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Forum / Gesellschaft & Leben

Als Frau den Weihnachtsmann spielen?

Letzte Nachricht: 16. Januar um 14:47
P
pinacolada93
05.12.22 um 11:51

Eine gute Freundin möchte, daß ich zur Beschehrung ihrer Kids (3w, 4m und 6w) den Weihnachtsmann spiele.
Begründung: ihre Kids sollen gleichberechtigt, geschlechtsneutral aufwachsen und da könne es ja durchaus auch eine Weihnachtsfrau geben. Kann ich nachvollziehen, aber ich fürchte, daß so ein Rollentausch bei den Kids nicht gut ankommt.
Wie seht ihr das?
pina

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M
muenchener.ego
05.12.22 um 13:01

Warum kann man nicht einfach die Kirche in Dorf lassen? Warum muss der Weihnachtsmann jetzt weiblich sein? Ist unsere Welt so klein und wurbso eingeschränkt, dass wir es einfach Mal nicht hinnehmen können, dass diese Figur männlich sein soll? Warum versucht man auf Biegen und Brechen alles zu gendern? 

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R
roterregen
09.12.22 um 21:28

Das ist eine coole Idee, ... ich hoffe, du hast das gemacht! 

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P
pinacolada93
10.12.22 um 11:03

Gemacht noch nicht, der 24. kommt ja erst noch.
Aber ich werde es tun 

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L
loomida
13.12.22 um 13:14
In Antwort auf muenchener.ego

Warum kann man nicht einfach die Kirche in Dorf lassen? Warum muss der Weihnachtsmann jetzt weiblich sein? Ist unsere Welt so klein und wurbso eingeschränkt, dass wir es einfach Mal nicht hinnehmen können, dass diese Figur männlich sein soll? Warum versucht man auf Biegen und Brechen alles zu gendern? 

Warum reagierst du so aggressiv auf eine einfache Frage? Ich finde die Idee toll. Warum sollte es keine Weihnachtsfrau geben? Ich glaube tatsächlich, Kindern  - gerade noch kleineren - ist es ziemlich egal. Wir sind halt alle so sozialisiert, dass es NUR Weihnachtsmänner gibt in der öffentlichen Wahrnehmung. Wird Zeit, das zu ändern! 

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A
aeryn_26774591
14.12.22 um 11:08

Würde ich nicht wollen. Kinder können auch so geschlechtsneutral aufwachsen, und traditionell kommt hier der Weihnachtsmann, oder das Christkind.  Das bleibt auch so. Genauso bleibt auch der Nikolaus ein Mann und es wird definitv (bei uns) nie eine Frau werden.

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P
paula
12.08.23 um 0:51

In zwölf Jahren, wenn 4m sechzehn ist, ist die Idee toll. Aber in einem Weihnachtsfrauenkostüm mit kurzem Röckchen und Büstenhebe. Als Rute eine dieser neunschwänzigen Gladiatorenpeitschen...

Als ich im Kindergartenalter war, hat die Nachbarin bei uns Weihnachtsmann gespielt. Ich fand es extrem albern, wie sie versuchte, ihr Stimmchen tiefer zu halten. Das Zerrbild war dadurch nur nochmehr verzerrt. Ich hatte das Gefühl, statt mit etwas echtem, richtig gemachtem, mit einem Fake abgespeist und so verarscht und für blöd verkauft zu werden. Das und andere entsprechende Verarschungstouren haben mich nicht darin bestärkt, meine Eltern vertrauenswürdig zu finden. Statt uns dieses Zerrbild vorzusetzen und zu verlangen, dass wir so tun als würden wir es abkaufen, hätte ich es ehrlicher gefunden wenn sie einfach gesagt hätten, dass die Sozialkompetenz nicht für einen anständigen Weihnachtsmann reicht, und dass es deshalb nichts bzw die Weihnachtsgeschenke ohne Weihnachtsmann gibt.

Das ganze Weihnachtszeit-Eiapopeia-Szenario war unehrlich und diese Unehrlichkeit hat mich gelehrt, die ganze Weihnachtszeit skeptisch zu sehen. Dann dieses unsägliche Wunschzettelschreiben. Nur, um den Frust bei allen zu vergrößern - bei den einen, weil Gier und Egoismus geweckt waren, sie dann aber nicht alles kriegten, was sie in ihrer Maßlosigkeit aufgelistet hatten - zB das Pony und das Segelboot, bei den anderen, weil sie mit Wünschen konfrontiert waren, die sie nicht erfüllen konnten. Und wenn ich ehrlicherweise sagte, ich hab doch eh schon alles was ich brauche, und mir fällt nix dringendes ein, was ich für mich draufschreiben sollte, hieß es, ich sei eine Miesmacherin. Damit sie Ruhe geben, hab ich dann Sachen auf den Zettel geschrieben, obwohl ich das eigentlich überflüssig fand.

Der einzige, der an Weihnachten ehrlich zu mir war, war mein Opa. Dem hat es auch gestunken, wie der Geist von Weihnachten in Richtung Dekadenz verzerrt wurde. Er hat mir erzählt, wie für ihn Weihnachten im Krieg und in der Kriegsgefangenschaft ausfiel, und wie arm man in anderen Weltgegenden dran ist. Und wie Weihnachten in seiner Kindheit ausgefallen ist. Highlight war, dass sie zu viert eine Orange geschenkt gekriegt hatten - um noch lange dran riechen zu können, hat er die Schale in dem Holzkasten aufbewahrt, in dem er die Griffel für die Schiefertafel hatte, die er für die Volksschule brauchte.
Außerdem hat er immer seine Werkstatt aufgemacht und Bierbänke und Tische und Stühle hingestellt und Gulaschsuppe und Glühwein gemacht, und dann war immer gerammelt voll mit Leuten, die sonst niemanden hatten, Obdachlose, vereinsamte ältere Leute, ... 
Meine Eltern haben immer gemeint, es wäre nichts für mich, Weihnachten zu meinem Opa zu gehen und seine Art, damit umzugehen, lieber zu mögen als ihr Eiapopeia-Gedöns. Er hat auch ab und zu gesagt, dass manche von den braven Kirchgängern, die immer ihre fünf Mark in den Opferstock tun,  dereinst wohl in Verlegenheit geraten werden, wenn sie vor dem Schöpfer stehen, und der sie fragt, wieviele Obdachlose sie in ihrem Leben denn von der Straße geholt haben...



Eigentlich ist es egal, wer den Weihnachtsmann spielt, denn in dem Alter sind die Gschrappen nicht auf den Kopf gefallen und erkennen eh die Person, die im Kostüm steckt. Und wissen, dass sie den Erwachsenen zuliebe mitspielen sollen und dafür was geschenkt kriegen.

Die Gleichberechtigung der Kids geht übrigens nicht dadurch flöten, dass ihnen Männer, z.B. Weihnsachtsmänner, mit echten naturgewachsenen Eiern in der Hose, begegnen. Die geht flöten wenn die Weihnachtsfrau dem 4m Begegnungen mit dem männlichen Geschlecht mit Gleichberechtigungsgebrabbel miesmacht und ihm schon als Kleinkind einbläut, dass er als männliches Wesen ein Böser ist, der Frauen unterdrückt und sich deshalb bis zur Selbstaufgabe von Frauen verarschen zu lassen hat.

Und du kannst jetzt natürlich wieder Agressivität statt begründeter Ablehnung vorwerfen und damit zeigen, wie verzerrt deine Wahrnehmung der Dinge ist.

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P
paula
12.08.23 um 0:56
In Antwort auf paula

In zwölf Jahren, wenn 4m sechzehn ist, ist die Idee toll. Aber in einem Weihnachtsfrauenkostüm mit kurzem Röckchen und Büstenhebe. Als Rute eine dieser neunschwänzigen Gladiatorenpeitschen...

Als ich im Kindergartenalter war, hat die Nachbarin bei uns Weihnachtsmann gespielt. Ich fand es extrem albern, wie sie versuchte, ihr Stimmchen tiefer zu halten. Das Zerrbild war dadurch nur nochmehr verzerrt. Ich hatte das Gefühl, statt mit etwas echtem, richtig gemachtem, mit einem Fake abgespeist und so verarscht und für blöd verkauft zu werden. Das und andere entsprechende Verarschungstouren haben mich nicht darin bestärkt, meine Eltern vertrauenswürdig zu finden. Statt uns dieses Zerrbild vorzusetzen und zu verlangen, dass wir so tun als würden wir es abkaufen, hätte ich es ehrlicher gefunden wenn sie einfach gesagt hätten, dass die Sozialkompetenz nicht für einen anständigen Weihnachtsmann reicht, und dass es deshalb nichts bzw die Weihnachtsgeschenke ohne Weihnachtsmann gibt.

Das ganze Weihnachtszeit-Eiapopeia-Szenario war unehrlich und diese Unehrlichkeit hat mich gelehrt, die ganze Weihnachtszeit skeptisch zu sehen. Dann dieses unsägliche Wunschzettelschreiben. Nur, um den Frust bei allen zu vergrößern - bei den einen, weil Gier und Egoismus geweckt waren, sie dann aber nicht alles kriegten, was sie in ihrer Maßlosigkeit aufgelistet hatten - zB das Pony und das Segelboot, bei den anderen, weil sie mit Wünschen konfrontiert waren, die sie nicht erfüllen konnten. Und wenn ich ehrlicherweise sagte, ich hab doch eh schon alles was ich brauche, und mir fällt nix dringendes ein, was ich für mich draufschreiben sollte, hieß es, ich sei eine Miesmacherin. Damit sie Ruhe geben, hab ich dann Sachen auf den Zettel geschrieben, obwohl ich das eigentlich überflüssig fand.

Der einzige, der an Weihnachten ehrlich zu mir war, war mein Opa. Dem hat es auch gestunken, wie der Geist von Weihnachten in Richtung Dekadenz verzerrt wurde. Er hat mir erzählt, wie für ihn Weihnachten im Krieg und in der Kriegsgefangenschaft ausfiel, und wie arm man in anderen Weltgegenden dran ist. Und wie Weihnachten in seiner Kindheit ausgefallen ist. Highlight war, dass sie zu viert eine Orange geschenkt gekriegt hatten - um noch lange dran riechen zu können, hat er die Schale in dem Holzkasten aufbewahrt, in dem er die Griffel für die Schiefertafel hatte, die er für die Volksschule brauchte.
Außerdem hat er immer seine Werkstatt aufgemacht und Bierbänke und Tische und Stühle hingestellt und Gulaschsuppe und Glühwein gemacht, und dann war immer gerammelt voll mit Leuten, die sonst niemanden hatten, Obdachlose, vereinsamte ältere Leute, ... 
Meine Eltern haben immer gemeint, es wäre nichts für mich, Weihnachten zu meinem Opa zu gehen und seine Art, damit umzugehen, lieber zu mögen als ihr Eiapopeia-Gedöns. Er hat auch ab und zu gesagt, dass manche von den braven Kirchgängern, die immer ihre fünf Mark in den Opferstock tun,  dereinst wohl in Verlegenheit geraten werden, wenn sie vor dem Schöpfer stehen, und der sie fragt, wieviele Obdachlose sie in ihrem Leben denn von der Straße geholt haben...



Eigentlich ist es egal, wer den Weihnachtsmann spielt, denn in dem Alter sind die Gschrappen nicht auf den Kopf gefallen und erkennen eh die Person, die im Kostüm steckt. Und wissen, dass sie den Erwachsenen zuliebe mitspielen sollen und dafür was geschenkt kriegen.

Die Gleichberechtigung der Kids geht übrigens nicht dadurch flöten, dass ihnen Männer, z.B. Weihnsachtsmänner, mit echten naturgewachsenen Eiern in der Hose, begegnen. Die geht flöten wenn die Weihnachtsfrau dem 4m Begegnungen mit dem männlichen Geschlecht mit Gleichberechtigungsgebrabbel miesmacht und ihm schon als Kleinkind einbläut, dass er als männliches Wesen ein Böser ist, der Frauen unterdrückt und sich deshalb bis zur Selbstaufgabe von Frauen verarschen zu lassen hat.

Und du kannst jetzt natürlich wieder Agressivität statt begründeter Ablehnung vorwerfen und damit zeigen, wie verzerrt deine Wahrnehmung der Dinge ist.

Für meinen Anwurf

"Und du kannst jetzt natürlich wieder Agressivität statt begründeter Ablehnung vorwerfen und damit zeigen, wie verzerrt deine Wahrnehmung der Dinge ist."

möchte ich dich, pinacolada93, um Verzeihung bitten, denn der Aggressivitätsvorwurf, auf die ich anspielte, kam nicht von dir, sondern von loomida. Ich hatte das falsch zugeordnet.

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F
foline_47062556
12.08.23 um 11:27

Ich weiß, die Unterhaltung ist schon etwas älter, aber ich möchte trotzdem gerne noch was dazu beitragen: 

Meine Mutter ist Jahrgang 1948 und in ihrer Kindheit war ihre Oma der Weihnachtsmann, obwohl es auch einen Opa gab. Entweder hatte die Oma mehr Bock sich zu verkleiden oder es war vom Ablauf her einfacher. Meine Mutter hat erst realisiert, dass ihre Oma der Weihnachtsmann war, als die Oma in einem Jahr vergessen hat, ihren Fingerring abzunehmen. Da hat meine Mutter den Weihnachtsmann angeguckt und gesagt: "Aber du bist ja meine Oma!!"  
Ich finde die Geschichte sehr süß und sie zeigt sich, dass es in den 1950er Jahren schon Menschen gab, die im Kopf flexibler waren als viele Menschen heute. 

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S
skycaptain
13.01.24 um 20:05

>  ihre Kids sollen gleichberechtigt, geschlechtsneutral aufwachsen

Gegen gleichberechtigt lässt sich nichts sagen.

Aber was ist mit "geschlechtsneutral" gemeint?

Es wird wohl kaum Leute geben, die keine Geschlechtsidentität haben.

Eine Geschlechtsidentität zu haben, ist aber z.B. etwas anderes als auf Geschlechterrollenklischees zu beharren.

Was die -äh- Weihnachtsperson angeht, habt ihr euch vermutlich entschieden, ob du einen Weihnachtsmann oder eine Weihnachtsfrau spielst.

Wenn eine Person, die von sich selbst sagt, dass sie eine Frau ist und sein möchte, dann auch als Weihnachtsfrau aufgetreten wäre und nicht als Weihnachtsmann, hätte mich das als Kind nicht aus dem Konzept gebracht, weil ja dann jede/r eine Rolle innegehabt hätte, die für sie/ihn okay gewesen wäre.

Wenn eine Person, die von sich selbst sagt, dass sie eine Frau ist und sein möchte und von der ich gewusst hätte, dass sie auf ihr Frausein wertlegt, aber einen Weihnachtsmann gespielt hätte, hätte mich das unter Umständen leicht beunruhigt, denn ich hätte mir die Frage gestellt, warum sie einen Mann spielt, obwohl sie eine Frau sein möchte, und ob das für sie okay ist. Das hätte ich dann schon von ihr wissen wollen. Und wenn es für sie nicht okay gewesen wäre, hätte es schon sein können, dass ich mich dafür ausspreche, dass man ihren Seelenfrieden respektiert und sie, wenn sie sich damit wohler fühlt, eine Weihnachtsfrau statt eines Weihnachtsmanns spielen lässt, wenn sie sich schon die Mühe macht.

Ich beurteile halt die Dinge gerne pragmatisch - das habe ich von meinem Opa - der war auch so. Und utilitaristisch betrachtet sind weniger Menschen unglücklich wenn man eine Frau, die auf ihr Frausein Wert legt, und der es deshalb widerstrebt, einen Weihnachtsmann zu spielen, eben eine Weihnachtsfrau spielen lässt. So flexibel, dass man auch mit Weihnachtsfrauen klarkommt, sollte man/frau sein. Alles andere käme mir irgendwie kleinlich vor.

Übrigens gabs bei uns keinen Weihnachtsmann, sondern meine Oma hat am Nikolaustag Tante Nikolausa/Tante Nikola gespielt und mein Opa hat den Knecht Ruprecht gegeben. Mit der Begründung, muss ja nicht auch noch am Nikolaustag sein, dass Oma immer die Böse ist. Für meine Cousinen und Vettern und mich war das okay, denn wir wussten, dass das so für die beiden auch okay ist und sie das so wollen.

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A
abusimbel3
15.01.24 um 13:27

Wenn deine Freundin da Wert drauf legt, hat sie ihren Kids bestimmt die Idee, dass es Weihnachtsfrauen und Weihnachtsmänner gibt vorher schon näher gebracht. Wenn dem so ist, freuen die sich hoffentlich einfach nur auf den Weihnachtsmenschen und lassen sich überrahschen ob es ein Mann oder eine Frau ist. Noch besser wäre, wenn es ihnen egal ist. 

Wie war es denn, wie ist es denn gelaufen?

LG

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femprincess
femprincess
16.01.24 um 14:47

Ich denke nicht, dass die Kids sich daran großartig stören. Solange jemand im roten mantel kommt und Geschenke bringt

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