte Handarbeit ist. Z. b. bei Teppichen. Da bin ich echt froh darüber. Das ist viel wert, finde ich, auch wenn man nicht den gleichen Weg einschlägt im Leben wie die Eltern. Das geht nicht verloren. Ich sehe das durchaus als Ressource.

Gefällt mir

16. Oktober um 19:37
In Antwort auf funnythings

Ich freu mich immer, wenn auch Menschen deiner Generation sowas noch zu würdigen und zu schätzen wissen. Ohja, Handtaschen, da gibt es auch ganz tolle Exemplare. Viele wurden früher von Hand gemacht, eigentlich gilt das ja für alle Antiquitäten, und das ist es wohl, was mich so fasziniert daran. Und dann handbestickt... Ich habe so einen Ring mal für meine Schwiegertochter umarbeiten lassen zu ihrer Hochzeit. Letztes Jahr zu Weihnachten hat sie ihn getragen Ich weiss, sie wird all diese Dinge zu schätzen wissen, wenn sie sie mal bekommt. Einmal haben wir zusammen, ist ewig her, über meinem Karton mit Schmuck, ja, es ist ein Karton darin viele Schmuckkästchen gesessen, und hatten unheimlich viel Gesprächsstoff, was sich hinter den einzelnen Teilchen so verbarg.
Und ja, es ist alles Geschichte, und auch ganz viel Kultur.

Trägst du denn selbst diesen Schmuck auch hin und wieder?

 

Abgesehen von den Ohrringen, die ich nicht tragen kann, weil ich sofort allergisch reagiere, ja. Allerdings nicht täglich (ich bin sowieso kein Schmuck-Typ), aber zu besonderen Anlässen durchaus! 

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Diskussionen dieses Nutzers

Beliebte Diskussionen

Hydro Boost

Teilen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen