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Abschied

28. Februar 2002 um 20:51

Hallo

Ich weiß, es passt nicht ganz hier her, aber trotzdem will ich meiner Seele Luft machen.
Morgen früh um 8.30 Uhr wird mein Herz für Sekunden aufhören zu schlagen.
Mein geliebter Hund wird sterben.
Ich habe sie vor 11 Jahren bekommen. Sie war so klein. So viel haben wir erlebt.
Sie ist so eine liebe. Hat nie jemanden gebissen, im Gegenteil. Sie würde mit jedem mitlaufen der sie lieb anblickt. Im Sommer waren wir immer baden. Sie liebt das Wasser und das Meer. Nun ist sie seit langem krank. Ich hatte immer riesig Panik vor dem was morgen nun kommt.
Ich weiß das es mir furchtbar weh tun wird und ich weiß auch nicht wie ich das durchhalten werde.
Ich habe heute Nachmittag den Tierarzt angerufen. Ich wollte ihr den Weg zum Tierarzt ersparen.
Sie hat immer so eine Angst dort. Ich wollte das der Tierarzt zu mir nach Hause kommt. Dann dachte
ich mir aber, dass ich es nicht ertrage jeden Abend da zu sitzen wo sie ihre letzten Sekunden hatte. Abgeben beim Tierarzt kommt für mich nicht in Frage. Sie war immer für mich da und nun bin ich es ihr schuldig in diesen Minuten bei ihr zu sein. Auch wenn es mir das Herz zerreißt.
So habe ich versucht einen Mittelweg zu finden. Da sie gern im Auto ist und wir viel unterwegs waren, ist es auch ein wenig wie ihr zu Hause. So werde ich sie morgen zum Arzt fahren. Er hat mit am Telefon gesagt, dass ich sie dort im Auto auf dem Arm halten kann und sie eine Narkosespritze bekommt. Dann muss ich 10 Minuten warten. Sie werden endlos grausam sein. Dann, wenn sie schläft bekommt sie die zweite Spritze und wir in meinen Armen sterben.
Mir zittern jetzt schon die Hände und ich hoffe das ich es morgen schaffe.
Schlimm wird es auch, wenn ich dann nach Hause zurück komme. Überall ist etwas von ihr. Alles muss ich dann wegräumen. Und bei jedem Stück wir mein Herz bluten.
Ich hab auch schon ziemlich starke Herzschmerzen. Nicht nur psychisch, nein auch Organmäßig.
Es schlägt aus Angst so heftig und es tut ziemlich weh dabei.
Heute Abend hab ich ihr noch das leckerste gemacht was sie gern mag. Sie hat es nicht gefressen.
Nun liegt sie bei mir auf dem Schoß und schaut mich an. Ich ertrage es nicht, aber ich will ihr noch diese Liebe geben. Ich habe es bis heute nicht gelernt vernünftig mit Abschieden umzugehen.
Ich höre nun Musik hab Kerzen hier stehen und sehe das Schimmern in ihren Augen. Morgen um diese Zeit wird sie woanders sein und ich allein hier sitzen. Noch bleiben uns 12 Stunden.
Eine Nacht die keine sein wird. Es ist sind die letzten Stunden mit einem Geschöpf das 11 Jahre an
meiner Seite war. Sie ist für mich wie ein Kind und nun stirbt auch ein Stück von mir.


"Ich danke Dir mein Engel für alle schönen Stunden. Du warst immer für mich, wenn ich Trost gebraucht habe. Das werde ich Dir nie vergessen. Ich liebe Dich. Verzeih mir"

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28. Februar 2002 um 21:54

Mein Trauriger Stromer
ich weine viele Tränen mit Dir! Ich wünsche Dir sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
viel Kraft für Morgen, dass Du alles gut überstehst, und Dein treuer Freund keine großen Schmerzen mehr haben wird. Glaub mir, so wie ich es sehe muss er das Paradies auf Erden bei Dir gehabt habe! Und wenn er reden könnte dann würde er Dir sicher 1000 mal dafür DANKE sagen.

Ich weiß das das was ich nun sage noch nicht für Dich veständlich sein wird, eher absurd klingen mag, aber wenn Du den Schmerz eines Tages überwunden hast, vielleicht kannst Du ja wieder einen Hund in Dein Herz schließen.

Liebe Grüsse

Fuchur

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1. März 2002 um 0:00

Lieber Stromer
Ich habe sehr geweint, als ich deinen Text gelesen hab. Ich kann dich so gut verstehen, weil ich dasselbe schon erlebt habe. Ich weiß nicht, ob du das heute noch liest, aber wahrscheinlich kannst du ohnehin nicht schlafen.
Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber ich hatte auch sehr lange wahnsinnige Angst vor dem Tag, als es dann aber soweit war, war es komischerweise überhaupt nicht schlimm. Das klingt in deinen Ohren jetzt mit Sicherheit absurd, aber es war wirklich so. Du hast geschrieben, dass sie krank war und wenn sie jetzt geht, dann geht es ihr viel besser als hier.
Ihre Seele wird weiterleben, vielleicht in dem Hund, du später einmal haben wirst - macht nichts, wenn du damit nichts anfangen kannst - aber seh es doch einfach so, dass sie jetzt immer bei dir sein kann, egal wo du bist; glaub mir, manchmal hilft das.
Das nach Hause kommen ist anfangs schwer - nicht nur das Wegräumen der Sachen - du wirst mit Sicherheit auch noch lange Zeit vermissen, dass sich niemand mehr so freut, wenn du heim kommst, dich niemand mehr auf diese Art begrüßt, da sind
Hunde doch einmalig - das wird bestimmt schwer werden, zumindest war das für mich so.
Das, was ich jetzt sag, soll kein Angriff sein und auch nicht gemein, aber vielleicht hilft es dir ja darüber nachzudenken. Warum sind wir traurig, wenn jemand stirbt? Ist das nicht egoistisch? Wir sind doch nur traurig, weil derjenige nicht mehr da ist, um UNS/DICH glücklich zu machen, oder? Weil wir angst haben, dass WIR/DU alleine bist, oder? Würden wir an die anderen denken, ist es wohl fraglich, ob es für die so toll ist weiterhin in DIESEM KÖRPER gefangen zu bleiben. Aber glaub mir, dein Hund wird in deinem Herzen bei dir bleiben.
P.S.: Wenn du´s schaffst, mach noch ein Foto von ihr oder lass noch eines von euch zusammen machen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, auch Tränen, denn die helfen einem über gewisse Dinge nachzudenken und alles besser zu verarbeiten und ganz viel Liebe in deinem Herzen - ich werde bei dir sein

Vielleicht ist das jetzt zu krass - mir fällt leider kein treffenderer Ausdruck ein - für dich, aber ich kenne jemanden, die beim Tod einer Verwandten dabei war und meinte es ist schön, wenn jemand stirbt, in gewisser Weise ist es doch wie die Geburt, nur eben andersherum, man verläßt den Körper und ist jetzt nicht mehr an ihn gebunden, wieder offen für Neues - schau sie (deinen Hund) an, wenn sie in Freiden einschläft - in deinen Armen wird sie sich sicher fühlen und sie wird dir in diesem Moment viel Kraft geben, öffne dich dafür, anstatt in Trauer zu versinken - ich weiß das ist unendlich schwer, aber es wird dich reifen lassen - es ist ein Teil des Lebens, der sehr sehr wichtig ist.
In tiefer Verbundenheit - falls du nochmal jemanden zum Reden brauchst, schreib doch einfach nochmal

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1. März 2002 um 0:05
In Antwort auf evette_11879277

Mein Trauriger Stromer
ich weine viele Tränen mit Dir! Ich wünsche Dir sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
viel Kraft für Morgen, dass Du alles gut überstehst, und Dein treuer Freund keine großen Schmerzen mehr haben wird. Glaub mir, so wie ich es sehe muss er das Paradies auf Erden bei Dir gehabt habe! Und wenn er reden könnte dann würde er Dir sicher 1000 mal dafür DANKE sagen.

Ich weiß das das was ich nun sage noch nicht für Dich veständlich sein wird, eher absurd klingen mag, aber wenn Du den Schmerz eines Tages überwunden hast, vielleicht kannst Du ja wieder einen Hund in Dein Herz schließen.

Liebe Grüsse

Fuchur

Hallo Stromer
Als ich deinen Schreiben gelesen habe,kamen mir die Traenen.Ich weiss wie schwierig es ist auf diese Art und Weise Abschied zu nehmen.Glaub mir fuer Dich ist es noch tausendmal schlimmer,als fuer Sie.Weil Du genau weisst wann es soweit ist,das Du nur noch 12 Std. mit dem liebsten Wesen das Du kennst verbringen kannst.Das zerbricht einem das Herz.Ich habe meinen Hund auch vor einiger Zeit verloren ,und wollte lange danach auch keinen mehr,(obwohl ich mein ganzes Leben davor Hunde hatte)aus Angst,es koennte nochmal passieren,nochmal den Schmerz ausgesetzt zu werden.Aber Du musst immer bedenken,auch wenn es Dir (grade jetzt) sehr schwerfaellt.Jeder muss mal sterben,und wir die zurueckbleibenwissen nicht ,was sterben bedeutet.Deshalb haben wir so eine Angst davor.Aber Du tust das bestmoegliche fuer Sie,da bin ich mir sicher.Sei nicht traurig.Versuch einen schoenen letzten Abend zu haben,lass es Sie nicht fuehlen das der Abschied nahe steht.Ich bin in Gedanken ganz fest bei Dir Stromer und versuche Dir gedanklich ein bisschen Kraft zu geben.
Mach es gut und sei tapfer Sarah

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1. März 2002 um 8:41

8:34 Uhr - meine Gedanken sind bei Dir!
Ich habe diese Nacht nicht sehr gut geschlafen, und habe mich ein Weilchen hier aufgehalten.

Nun war es 8:31 Uhr, und mein Herz fing sofort ganz laut zu pochen an. Du bist in meine Gedanken geschlichen, und alle Sorgen die ich so habe, was mich traurig machte in den letzten Tagen, dass ist nun gar nicht mehr so wichtig.

Lieber Stromer, wenn Du kannst dann bitte melde Dich doch hier.

Vielleicht siehst Du es wie ein großes Spanntuch. Wir alle stehen hier, und halten fest das Tuch in den Händen. Wir warten um Dich aufzufangen. Wir werden Dir helfen aufzustehen, und umarmen Dich ganz fest...jede/jeder einzeln und auf seine Weise, an diesem Tag.

Alles liebe für Dich

Fuchur

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1. März 2002 um 10:25

Lieber Stromer
fühle mit Dir,da ich das gleiche schon 2mal durchleben mußte,und ganz genau mitfühlen kann wie es Dir geht.
Drück Dich in Gedanken ganz lieb,und wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit!
Eine sehr traurige Tina

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1. März 2002 um 20:51

Lieber Stromer
.... mir laufen immer noch die Tränen......
Ich halte Dich in meinem Arm und drücke dich ganz doll.
Ich wünsche Dir viel Kraft bei Deiner Trauer.

Auch wenn Du Ihren Körper nicht mehr sehen wirst Deine kleine ist ganz nah bei Dir und wird Dich weiterhin begleiten... sicher aufgehoben in deinem Herzen.

ich wünsche mir für Dich, Kraft für Deine Trauer und Licht das Dich begleitetauf Deinem Weg

alles Liebe

ein sehr trauriger
Sonnenvogel




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2. März 2002 um 0:27

Ich drück dich
Hallo Stromer,

ich hoffe es ist einigermassen gut gegangen. Vor einigen Jahren musste ich auch meine Katze zum Tierarzt bringen. Sie war schwer krank und ich wusste, dass sie zu alt für eine OP ist. Schon am Abend vorher war sie die ganze Zeit bei mir als hätte sie es gewusst. Und normalerweise mag sie keinen Tierarzt und auch den Gang dahin nicht. Sie wusste bereits, wenn ich mit dem Katzenkorb komme, dann gehts ab zum Tierarzt. Am jenem Morgen holte ich den Katzenkorb und sie weigerte sich gar nicht. Sie war nur unendlich müde, schien es. Als sie beim Tierarzt war - mit mir zusammen - und der Arzt mit der Spritze kam, liefen mir nur noch die Tränen runter und ich wollte sagen, nein tus nicht. Wir werden dich operieren und alles wird wieder gut. Aber dann blickte sie mich mit ganz müden, traurigen Augen an und legte ihr Köpfchen auf den Tisch und machte die Augen zu. Irgendwie als wollte sie sagen, ich mag aber nicht mehr. Tu mir das nicht an - dafür bin ich zu alt. Ich habe sie ganz stark umarmt während er die Spritze gab und die auch in meinen Armen einschlafen lassen. Ich bin damals mit ihr zusammen gross geworden. Danach wollte ich nie wieder eine Katze. Ich hatte Angst und wollte die Erinnerung in mir behalten. Keine Katze würde diesen Platz einnehmen können. Mittlerweile habe ich wieder eine. Sie ist ganz ganz anders vom Charakter und ich liebe sie sehr. Vergessen werde ich meine erste aber nie. Nur die Angst bleibt, dass ich meine jetzige Katze auch mal verlieren könnte und dieser Schmerz wieder zurück kommt.

Ich drück dich ganz fest und denke an dich.

Alles Liebe

schweiz

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2. März 2002 um 18:25

Halo Stromer, gehts Dir gut????
Du hast Dich lange schon nicht mehr hier gemeldet und nun frage ich mich wie es Dir geht?!

Ich hoffe das Du Deinen Schmerz ein bischen überwunden hast, und Dich bald wieder hier meldest.

An Dich denkend

Deine Fuchur

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3. März 2002 um 0:09

Danke an ALLE
Vielen Dank für die lieben Worte an alle die hier geantwortet haben. Ich möchte nicht jedem einzeln antworten und ich denke ihr versteht auch so, wie dankbar ich allen bin. Ich hatte gar nicht erwartet, dass überhaupt jemand antwortet. Ich wollte ja auch nur meiner Seele Luft machen weil ich so verzweifelt war.

Die Stunden in dieser Nacht waren endlos. Aber sie hat geschlafen und ich hab sie gestreichelt die ganze Nacht. Ich hab ihr dann am Morgen noch saftigen Schicken gegeben. Soll man ja nicht, aber es war ja das letzte was sie bekam. Ich bin dann mit ihr zum Arzt gefahren. Sie durfte auf dem Beifahrersitz bleiben, was sie so gern hat. ( sie war sonst immer hinten am Gurt )
Beim Arzt blieb sie im Auto sitzen während ich schon bezahlt hatte. Ich wollte danach nicht noch mal rein. Der Arzt kam dann raus. Ich hab mich auf den Beifahrersitz gesetzt und nahm sie zu mir auf dem Schoß. Sie hat den Arzt gar nicht mitbekommen. Nicht mal als sie die Narkosespritze bekam. Sie sah mich an und dann war es
vorbei ......... (( Sie starb schon durch die Narkose.
Tja und nun .... ja ich weiß, das versteht nicht jeder.
Ich wollte sie nicht in die Tierverwertung geben. So hab ich sie mitgenommen auf eine weite Reise.
Sie soll eingeäschert werden und so bin ich mit ihr erst nach Nürnberg und dann weiter bis nach Strasbourg (Frankreich)gefahren. Ich hab an jedem dritten Rastplatz halt gemacht, hab sie gedrückt und gestreichelt und bin dann immer halb benebelt weiter gefahren. Es sind dann 650 km geworden.
Aber es ging nur dort. In zwei Wochen bekomme ich eine kleine Marmorpyramide mit ihrer Asche drin zurück. Dann bin ich die 650 km wieder nach Hause gefahren. Abends um 22.00 Uhr war ich zu Hause und hab alles zusammen gesammelt was von ihr da ist. Spielzeug, Körbchen usw.
Nun ist alles leer in mir. Ich schaue ständig nach unten um sie nicht zu treten, aber sie ist ja gar nicht da. Ich wache in der Nacht auf um nach ihrem Atem zu lauschen, wie in den letzten Tagen immer, aber sie ist nicht da. Alles riecht nach ihr, aber sie ist nicht da. Ich weiß das es richtig war, aber sie fehlt mir sehr. Ihr Platz ist leer, meine Augen sind leer und mein Herz ist leer. Automatisch blicke ich auf die Uhr, weil ich mit ihr raus müsste, aber sie ist nicht da.
Ich fühle mich seltsam. Weiß nicht so recht damit umzugehen. Betäube mich um nicht nachzudenken.
100 Bilder von ihr sind hier. Ein Foto als Poster vergrößert ..... sie schaut mich an.
Ich muss es schaffen darüber hinweg zu kommen und ich muss sagen dass ich unsagbar froh bin diese
Seite gefunden zu haben.
Warum? Ganz einfach. Weil ihr da seit.
Danke nochmal an alle.

Stromer

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3. März 2002 um 0:26
In Antwort auf Stromer

Danke an ALLE
Vielen Dank für die lieben Worte an alle die hier geantwortet haben. Ich möchte nicht jedem einzeln antworten und ich denke ihr versteht auch so, wie dankbar ich allen bin. Ich hatte gar nicht erwartet, dass überhaupt jemand antwortet. Ich wollte ja auch nur meiner Seele Luft machen weil ich so verzweifelt war.

Die Stunden in dieser Nacht waren endlos. Aber sie hat geschlafen und ich hab sie gestreichelt die ganze Nacht. Ich hab ihr dann am Morgen noch saftigen Schicken gegeben. Soll man ja nicht, aber es war ja das letzte was sie bekam. Ich bin dann mit ihr zum Arzt gefahren. Sie durfte auf dem Beifahrersitz bleiben, was sie so gern hat. ( sie war sonst immer hinten am Gurt )
Beim Arzt blieb sie im Auto sitzen während ich schon bezahlt hatte. Ich wollte danach nicht noch mal rein. Der Arzt kam dann raus. Ich hab mich auf den Beifahrersitz gesetzt und nahm sie zu mir auf dem Schoß. Sie hat den Arzt gar nicht mitbekommen. Nicht mal als sie die Narkosespritze bekam. Sie sah mich an und dann war es
vorbei ......... (( Sie starb schon durch die Narkose.
Tja und nun .... ja ich weiß, das versteht nicht jeder.
Ich wollte sie nicht in die Tierverwertung geben. So hab ich sie mitgenommen auf eine weite Reise.
Sie soll eingeäschert werden und so bin ich mit ihr erst nach Nürnberg und dann weiter bis nach Strasbourg (Frankreich)gefahren. Ich hab an jedem dritten Rastplatz halt gemacht, hab sie gedrückt und gestreichelt und bin dann immer halb benebelt weiter gefahren. Es sind dann 650 km geworden.
Aber es ging nur dort. In zwei Wochen bekomme ich eine kleine Marmorpyramide mit ihrer Asche drin zurück. Dann bin ich die 650 km wieder nach Hause gefahren. Abends um 22.00 Uhr war ich zu Hause und hab alles zusammen gesammelt was von ihr da ist. Spielzeug, Körbchen usw.
Nun ist alles leer in mir. Ich schaue ständig nach unten um sie nicht zu treten, aber sie ist ja gar nicht da. Ich wache in der Nacht auf um nach ihrem Atem zu lauschen, wie in den letzten Tagen immer, aber sie ist nicht da. Alles riecht nach ihr, aber sie ist nicht da. Ich weiß das es richtig war, aber sie fehlt mir sehr. Ihr Platz ist leer, meine Augen sind leer und mein Herz ist leer. Automatisch blicke ich auf die Uhr, weil ich mit ihr raus müsste, aber sie ist nicht da.
Ich fühle mich seltsam. Weiß nicht so recht damit umzugehen. Betäube mich um nicht nachzudenken.
100 Bilder von ihr sind hier. Ein Foto als Poster vergrößert ..... sie schaut mich an.
Ich muss es schaffen darüber hinweg zu kommen und ich muss sagen dass ich unsagbar froh bin diese
Seite gefunden zu haben.
Warum? Ganz einfach. Weil ihr da seit.
Danke nochmal an alle.

Stromer

Hallo mein Lieber Stromer
... weißt Du eigentlich, daß meine beiden Hunde am gleichen Tag und in der gleichen Stunde geboren wurden, als mein Hund damals starb ?

Ich lerne diese Beiden 2 Wochen später kennen.

Damals wussten wir genau, daß wir wieder einen Hund wollten, denn unser Abschied dauerte über 6 Monate.

Es war damals so, wie wenn eine Seelenwanderung stattgefunden hatte, denn Beide haben ein Stück von meinem alten Hund. Sie das Zappelige und er das Gutmütige.

Es war für mich damals ein Zeichen.

In diesen 6 Wochen, in denen ich auf die Beiden wartete, konnte ich die Trauer ausleben und überwinden.

Es war damals eine sehr merkwürdige Zeit.

Man konnte morgens liegenbleiben und abends früher ins Bett gehen und man konnte den Tag so gestalten, wie man ihn wollte. Aber es war eine entsetzliche Lücke. Denn jahrelang bestimmte unser Hund den Tagesablauf.

Ich denke lieber Stromer, trauere, aber bleib nicht in der Vergangenheit stehen.

Du bist der beste Freund, den sich ein Hund nur wünschen kann.

Lass einem anderem Hund Deine Liebe und Wärme spüren.

Ich wünsche Dir alle Kraft und alle Liebe, die man einem Menschen nur wünschen kann.

Mach`s gut Ester

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3. März 2002 um 9:32
In Antwort auf oriana_12354800

Hallo Stromer
Als ich deinen Schreiben gelesen habe,kamen mir die Traenen.Ich weiss wie schwierig es ist auf diese Art und Weise Abschied zu nehmen.Glaub mir fuer Dich ist es noch tausendmal schlimmer,als fuer Sie.Weil Du genau weisst wann es soweit ist,das Du nur noch 12 Std. mit dem liebsten Wesen das Du kennst verbringen kannst.Das zerbricht einem das Herz.Ich habe meinen Hund auch vor einiger Zeit verloren ,und wollte lange danach auch keinen mehr,(obwohl ich mein ganzes Leben davor Hunde hatte)aus Angst,es koennte nochmal passieren,nochmal den Schmerz ausgesetzt zu werden.Aber Du musst immer bedenken,auch wenn es Dir (grade jetzt) sehr schwerfaellt.Jeder muss mal sterben,und wir die zurueckbleibenwissen nicht ,was sterben bedeutet.Deshalb haben wir so eine Angst davor.Aber Du tust das bestmoegliche fuer Sie,da bin ich mir sicher.Sei nicht traurig.Versuch einen schoenen letzten Abend zu haben,lass es Sie nicht fuehlen das der Abschied nahe steht.Ich bin in Gedanken ganz fest bei Dir Stromer und versuche Dir gedanklich ein bisschen Kraft zu geben.
Mach es gut und sei tapfer Sarah

.............
Stromer ??????
Ich weiss jetzt gar nicht was ich schreiben soll

Data

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3. März 2002 um 13:51
In Antwort auf Stromer

Danke an ALLE
Vielen Dank für die lieben Worte an alle die hier geantwortet haben. Ich möchte nicht jedem einzeln antworten und ich denke ihr versteht auch so, wie dankbar ich allen bin. Ich hatte gar nicht erwartet, dass überhaupt jemand antwortet. Ich wollte ja auch nur meiner Seele Luft machen weil ich so verzweifelt war.

Die Stunden in dieser Nacht waren endlos. Aber sie hat geschlafen und ich hab sie gestreichelt die ganze Nacht. Ich hab ihr dann am Morgen noch saftigen Schicken gegeben. Soll man ja nicht, aber es war ja das letzte was sie bekam. Ich bin dann mit ihr zum Arzt gefahren. Sie durfte auf dem Beifahrersitz bleiben, was sie so gern hat. ( sie war sonst immer hinten am Gurt )
Beim Arzt blieb sie im Auto sitzen während ich schon bezahlt hatte. Ich wollte danach nicht noch mal rein. Der Arzt kam dann raus. Ich hab mich auf den Beifahrersitz gesetzt und nahm sie zu mir auf dem Schoß. Sie hat den Arzt gar nicht mitbekommen. Nicht mal als sie die Narkosespritze bekam. Sie sah mich an und dann war es
vorbei ......... (( Sie starb schon durch die Narkose.
Tja und nun .... ja ich weiß, das versteht nicht jeder.
Ich wollte sie nicht in die Tierverwertung geben. So hab ich sie mitgenommen auf eine weite Reise.
Sie soll eingeäschert werden und so bin ich mit ihr erst nach Nürnberg und dann weiter bis nach Strasbourg (Frankreich)gefahren. Ich hab an jedem dritten Rastplatz halt gemacht, hab sie gedrückt und gestreichelt und bin dann immer halb benebelt weiter gefahren. Es sind dann 650 km geworden.
Aber es ging nur dort. In zwei Wochen bekomme ich eine kleine Marmorpyramide mit ihrer Asche drin zurück. Dann bin ich die 650 km wieder nach Hause gefahren. Abends um 22.00 Uhr war ich zu Hause und hab alles zusammen gesammelt was von ihr da ist. Spielzeug, Körbchen usw.
Nun ist alles leer in mir. Ich schaue ständig nach unten um sie nicht zu treten, aber sie ist ja gar nicht da. Ich wache in der Nacht auf um nach ihrem Atem zu lauschen, wie in den letzten Tagen immer, aber sie ist nicht da. Alles riecht nach ihr, aber sie ist nicht da. Ich weiß das es richtig war, aber sie fehlt mir sehr. Ihr Platz ist leer, meine Augen sind leer und mein Herz ist leer. Automatisch blicke ich auf die Uhr, weil ich mit ihr raus müsste, aber sie ist nicht da.
Ich fühle mich seltsam. Weiß nicht so recht damit umzugehen. Betäube mich um nicht nachzudenken.
100 Bilder von ihr sind hier. Ein Foto als Poster vergrößert ..... sie schaut mich an.
Ich muss es schaffen darüber hinweg zu kommen und ich muss sagen dass ich unsagbar froh bin diese
Seite gefunden zu haben.
Warum? Ganz einfach. Weil ihr da seit.
Danke nochmal an alle.

Stromer

Nur zu gut
Ach Stromer,

als ich noch in der Nacht Deine Worte gelesen habe, sind mir schon die Tränen runter gelaufen, ebenso bei Deiner aktuellen Zustandsbeschreibung. In Gedanken war ich bei Euch. Das sind auch exakt die Situationen, vor denen es mir auch immer wieder am meisten graut, auch wenn mein Verstand sagt, daß es genau diese Handlung ist, die die Liebe erfordert. Daß Weiterleben Egoismus und Gleichgütltigkeit bedeuten würde und trotzdem tut es nicht weniger weh und trotzdem fühle ich mich in dem Moment nicht weniger schäbig. Das Herz hat andere Regeln. Akzeptiere sie und den Widerspruch.

Nur zu gut kann ich Dir nachfühlen, daß ein geliebtes Tier auch nach seinem Tod nicht zur Sache wird - unser Garten ist ein Zeugnis dafür, sonst wäre mir vermutlich auch kein Weg zu weit. Mir hat es geholfen die Erinnerungen wach zu halten, Erinnerungen an schöne Momente und auch solche, auf die ich gerne verzichtet hätte. Trotzdem möchte ich nicht auf die Erinnerungen verzichten, wie oft hätte ich nicht gelacht, was wäre alles nicht passiert. Es hat nur seine Zeit gebraucht, bis jedes Ereignis wieder seinen Stellenwert hatte, der ihm gebührte, bis nicht mehr alles von Trauer überschattet war. Gib Euch auch die Zeit und die Gelegenheit für neue Eindrücke und Sichtweisen, im Herz mußt Du nichts ersezten, sondern kannst beliebig anbauen.

Ich drücke Dich
Bettwanze

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3. März 2002 um 22:30

An Stromer
ich fühle mit dir, habe auch einen Hund verloren, ist 5 Jahre her, aber ich stehe heute noch an ihrem Grab in meinem Garten und bin traurig. Es ist, als hätte man ein Kind verloren...... Emmy

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4. März 2002 um 0:06

Ich glaube......
...dass dich ihre seele dein weiteres leben begleiten und beschützen wird.

glaub ganz fest daran ! es ist so !!!!

hab auch einen hund, einen zwergschäfer, 5 jahre, und wage nicht an die zeit zu denken, wenn er nicht mehr ist.

umarme dich
maya

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5. März 2002 um 0:59

Liebe
Hallo Stromer
habe deinen beitrag gelesen und was du geschrieben hast, das hat mich sehr berührt. Ich kann sehr gut verstehen, was in dir vorgegangen ist, denn auch ich hab einmal ein geliebtes (schwarzes) Kätzchen verloren. Ich war damals noch sehr klein, aber sie war eine ganz besondere Katze für mich.
Dies alles ist nun schon sehr, sehr lange her und ich hab auch keine weiteren Haustiere mehr gehabt.
Um so mehr hat mich folgendes verblüfft.
Auf der Uni hatte ich eine Kollegin, von der ich wußte, dass sie mehr sieht als so mancher andere.
Als wir einmal in einem Cafe waren, um eine Seminararbeit zu schreiben, hat sie plötzlich gesagt, dass sie neben mir ein kleines schwarzes Tier gesehen hat. Ich weiß mit Sicherheit, dass ich ihr nie von meinem Kätzchen erzählt habe, aber in dem Moment, da war ich wirklich erstaunt...
Vielleicht ist ja dein kleiner Schatz auch noch bei dir und hat dich noch immer lieb, aber du kannst ihn/sie halt nicht mehr sehen......
Wünsche dir alles Gute und dass du bald nicht mehr so traurig bist
Lieber Gruß
Kassiopeia

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7. März 2002 um 12:56

Verstehen
Hallo Stromer,
auch ich kann Dich sehr gut verstehen und nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Ich selbst hatte zwei Katzen, die beide an einer tötlichen Viruskrankheit leiden. Eine davon mußte ich im August letzten Jahres einschläfern lassen, es geht mir heute noch nach und sie fehlt mir immer noch sehr. Ihrer Schwester geht es zur Zeit gut aber ich weiß, daß auch bei ihr irgendwann die Zeit kommen wird, wo ich den selben schmerzlichen Weg wieder gehen muß. Bis dahin gebe ich ihr all meine Liebe, Steicheleinheiten und Zuwendung, die sie braucht. Mir graust es vor diesem Tage.

Ich denke an Dich und fühle mit Dir. Ich weiß aber auch, daß ich mir irgendwann, wenn sie auch nicht mehr ist, wieder eine Katze (aus dem Tierheim) holen werde. Erstens lindert dies etwas meinen Schmerz, zweitens weiß ich, daß ich der Katze gutes tue, indem ich ihr ein schönes, ruhiges zuhause geben kann mit viel Zuneigung.

LG
Lony

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