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Altersdemenz bei Eltern...

19. Februar 2005 um 12:35

hi leute,

ich hab ein Problem, welches ich etwas ausführlicher behandeln muss. Bitte um Rat von Denjenigen, die sich mit der Problematik auskennen. Zunächst einmal muss ich feststellen,dass es schon verdammt schmerzt, mitansehen zu müssen, wenn Eltern langsam, aber sicher vergesslich und zerbrechlich werden( auch wenns der Lauf der Dinge ist...)Seit dem Tod meiner Mutter ( vor 6 Jahren )lebt mein Vater allein in einem gr. Einfamilienhaus im selben Ort, wo ich auch wohne. Er will dort alleine leben und ich akzeptiere seinen Wunsch.Seit ca. einem Jahr bemerke ich, dass er immer mehr vergisst... Er will sich das selbst nicht eingestehen und reagiert ziemlich stur, wenn ich ihn vorsichtig diesbezüglich anspreche( z.b. verlegt er ständig Geld, wusste nicht mehr, wo seine Sparbücher sind etc. ) Daraufhin hab ich ihm Tebonin, ein Gingkomedikament zur Hirndurchblutung besorgt ( nach Absprache mit seinem Arzt) und muss ansonsten auch so ständig dahinter sein, dass er seine anderen Medikamente einnimmt. Ansonsten macht er geistig noch einen normalen Eindruck. Alzheimer hat er wohl nicht, sondern normale beginnende Altersdemenz. Ich stehe auf dem Standpunkt, ihn weitgehends selbstständig agieren zu lassen, beobachte ihn jedoch vermehrt durch gehäufte Besuche. Sein Auto will er auch noch nicht abgeben, obwohl es in letzter Zeit immer mehr Schrammen aufweist, von denen er nicht mehr weiss, woher sie kommen...Auch hier ist es zwecklos, auf Verzicht des Autos zu plädieren. Ich habe mich nun mit dem Thema Vormundschaft beschäftigt für den Fall, dass der geistige Verfall fortschreitet... Man müsste das nun so schnell, wie möglich, notariell abklären, dass die Kinder die Vormundschaft übernehmen,ansonsten würde meinem Vater später eine wildfremde Person als Vormund vorgesetzt werden,die eigenen Kinder hätten dann keine Handhabe. Sowohl mein Vater, als auch mein Bruder lassen sich davon nicht überzeugen und stehen auf dem Standpunkt, dass, wenns mal so weit ist, die Kinder automatisch das Sorgerecht erhalten. Sie empfinden meine Sorge als übertrieben und reagieren gereizt. Bin mit meinem Latein ziemlich am Ende.... Vielleicht kennt Jemand die beschriebene Problematik, würde mich über Feedback sehr freuen.

Liebe Grüsse

Lovealot

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19. Februar 2005 um 15:51

Ich kenne
diese Problematik, mein Schwiegervater ist alzheimerkrank.Die menschliche Seite will ich hier gar nicht erläutern, das kann ein Außenstehender eh nicht nachvollziehen. Aber was die Vormundschaft betrifft: Nicht automatisch geht die Vormundschaft auf die Kinder über, das wär ja auch noch schöner. Und viele Kinder wollen ja ihre Eltern auch nicht betreuen, höchstens bevormunden, wenns ums Geld geht. Die juristische Seite würde das Forum hier sprengen, deshalb gebe ich dir mal eine nützliche Adresse:www.patiententestament.com.

Da wird von der Vorsorgevollmacht über die Patientenverfügung bis hin zur Betreuungsverfügung alles erklärt. Mit meinen Schwiegereltern ist diese juristische Seite zumindest geklärt, alles andere ist jetzt Gottes Wille.

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19. Februar 2005 um 19:59

Handeln ist angesagt
Lass Dich nicht beirren mit
Deinem Gefühl. Wenn etwas passiert - was ich nicht hoffe -macht man sich nur Vorwürfe!

Ein Patiententestament ist wichtig.

Ich würde auch den Arzt ins Vertrauen ziehen oder ins Boot holen.

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20. Februar 2005 um 15:00

Hi Lovelot
Kenne die Problematik als solche, weiss aber nicht, wie das mit der Vormundschaft läuft. Da Demenz nun mal ein häufiges Problem ist, gibt es verschiedenste Beratungsstellen. Wende Dich doch da mal hin. Um rechtliche Probleme abzuklären, um Dir aufzeigen zu lassen, was es für Möglichkeiten gibt, um zu erfahren, wie Du am besten mit Deinem Vater umgehst. Denn leider wird das alles wohl nur noch schlimmer und nie mehr besser.

Ich denke (oder habe die Erfahrung gemacht), dass demente Menschen grosse Probleme haben, einzugestehen, dass dies oder jenes nicht mehr geht (Autofahren ist nur ein Beispiel). Dass sie Hilfe brauchen. Das ist ja auch gut zu verstehen. Darum ist der Umgang mit ihnen eine riesige Herausforderung, denn es ist ein ständiges Pendeln zwischen Selber-Machen-und-Entscheiden-Lassen und Helfen. Deinen Standpunkt, ihn möglichst selber machen zu lassen, aber verstärkt ein Auge auf ihn zu haben, ist sicher richtig. Ich rate Dir aber unbedingt, zu schauen, dass Du selber längerfristig nicht zu kurz kommst und Dir Beizeiten professionellen Rat bzw. professionelle Unterstützung zu organisieren.

Alles Gute, Zora

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20. Februar 2005 um 15:19
In Antwort auf sinizora

Hi Lovelot
Kenne die Problematik als solche, weiss aber nicht, wie das mit der Vormundschaft läuft. Da Demenz nun mal ein häufiges Problem ist, gibt es verschiedenste Beratungsstellen. Wende Dich doch da mal hin. Um rechtliche Probleme abzuklären, um Dir aufzeigen zu lassen, was es für Möglichkeiten gibt, um zu erfahren, wie Du am besten mit Deinem Vater umgehst. Denn leider wird das alles wohl nur noch schlimmer und nie mehr besser.

Ich denke (oder habe die Erfahrung gemacht), dass demente Menschen grosse Probleme haben, einzugestehen, dass dies oder jenes nicht mehr geht (Autofahren ist nur ein Beispiel). Dass sie Hilfe brauchen. Das ist ja auch gut zu verstehen. Darum ist der Umgang mit ihnen eine riesige Herausforderung, denn es ist ein ständiges Pendeln zwischen Selber-Machen-und-Entscheiden-Lassen und Helfen. Deinen Standpunkt, ihn möglichst selber machen zu lassen, aber verstärkt ein Auge auf ihn zu haben, ist sicher richtig. Ich rate Dir aber unbedingt, zu schauen, dass Du selber längerfristig nicht zu kurz kommst und Dir Beizeiten professionellen Rat bzw. professionelle Unterstützung zu organisieren.

Alles Gute, Zora

Ich kann mich
sinizora nur anschließen...

Es ist sicher nicht verkehrt, den Vater etwas näher im Auge zu behalten und sich auch schon mal zu informieren, aber ich denke, von einer Entmündigung ist man bei einer beginnenden Demenz noch weit entfernt.

Die Vormundschaft wird übrigens, so daran Interesse besteht, eigentlich immer auf die nächsten Angehörigen übertragen, wenn es dann irgendwann soweit kommt.
Du brauchst also keine Angst davor zu haben, daß dem Vater irgendwann fremde Leute vor die Nase gesetzt werden!

Meine Eltern haben mir gerade, obwohl mit 70 noch recht fit, die Kontovollmacht übertragen.
Sie haben etwas Angst davor, daß ihnen irgendwann in den nächsten Jahren etwas zustößt oder sie in anderer Form handlungsunfähig werden und wollen nicht, daß ich dann noch langwierige juristische Prozesse durchlaufen muß.
Ihre größte Panik ist es, zu versterben und dann nicht mit allem Brimborium beerdigt werden zu können, weil ich mir das nicht leisten könnte und nicht rechtzeitig an ihre Konten käme. "ggg"

Vielleicht wäre so etwas für Euch auch eine gute Übergangslösung?

Gruß, harter Kern

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20. Februar 2005 um 15:51
In Antwort auf sinizora

Hi Lovelot
Kenne die Problematik als solche, weiss aber nicht, wie das mit der Vormundschaft läuft. Da Demenz nun mal ein häufiges Problem ist, gibt es verschiedenste Beratungsstellen. Wende Dich doch da mal hin. Um rechtliche Probleme abzuklären, um Dir aufzeigen zu lassen, was es für Möglichkeiten gibt, um zu erfahren, wie Du am besten mit Deinem Vater umgehst. Denn leider wird das alles wohl nur noch schlimmer und nie mehr besser.

Ich denke (oder habe die Erfahrung gemacht), dass demente Menschen grosse Probleme haben, einzugestehen, dass dies oder jenes nicht mehr geht (Autofahren ist nur ein Beispiel). Dass sie Hilfe brauchen. Das ist ja auch gut zu verstehen. Darum ist der Umgang mit ihnen eine riesige Herausforderung, denn es ist ein ständiges Pendeln zwischen Selber-Machen-und-Entscheiden-Lassen und Helfen. Deinen Standpunkt, ihn möglichst selber machen zu lassen, aber verstärkt ein Auge auf ihn zu haben, ist sicher richtig. Ich rate Dir aber unbedingt, zu schauen, dass Du selber längerfristig nicht zu kurz kommst und Dir Beizeiten professionellen Rat bzw. professionelle Unterstützung zu organisieren.

Alles Gute, Zora

Professionelle hilfe????
erst mal vielen dank für dein Interesse....
ich frag mich nur, was du genau mit professioneller Hilfe meinst. Ich habe ja mit seinem Hausarzt gesprochen, der nur meinte, ich hätte mit dem Tebonin richtig gehandelt, zu mehr konnte er mir auch nicht raten. Einen Pflegedienst einzuschalten, halte ich für übertrieben, er kann sich ja noch selbst versorgen... mich würde ernsthaft interessieren, wen oder was du mit professioneller Hilfe genau meinst...???

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20. Februar 2005 um 16:13
In Antwort auf harterkern

Ich kann mich
sinizora nur anschließen...

Es ist sicher nicht verkehrt, den Vater etwas näher im Auge zu behalten und sich auch schon mal zu informieren, aber ich denke, von einer Entmündigung ist man bei einer beginnenden Demenz noch weit entfernt.

Die Vormundschaft wird übrigens, so daran Interesse besteht, eigentlich immer auf die nächsten Angehörigen übertragen, wenn es dann irgendwann soweit kommt.
Du brauchst also keine Angst davor zu haben, daß dem Vater irgendwann fremde Leute vor die Nase gesetzt werden!

Meine Eltern haben mir gerade, obwohl mit 70 noch recht fit, die Kontovollmacht übertragen.
Sie haben etwas Angst davor, daß ihnen irgendwann in den nächsten Jahren etwas zustößt oder sie in anderer Form handlungsunfähig werden und wollen nicht, daß ich dann noch langwierige juristische Prozesse durchlaufen muß.
Ihre größte Panik ist es, zu versterben und dann nicht mit allem Brimborium beerdigt werden zu können, weil ich mir das nicht leisten könnte und nicht rechtzeitig an ihre Konten käme. "ggg"

Vielleicht wäre so etwas für Euch auch eine gute Übergangslösung?

Gruß, harter Kern

Automatische Übertragung?
grüss dich,

von einer Entmündigung ist gar nicht die Rede gewesen...
meine Idee war die, prophylaktisch vorzugehen, d.h. für den Fall der Fälle, dass mein alter Herr nicht mehr zurechnungsfähig sein sollte, er kann ja auch einen plötzlichen Schlaganfall bekommen etc. Bist Du Dir da sicher, dass dann die Übertragung der Vollmacht auch automatisch auf die nächsten Angehörigen vollzogen wird? also zu einem Zeitpunkt, wo er selbst nicht mehr die geistige Kontrolle hat? wenn ja, bräuchte ich mir jetzt nicht mehr den Kopf zerbrechen,zumal er und mein Bruder meine Bemühen um Klarheit boykottieren,wo sie nur können... es ist eben ein ewiger Eiertanz und erfordert viel Fingerspitzengefühl...
Übrigens: ein Beerdigungssparbuch, so makaber, wie es sich anhört, hat mein Vater schon vor 20 Jahren angelegt...

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20. Februar 2005 um 17:10
In Antwort auf lovealot

Automatische Übertragung?
grüss dich,

von einer Entmündigung ist gar nicht die Rede gewesen...
meine Idee war die, prophylaktisch vorzugehen, d.h. für den Fall der Fälle, dass mein alter Herr nicht mehr zurechnungsfähig sein sollte, er kann ja auch einen plötzlichen Schlaganfall bekommen etc. Bist Du Dir da sicher, dass dann die Übertragung der Vollmacht auch automatisch auf die nächsten Angehörigen vollzogen wird? also zu einem Zeitpunkt, wo er selbst nicht mehr die geistige Kontrolle hat? wenn ja, bräuchte ich mir jetzt nicht mehr den Kopf zerbrechen,zumal er und mein Bruder meine Bemühen um Klarheit boykottieren,wo sie nur können... es ist eben ein ewiger Eiertanz und erfordert viel Fingerspitzengefühl...
Übrigens: ein Beerdigungssparbuch, so makaber, wie es sich anhört, hat mein Vater schon vor 20 Jahren angelegt...

Eine Vormundschaft
ist die Folge einer Entmündigung!
Das muß Dir schon klar sein...

Und diese muß beantragt werden, wenn es irgendwann so weit kommt, daß Dein alter Herr nicht mehr selbständig entscheiden kann.
Wer stellt solch einen Antrag? Sofern vorhanden dann Ehepartner, Kinder,...

Ich habe den Vorgang live bei der Großmutter meines Ex-Mannes miterlebt.
Diese war von Alzheimer betroffen und wurde nach und nach zum Pflegefall.
Meine Schwiegereltern haben seinerzeit mit Hilfe des Hausarztes einen Antrag beim Amtsgericht stellen müssen, die Großmutter wurde vom Amtsarzt untersucht und anschließend wurde meinen Schwiegereltern die Vormundschaft übertragen.

Andere Fälle kenne ich nur aus größerer Entfernung, in allen waren aber dann Ehepartner oder Kinder zum Vormund bestimmt.

Jemand anders wird nur eingesetzt, wenn niemand aus der Familie dieses Amt übernehmen möchte oder einfach keine Angehörigen mehr vorhanden sind.
Es ist da ein wenig, wie bei Kindern... Ist ja auch ein ähnlicher Vorgang.

Wie wärs, wenn Du Dich danach einfach mal beim Amtsgericht erkundigst? Eigentlich müßte Dir auch der Hausarzt darüber Auskunft geben können.

Vielleicht ließe sich auch ein Schreiben aufsetzen, in dem Dein Vater, jetzt, wo er noch fit ist, erklärt, wen er als Vormund bevorzugen würde, falls dieses eines Tages notwendig wird?

Gruß, harter Kern

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20. Februar 2005 um 17:10

Hallo Lovealot
..also, Du solltest auf jeden Fall dringend das Gespräch mit dem Hausarzt Deines Vaters suchen, der kann Dir da auf jeden Fall weiterhelfen. Desweiteren solltest Du Dich mit dem Vormundschaftsgericht in Verbindung setzen und dem Rechtspfleger dort die Sachlage schildern. Die werden dann ggf. gemeinsam mit dem Hausarzt und einem Amtsarzt ein Gutachten erstellen. Die Vormundschaft mußt Du beantragen, sonst ist es in der Tat so, daß ein amtlich bestellter Pfleger berufen wird, das ist dann in der Regel ein Anwalt oder Notar im Umkreis des Wohnortes Deines Vaters. Sprich unbedingt auch die Sache mit dem Auto an, warte nicht, bis erst Personen zu Schaden kommen. Das ganze ist ein schwerer und schmerzlicher Weg, sowohl für Deinen Vater, als auch für Dich, ich kann aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen, wie es ist, die Rollen zu tauschen. Liebe Grüße und viel Kraft, Jule

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20. Februar 2005 um 19:10

Merci...
danke Allen, die mir hier an dieser Stelle wertvolle Tips gegeben haben...( nur so macht dieses Forum, neben all dem Gaudi, den man sicherlich auch hier haben kann, für mich Sinn...)
jetzt gilt es nur "noch", gute Überzeugungsargumente mit viel Fingerspitzengefühl zu leisten, damit mein Vater sich nicht auf den sogenannten Schlips getreten fühlt...

wünsche Allen einen guten Wochenstart

lovealot

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21. Februar 2005 um 3:00

Meine Tante Paula...
...sie lebte allein...und sah immer die Holländer kommen...sie war mal mit einem verheiratet, war aber schon 30 Jahre her..sie soff jede Woche ne Kiste Dunkelbier und ließ 24 Stunden am Tag, 365 tage im Jahr die Heizung brennen..total verkalkt..l

Ihre Schwester hat sie dann zu sich genommen..Paula war 82 und Friedchen 78 ...und sie haben zusammen Rätsel gelöst,die Zeitung gelesen,Kuchen gebacken und Dunkelbier gesoffen...
Paula war nach 3 Monaten wieder völlig normal...
Vielleicht schrullt Dein Papa so, weil er nicht gefordert wird?
Geh mit ihm einmal die Woche schwimmen....telefonier ihn schwindelig...frag ihn Sachen die er wissen könnte...

Ich hoffe es hilft..
Wir werden alle alt und hoffentlcih gibt es dann jemanden so wie Dich,der sich kümmert!

Liebe Grüße+
SK

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6. April 2005 um 17:49

Hi Lovelot
Du hast vor einer halben Ewigkeit gefragt, was ich mit profesioneller Hilfe meine.

Sorry, war ewig nicht mehr hier im Forum. Falls Du mal noch reinschaust: Ich dachte nicht an einen Pflegedienst oder Behören oder ähnliches. Sondern an Leute, die Dich beraten können, weil sie sich auf professioneller Ebene mit dem Thema beschäftigen. Hier in der Schweiz gibt es. z.B. eine Demenzvereinigung mit Anlaufstellen in allen grösseren Städten (wie das diesbezügliche Angebot in D ist, weiss ich nicht).

Da kann man z.B. Beratung oder Broschüren zu allen möglichen Themen kriegen, mir hat das z.B. auf der emotionalen Seite sehr viel weitergeholfen im Umgang mit einer demenzkranken Person in meiner Familie. Vor allem wenn es darum ging, wenigstens ansatzweise nachvollziehen zu können, was da abläuft (und damit meine ich jetzt nicht primär körperlich, sondern emotional), wie sich eine Demenz überhaupt äussert usw.

Im weiteren fand ich es gut zu wissen, was für Hilfsangebote es längerfristig überhaupt geben würde, wenn man (bzw. der Demenzkranke) denn dereinst Hilfsangebote braucht. Das können z.B. Spazierbegleitungen, Einkaufshilfen, Mahlzeitendiensten oder so sein. Leider muss man ja damit rechnen, dass der geistige Verfall irgendwann fortschreitet.

Nun, ich hoffe, die Situation hat sich zwischenzeitlich nicht verschlechtert. Und Du findest einen Weg bzw. eine Balance zwischen Helfen und Selber-machen-lassen.

Alles Gute, Zora

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7. April 2005 um 12:51

Hallöchen lovealot,
ich muss mich in vielen punkten auch den vorherigen schreibern zustimmen. ( bezüg. Tips im alltäglichen Umgang usw. )

Eine Vormundschaft vorsorglich zu beantragen ist meines Wissens nach nicht möglich und ist auch richtig so. Immerhin ist das eine Entmündigung!!!

Wenn sich der Zustand deines Vaters merklich verschlechtert, so das ihr Kinder wirklich bedenken habt ihn alleine schalten und walten zu lassen, dann kann man über einen Vormundschaftsantrag nachdenken. Dann wird natürlich geprüft, mit Gutachten usw. ob es denn wirklich nötig ist. Ihr als Kinder habt natürlich vorrecht bei der Vormundschaft, außer es ist nachweisbar das ihr eurem Vater nach dem Leben trachtet oder nicht in seinem Interesse handelt. Wobei das auch erst nachgewiesen werden müsste. ich kenne mehrere Fälle wo sich die Kinder nicht ganz grün waren und aus diesem Grund einen Vormund vom Gericht vorgezogen haben, der natürlich alles genau abrechnet und belegen muss was er tut. Damit sind die Kinder/ Angehörigen aber jedem Streit aus dem Weg gegangen.

In ganz dringenden Fällen gibt es auch die Möglickeit eine Vormundschaft zu beantragen, die innerhalb weniger Tage genehmigt wird, man muss also nicht auf Verdacht einen Antrag stellen.

Am besten ist es aber dennoch sich beim zuständigen Vormundschaftsgericht zu informieren.

Im übrigen besteht in einer beantragten Vormundschaft und einer Patientenverfügung einer großer Unterschied, also nicht in einen Topf werfen!!!!

gruß Zinni

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9. November 2006 um 12:14

Altersdemenz bei Eltern...
Vielleicht einfach mal eine Früherkennungstest für Alzheimer machen. Gibt zum Beispiel unter http://www.altern-in-wuerde.de/web/aiw_files/Frueh-erkennungsbogen.pdf zu finden. Ist erstmal unverbindlich, aber unbedingt zum Arzt gehen!

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8. Juli 2007 um 18:12

Text jetzt erst gesichtet
hallo lovealot,
mit der altersdement ist das so eine sache. zur zeit bin ich auch am suchen bezüglich meines vaters, aber noch zu keinem urteil gekommen. bin zwar aus der "branche" - hilft aber nichts. darum suche ich hilfe. mein bruder - älter als ich - schaltet sich aus. mein vater ignoriert alles, vergisst alles. katastrophe überall. mein privatleben ist nebenher. weisst du mitlerweile, wer die "sorgfalt" erhält. der ältere oder die jüngere, die mit im haushalt wohnt(noch)?

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